TEGEL SCHLIESSEN. ZUKUNFT ÖFFNEN.


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Vie­le Ber­li­ne­rin­nen und Ber­li­ner füh­len sich eng mit dem Flug­ha­fen Tegel ver­bun­den.
Jedoch: Stadt­flug­hä­fen haben kei­ne Zukunft. Auch TXL ist Geschich­te, sobald der BER eröff­net. Für Ber­lin ist das ein Geschenk. Der alte Flug­ha­fen macht Platz für eine Zukunft, in der Ber­lin lebens­wer­ter wird: für Woh­nen, Bil­dung, For­schung und Arbeit. Über 300.000 Men­schen wer­den vom Flug­lärm befreit. Und mehr als ein Vier­tel­jahr­hun­dert nach dem Mau­er­fall bekommt Ber­lin end­lich einen Flug­ha­fen für die gan­ze Stadt – Ost und West.

ZUKUNFT ÖFFNENFÜR ALLE

  • Hier wird ein Gebiet von fünf Qua­drat­ki­lo­me­tern für die Zukunft Ber­lins nutz­bar. Das ent­spricht der hal­ben Flä­che von Wed­ding.
  • 9000 neue Woh­nun­gen wer­den gebaut, davon die Hälf­te mit Miet­preis­bin­dung.
  • Es wächst ein neu­er Wis­sen­schafts- und Indus­trie­stand­ort her­an, mit Platz für die Beuth Hoch­schu­le und die Ber­li­ner Feu­er­wehr­aka­de­mie, mit Star­tups und Flä­chen für krea­ti­ve Unter­neh­men – mit bis zu 20 000 neu­en Arbeits­plät­zen.
  • Zudem ent­steht ein natur­na­hes Erho­lungs­ge­biet, so groß wie das Tem­pel­ho­fer Feld.

TXL SCHLIESSENFÜR MEHR SICHERHEIT UND LEBENSQUALITÄT

  • Kei­ne 185 000 Starts und Lan­dun­gen mehr über Span­dau, Rei­ni­cken­dorf, Wed­ding und Pan­kow – mit jeweils bis zu 150 000 Liter Kero­sin im Tank.
  • Die Schlie­ßung von Tegel ist ein Ver­spre­chen seit Jahr­zehn­ten. Dar­auf muss Ver­lass sein.

STEUERZAHLERINNEN UND STEUERZAHLER VOR DEM NÄCHSTEN MILLIARDENGRAB SCHÜTZEN

Inves­ti­tio­nen in die Sanie­rung des alten Flug­ha­fens Tegel, den Schall­schutz und die Kos­ten durch einen Par­al­lel­be­trieb von zwei Flug­hä­fen wer­den ver­mie­den.

Der BER ist – ent­ge­gen allen ande­ren Behaup­tun­gen – groß genug.

Deshalb:
Beim Volksentscheid „Nein“ ankreuzen!

TEGEL SCHLIESSEN. ZUKUNFT ÖFFNEN. ist eine gemein­sa­me Initia­ti­ve von:

Bür­ger­initia­ti­ve „Gegen das Luft­kreuz auf Stadt­flug­hä­fen“, Bür­ger­initia­ti­ve „Tegel end­lich schlie­ßen“, Face­book-Grup­pe „Dan­ke Tegel. Es reicht!“, Grup­pe „GOOD BYE TEGEL“, Bür­ger­initia­ti­ve “Pan­kow sagt Nein zum Flug­ha­fen TXL“, Bür­ger­initia­ti­ve
“Him­mel über Ber­lin”, Ber­li­ner Mie­ter­ver­ein e.V, , Zukunfts­werk­statt Hein­ers­dorf, Flug­lärm­schutz­kom­mis­si­on Ber­lin­Te­gel, BUND Ber­lin e.V., Grü­ne Liga Ber­lin, Cari­tas-Kli­nik Pan­kow, Evan­ge­li­sche Kir­chen­ge­mein­de Alt-Pan­kow, DGB Bezirk Ber­lin-Bran­den­burg, IG Metall Ber­lin, IG BCE Ber­lin-Mark Bran­den­burg, Dr. Hen­ning Tho­le (Bun­des­wei­ter Arbeits­kreis „Ärz­te gegen Flug­lärm“), Harald Moritz (MdA, Bünd­nis 90/Die Grü­nen), Jörg Stro­ed­ter (MdA, SPD), Harald Wolf (MdA, DIE LINKE), Klaus-Peter von Lüde­ke (ehe­ma­li­ger stellv. Vor­sit­zen­der der FDP Ber­lin), Patrick Glä­ser (ehem. stellv. Vor­sit­zen­der FDPRei­ni­cken­dorf), Dr. Roman Trips-Hebert (Ber­lin-Rei­ni­cken­dorf), Nina Stahr (Lan­des­vor­sit­zen­de Bünd­nis 90/Die Grü­nen Ber­lin), Wer­ner Graf (Lan­des­vor­sit­zen­der Bünd­nis 90/Die Grü­nen Ber­lin), Jas­min Taba­ta­bai (Schau­spie­le­rin, Ber­lin-Pan­kow),
Prof. Dr. Moni­ka Gross (Prä­si­den­tin Beuth Hoch­schu­le für Tech­nik Ber­lin), Prof. Dr. Klaus Bra­ke (TU Ber­lin), Cari­tas-Hos­piz Pan­kow, Jür­gen Trit­tin (MdB, Bünd­nis 90/Die Grü­nen), Ver­kehrs­club Deutsch­land e.V. (VCD) Lan­des­ver­band Nord­ost, Bun­des­ver­ei­ni­gung gegen Flug­lärm e.V., Dr. Jochen Glaß (Kar­dio­lo­ge, Ber­lin-Span­dau), Sil­ke Gebel (MdA, Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Bünd­nis 90/Die Grü­nen Ber­lin), Ant­je Kapek (MdA, Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Bünd­nis 90/Die Grü­nen Ber­lin), Kati­na Schu­bert (MdA, Lan­des­vor­sit­zen­de Die LINKE), Iris Spran­ger (MdA, stellv. Vor­sit­zen­de SPD Ber­lin), Rena­te Kün­ast (MdB, Ber­lin), Özcan Mut­lu (MdB, Bünd­nis 90/Die Grü­nen), Micha­el Cra­mer (MdEP, Bünd­nis 90/Die Grü­nen), Ste­fa­nie Rem­lin­ger (MdA, Bünd­nis 90/Die Grü­nen), Ste­fan Gelb­haar (MdA, Bünd­nis 90/Die Grü­nen), Prof. Dr. Stef­fen Pro­we (Beuth Hoch­schu­le
für Tech­nik Ber­lin), Alek­san­der Dzem­britz­ki (Vor­sit­zen-der Wan­der-Padd­ler Havel e.V.), Ste­fan Lie­bich (MdB DIE LINKE Ber­lin), PANKOWER FRÜCHTCHEN gGmbH, Lisa Paus (MdB, Bünd­nis 90/Die Grü­nen), Caro­la Bluhm (MdA, Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de DIE LINKE Ber­lin), Udo Wolf (MdA, Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der DIE LINKE Ber­lin), Gio­van­ni Ammi­ra­bi­le (Betriebs­rats­vor­sit­zen­der Vivan­tes), Sören Benn (Bezirks­bür­ger­meis­ter Ber­lin-Pan­kow), Voll­rad Kuhn (Stellv. Bezirks­bür­ger­meis­ter Ber­lin­Pan­kow), Sybil­le Uken (Vor­sit­zen­de Fach­aus­schuss Mobi­li­tät SPD Ber­lin), Swen Schulz (MdB SPD), Dani­el Buch­holz (MdA,
SPD), florakiez.de, Dr. Her­mann Borg­horst (ehem. Stellv. Lan­des- u. Frak­ti­ons­vor-sit­zen­der SPD Ber­lin), Mat­thi­as Zar­bock (Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der BVV Pan­kow, DIE LINKE), Ralf Trep­tow (Schul­lei­ter Rosa-Luxem­burg-Gym­na­si­um Ber­lin-Pan­kow), GEW Lan­des­ver­band Ber­lin, ver-di Ber­lin-Bran­den­burg, Uwe Brock­hau­sen (Stellv. Bezirks­bür­ger­meis­ter Ber­lin-Rei­ni­cken­dorf), Gewerk­schaft NGG, Regi­on Ber­lin-Bran­den­burg, Evan­ge­li­sche Schu­le Pan­kow und vie­le mehr…

Stand: 31.7.2017

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43 Gedanken zu „TEGEL SCHLIESSEN. ZUKUNFT ÖFFNEN.

  1. Nicht län­ger erträg­li­cher Flug­lärm durch den Flug­ha­fen Tegel

    (Dr. Ralf Zep­per­nick)

    Nach­dem die soge­nann­te Lärm­kar­tie­rung 2017 durch­ge­führt wur­de, steht offi­zi­ell fest­ge­stellt: Rd. 300.000 Men­schen in Ber­lin und Bran­den­burg wur­den im Jah­re 2016 durch den Flug­lärm des Flug­ha­fens Tegels stark belas­tet. Kon­kret heißt dies z.B.: Mehr als 100.000 (!) Men­schen wur­den allein in der Nacht­zeit einer mas­si­ven Lärm­be­las­tung von über 50 und mehr Dezi­bel aus­ge­setzt, mit allen damit ver­bun­de­nen Stö­run­gen der Nacht­ru­he und erheb­li­chen gesund­heit­li­chen Beein­träch­ti­gun­gen. Beson­ders kri­tisch ist dabei, dass die Zahl der jähr­li­chen Nacht­flug-Bewe­gun­gen auf dem Flug­ha­fen Tegel in der Nacht­zeit, also zwi­schen 22:00 abends bis 5:59 mor­gens, in den letz­ten Jah­ren gera­de­zu explo­diert ist: Von 5101 im Jahr 2002 auf sage und schrei­be 9633 (!) im Jahr 2016.

    Die offi­zi­ell ver­spro­che­nen Zie­le der Senats­ver­wal­tung für Umwelt, Ver­kehr und Kli­ma­schutz für den Lärm­schutz in Tegel, „dass grund­sätz­lich in der Nacht gar nicht geflo­gen wer­den darf“ und nur „in beson­de­ren Aus­nah­me­fäl­len ein­zel­ne Starts und Lan­dun­gen zuge­las­sen wer­den“ kön­nen, sind seit Jah­ren gra­vie­rend ver­letzt. Wie will der Senat den mas­si­ven Anstieg der Nacht­flug­be­we­gun­gen auf 9.633 im Jahr 2016 — davon 1.484 in der beson­ders sen­si­blen Schla­fens­zeit von 23.00 h bis 5.59 h – wirk­lich noch als „beson­de­re Aus­nah­me­fäl­le“ gegen­über der Bevöl­ke­rung recht­fer­ti­gen? Mit über 28 Lärm­stö­run­gen pro Woche kann man beim bes­ten Wil­len nicht mehr von „ein­zel­nen Starts und Lan­dun­gen“ spre­chen.

    Ist etwa eine laxe Lais­sez-Fai­re-Geneh­mi­gungs­pra­xis der Senats­ver­wal­tung für Nacht­flü­ge in Tegel die Haupt­ur­sa­che für die 9633 geneh­mig­ten Nacht­flü­ge? Wur­den die Pro­ble­me des nicht recht­zei­tig fer­tig­ge­stell­ten Flug­ha­fens BER ein­fach auf den Flug­ha­fen Tegel und die davon betrof­fe­nen Men­schen abge­la­den? Ein Blick auf die vom Senat beschlos­se­ne Geneh­mi­gungs­pra­xis für Nacht­flü­ge ist mehr als auf­schluss­reich: Abflü­ge in Tegel in der Zeit ab 23:00 h bis 23:29 h wer­den von den soge­nann­ten ört­lich Beauf­trag­ten für Luft­aus­sicht selb­stän­dig ent­schie­den — ein Gre­mi­um, das in der Öffent­lich­keit kaum bekannt sein dürf­te. Erst ab 23:30 h müs­sen sie die Zustim­mung der Gemein­sa­men Obe­ren Luft­fahrt­be­hör­de ein­ho­len. Für Lan­dun­gen von Flug­zei­ten bis 24:00 h gibt es sogar – man kann es gar nicht fas­sen — eine Pau­schal­ge­neh­mi­gung der Senats­ver­wal­tung.

    Belegt die Zahl von fast 10000 geneh­mig­ten Flü­gen im Jahr 2016 in der Nacht­zeit nicht, dass die meis­ten (fast alle?) zu ertei­len­den Aus­nah­me­ge­neh­mi­gun­gen für Flü­ge nur noch „durch­ge­wun­ken“ wer­den und Ableh­nun­gen in spür­ba­rer Grö­ßen­ord­nung gar nicht statt­fin­den – auch aus falsch ver­stan­de­ner Rück­sicht gegen­über den Flug­ge­sell­schaf­ten? Die Ant­wort auf die­se Fra­ge ist der Senat bis heu­te schul­dig geblie­ben. Die gra­vie­ren­de Dis­kre­panz zwi­schen den gro­ßen Ver­spre­chun­gen des Senats („grund­sätz­lich darf in der Nacht gar nicht geflo­gen wer­den“) und der tat­säch­lich durch­ge­führ­ten Poli­tik von 9.633 geneh­mig­ten Nacht­flü­gen kann von den Lärm­ge­schä­dig­ten nicht län­ger hin­ge­nom­men wer­den.

    Es ist eine emi­nent poli­ti­sche Ent­schei­dung, ob mehr als 100.000 Men­schen nachts mas­siv durch Lärm gestört und oft sogar gesund­heit­lich geschä­digt wer­den dür­fen oder ob das Ein­zel­in­ter­es­se eini­ger weni­ger Flug­ge­sell­schaf­ten und eini­ger hun­dert Pas­sa­gie­re höher zu bewer­ten ist. Die­se Ent­schei­dung muss der Ber­li­ner Senat in eige­ner Ver­ant­wor­tung tref­fen. Sie darf nicht auf ein „tech­ni­sches Gre­mi­um“, wie die ört­lich Beauf­trag­ten für Luft­aus­sicht, abge­scho­ben und durch eine Pau­schal­ge­neh­mi­gung gere­gelt wer­den. Der Ber­li­ner Senat steht im Wort, der Öffent­lich­keit zu erklä­ren, wie er — seit meh­re­ren Jah­ren über­fäl­lig — die Vor­aus­set­zun­gen für einen ech­ten Lärm­schutz für den Flug­ha­fen Tegel schnellst­mög­lich schaf­fen will und wie er sicher­stel­len will, dass Flü­ge ab und nach Tegel in der Nacht­zeit ab sofort die abso­lu­te Aus­nah­me sein wer­den. Mit die­ser Ant­wort steht und fällt die poli­ti­sche Glaub­wür­dig­keit des Senats.

  2. ich bin für ” Tegel schlie­ßen” Der BBR ist aus der Stadt im Durch­schnitt auch inner­halb einer hal­ben Stund erreich­bar ( RE vom Haupt­bahn­hof und S-Bahn)

  3. Ich kann mich allen Tegel-schlie­ßen-Befür­wor­tern nur anschlie­ßen! Vor knapp 5 Jah­ren sind wir in die Ein­flug­schnei­se über Pan­kow ein­ge­zo­gen, kurz vorm ver­meint­li­chen Eröff­nungs­ter­min des BER
    Immer wei­ter hof­fend, dass der unsäg­li­che Lärm, die tw. Angst und der Dreck end­lich auf­hö­ren, geben wir lang­sam auf. Dum­mer­wei­se ist die ange­spann­te Lage auf dem Ber­li­ner Woh­nungs­markt dazwi­schen gekom­men und wer glaubt, man kön­ne so ein­fach umzie­hen, hat kei­ne Ahnung.

  4. Der BER wird in Zukunft mit 2 Bus­li­ni­en , 2 S-Bahn­li­ni­en und min­des­tens einer
    RE Linie der DB erreich­bar sein. Die drei Bus­li­ni­en nach Tegel ste­hen dafür im-
    öfter im Stau auf der A 100 . War­um soll­te dann noch Tegel offen gehal­ten
    wer­den ? Im Durch­schnitt erreicht man den BER in ca 40 min. Je nach Stau
    über die A 1OO nach Tegel ist jeweils mehr als eine Stun­de ein­zu­pla­nen.

    1. Von Span­dau bis Schö­ne­feld mit dem Flug­ha­fen­ex­press 48 Minu­ten. Und der Zug hat sogar Toi­let­ten!

  5. Das wird wirk­lich zeit das die Welt­stadt Ber­lin einen gro­ßen Flug­ha­fen bekommt. Alle ande­ren Städ­te bekom­men das ja auch hin.

  6. Tegel offen hal­ten – zu wel­chem Preis?
    (Dr. Ralf Zep­per­nick)

    Wer ernst­haft für die Fort­füh­rung Tegels ein­tritt, muss gleich­zei­tig auf die mit sehr gro­ßer Wahr­schein­lich­keit zu erwar­ten­den erheb­li­chen Kos­ten und Risi­ken einer sol­chen Ent­schei­dung hin­wei­sen.
    Zur Opti­on „Tegel fort­füh­ren“ gehört (1.), dass dann der seit meh­re­ren Jah­ren völ­lig maro­de Flug­ha­fen Tegel (Stich­wor­te: abriss­rei­fe Hal­len, reno­vie­rungs­be­dürf­ti­ge Start­bah­nen, nicht mehr zumut­ba­re Toi­let­ten, völ­lig ver­al­te­te För­der­bän­der etc.) voll­stän­dig saniert wer­den müss­te. Ins­be­son­de­re müss­te der Flug­ha­fen dann an die heu­te (!) gül­ti­gen Anfor­de­run­gen für Feu­er­schutz und Sicher­heit ange­passt wer­den. Wei­te­re erheb­li­che Kos­ten und zeit­li­che Risi­ken wären die Fol­ge. Die jah­re­lan­gen Ver­zö­ge­run­gen des Flug­ha­fens BER hän­gen maß­geb­lich auch mit sehr schwie­ri­gen, bis heu­te nicht gelös­ten tech­ni­schen Pro­ble­men des Feu­er­schut­zes und der Sicher­heit zusam­men. Es ist schlech­ter­dings mehr als naiv zu glau­ben, ähn­li­che Pro­ble­me wür­den in Tegel nicht auf­tre­ten.
    Der Flug­ha­fen­chef Tegels hat die Kos­ten der Sanie­rung soeben über­schlä­gig auf rd. 1 Mrd. € geschätzt. Nach viel­fäl­ti­gen Erfah­run­gen mit Kos­ten­stei­ge­run­gen bei öffent­li­chen Groß­pro­jek­ten dürf­ten die tat­säch­li­chen Kos­ten aller­dings um ein Viel­fa­ches höher lie­gen. Nur zur Erin­ne­rung: Der neue Flug­ha­fen in Ber­lin soll­te ursprüng­lich 2 Mrd. € kos­ten. Bis heu­te sind vom Steu­er­zah­ler bereits Kos­ten in Höhe von 5,4 Mrd. € bezahlt wor­den — mit wei­ter stei­gen­der Ten­denz.
    Auch der Ver­such, die Fort­füh­rung Tegels (2.) mit nach­weis­li­chen Gewin­nen des Flug­ha­fens Tegel der letz­ten Jah­re schmack­haft zu machen, ist irre­füh­rend. Die Gewin­ne sind ganz maß­geb­lich dadurch zustan­de gekom­men, dass zwin­gend nöti­ge Repa­ra­tu­ren und Erneue­rungs­ar­bei­ten seit meh­re­ren Jah­ren unter­blie­ben sind. Tegel wur­de auf Ver­schleiß gefah­ren. Spä­tes­tens bei einer Fort­füh­rung Tegels wür­den die­se Kos­ten en bloc anfal­len und die Gewin­ne sofort erheb­lich ein­bre­chen. Einen wei­te­ren beträcht­li­chen Bei­trag zu den Gewin­nen lie­fern die (nicht zuläs­si­gen) Nacht­flü­ge auf Tegel, inzwi­schen auf fast 10.000 im Jahr ange­stie­gen. Sofern das vom Ber­li­ner Senat seit Jah­ren zuge­sag­te Nacht­flug­ver­bot strikt ein­ge­hal­ten wür­de, evtl. sogar durch Gerich­te erzwun­gen, wür­den die Gewin­ne Tegels wei­ter­hin spür­bar zurück­ge­hen. Nicht zu unter­schät­zen sind schließ­lich die per­ma­nen­ten Kos­ten bei der Bedie­nung von zwei statt nur eines Flug­ha­fens. Nach Ein­schät­zung der Betrei­ber ent­stün­den dadurch wei­te­re Kos­ten in einer Grö­ßen­ord­nung von 100 bis 200 Mio. € pro Jahr. Kurz­um, das Risi­ko, dass Tegel statt erfreu­li­cher Gewin­ne län­ger­fris­tig zu einer per­ma­nen­ten Ver­lust­quel­le und damit spür­ba­ren Belas­tung des Steu­er­zah­lers wür­de, ist nicht von der Hand zu wei­sen.
    Wei­te­re erheb­li­che Kos­ten ent­stün­den (3.), sofern Tegel fort­ge­führt wür­de, durch die dann zwin­gend zu finan­zie­ren­den Maß­nah­men für Schall­schutz. Nach den Erfah­run­gen von Schö­ne­feld ‚wo die ursprüng­lich geschätz­ten Kos­ten für Schall­schutz auf­grund der Urtei­le der Gerich­te inzwi­schen um ein Viel­fa­ches höher sind als die ursprüng­lich ein­mal ange­setz­ten Kos­ten (angeb­lich 700), besteht ein ähn­li­ches Risi­ko für Tegel. Nach einer Schät­zung der Flug­ge­sell­schaft dürf­ten die Kos­ten für Schall­schutz in Tegel min­des­tens in einer Grö­ßen­ord­nung von 400 Mio. €, lie­gen, ver­mut­lich aber noch wesent­lich höher.
    Wei­te­re heu­te über­haupt noch nicht bezif­fer­ba­re Kos­ten könn­ten (4.) durch Scha­dens­er­satz­an­sprü­che ent­ste­hen. Alle Regie­run­gen von Ber­lin haben in den letz­ten 20 Jah­ren den Men­schen die ver­bind­li­che Zusa­ge gege­ben, auch schrift­lich, dass Tegel geschlos­sen wird. Sofern die­se Zusa­ge gebro­chen wür­de, stellt sich sofort die Fra­ge: Wel­che Scha­dens­er­satz­an­sprü­che könn­ten betrof­fe­ne Bür­ger und Unter­neh­men vor Gerich­ten gegen die Ber­li­ner Regie­rung gel­tend machen? Nicht aus­zu­den­ken ist schließ­lich (5.), wel­che Kos­ten ent­stün­den, wenn das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt bei sei­ner bis­her ver­tre­te­nen Auf­fas­sung blie­be, Tegel müs­se sechs Mona­te nach Inbe­trieb­nah­me des neu­en Flug­ha­fens zwin­gend geschlos­sen wer­den.
    Auch das schein­bar wich­tigs­te Argu­ment der Befür­wor­ter, Ber­lin brau­che Tegel, da heu­te bereits über 32 Mil­lio­nen Pas­sa­gie­re pro Jahr abge­fer­tigt wer­den mit wei­ter­hin stei­gen­der Ten­denz, ist nicht stich­hal­tig . Ein Blick z.B. nach Lon­don Heathrow zeigt, dass dort – mit nur zwei Start- und Lan­de­bah­nen — sogar rd. 70 Mil­lio­nen Pas­sa­gie­re abge­fer­tigt wer­den kön­nen.
    Bei aller ver­ständ­li­chen Begeis­te­rung für Tegel: Es reicht nicht, die Wei­ter­füh­rung Tegels der Ber­li­ner Bevöl­ke­rung in den schöns­ten Far­ben zu schil­dern, die ganz erheb­li­chen Kos­ten und Risi­ken aber zu baga­tel­li­sie­ren oder gar zu igno­rie­ren. Die Men­schen in Ber­lin müs­sen sich ent­schei­den: Die Steu­er­zah­ler, also wir, haben ins­ge­samt bereits 5,4 Mrd. €, für das Mil­li­ar­den­grab des neu­en Flug­ha­fens BER bezahlt. Die meis­ten haben es nur noch nicht gemerkt. Wol­len die Steu­er­zah­ler – trotz die­ser schreck­li­chen Erfah­run­gen — sich wirk­lich auf das neue, zusätz­li­che Risi­ko eines min­des­tens zwei Mil­li­ar­den kos­ten­den Flug­ha­fens Tegel (wahr­schein­lich sogar wesent­lich mehr) ein­las­sen oder nicht? Wer dies ver­hin­dern will, muss bei dem Volks­ent­scheid am 24. Sep­tem­ber mit NEIN stim­men.

  7. Kann man das Flug­angst-Argu­ment bit­te strei­chen? Absturz­tech­nisch sind die Rou­ten ver­gleichs­wei­se unin­ter­es­sant. Einer der letz­ten Tegel-Abstür­ze hat Dall­gow-Döbe­ritz erwischt. Zudem fliegt ein erheb­li­cher Teil der Flü­ge unter­halb von 10.000 Fuß über Schö­ne­berg und Wil­mers­dorf mit vol­len Tanks, und zwar _nach_ der geflo­ge­nen Kur­ve. Das wird mit BER sogar mehr. Trotz­dem muss man kei­ne Panik ver­brei­ten. Schö­ne­ber­ger wie auch Wil­mers­dor­fer wer­den weder von Flug­zeu­gen von BER noch von TXL mit hoher Wahr­schein­lich­keit getrof­fen und in Flam­men­mee­re ver­wan­delt. Genau­so wie die ande­ren “betrof­fe­nen” Bezir­ke. Die Anzahl der Ver­kehrs­to­ten auf dem Boden ist erheb­lich höher ein­zu­stu­fen, als poten­zi­el­le Flug­un­glücks­zah­len. Und das kann auch ein Flie­ger sein, der aus Frank­furt nach Asi­en Ber­lin fliegt. Das sind dann sogar deut­lich mehr als 200.000 Liter Kero­sin. Auch von BER flie­gen Flug­zeu­ge mit sol­chen Wer­ten über Ber­lin. Und zwar regel­mä­ßig. Die Zahl ist aber auch nur Panik­ma­che. Ein Flug­zeug, dass von BER über Ber­lin mit 250.000 Litern Kero­sin abstürzt ist äußerst unwahr­schein­lich. Und ein Flug­zeug, dass mit 185.000 Litern von Tegel in Ber­lin abstürzt ist auch äußerst unwahr­schein­lich. Typi­sche Wer­te von Tegel und BER, die Ber­lin in Flam­men legen könn­ten lie­gen eher im Bereich von 10.000 bis 15.000 Litern. Das ist deut­lich weni­ger, als das, was in Ber­lin in Tank­wa­gen und Güter­wa­gen unter­wegs ist. Und um das klar­zu­stel­len: Auch da pas­siert nichts. Selbst wenn man mit einem Auto in einen Tank­wa­gen rein­fährt, muss schon ver­dammt viel schief­ge­hen, damit die Stadt explo­diert.

    1. Na dann erkun­di­ge dich mal bei der ber­li­ner Feu­er­wehr danach,wie oft es in den letz­ten zehn Jah­ren Groß­alarm gege­ben hat weil in Tegel etwas bei­na­he schief­ge­gan­gen wäre.
      Und ob ein Flie­ger vol­le oder lee­re Tanks hat spielt kei­ne gro­ße Rol­le wenn er
      dir direkt aufs Dach knallt.

      Freund­li­che Grü­ße aus der Schnei­se.
      K.

  8. Da steht, dass durch die Schlie­ßung Tegels etwa 300 000 Men­schen vom Flug­lärm befreit wer­den. Das sind doch wohl noch wesent­lich mehr! Ich schät­ze, es han­delt sich eher um 1 300 000 Men­schen!

    Wer jetzt den Betrof­fe­nen rät, doch ein­fach umzu­zie­hen, ver­gisst, dass eben die­sen Betrof­fe­nen seit über 20 Jah­ren ver­spro­chen wird, dass der Flug­ha­fen schließt.

    Wenn es in Tegel wenigs­tens eine Nacht­ru­he geben wür­de! In der Rea­li­tät ist das Nacht­flug­ver­bot längst aus­ge­he­belt. Jede Nacht star­ten und lan­den dort Maschi­nen! Und ganz beson­ders schön wird es immer, wenn in der Nacht am Boden an den Tur­bi­nen gear­bei­tet wird. Ein Rasen­mä­her vorm Fens­ter ist Musik dage­gen!

    Das Gebiet, das vom Flug­lärm betrof­fen ist, ist rie­sig und zieht sich von Marzahn/Hellersdorf über Wei­ßen­see, Pan­kow, Wed­ding, Rei­ni­cken­dorf-Süd, Char­lot­ten­burg-Nord, Span­dau bis hin­ter die Stadt­gren­ze bei Staa­ken. In die­sem rie­si­gen Gebiet woh­nen zum größ­ten Teil Men­schen, die sich mit eher beschei­de­nen Mit­teln halb­wegs hübsch wohn­lich ein­ge­rich­tet haben und eben nicht so ein­fach über die finan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten ver­fü­gen, woan­ders­hin zu zie­hen! Die froh sind, dass sie sich um das The­ma “Woh­nung ein­rich­ten” nicht mehr sor­gen müs­sen und dass sie mit ihrem Ein­kom­men eini­ger­ma­ßen gut leben kön­nen ohne in Hartz IV zu rut­schen und ohne im Alter auf die Grund­si­che­rung ange­wie­sen zu sein. Und die sich seit über 20 Jah­ren dar­auf ver­las­sen, dass Tegel schließt. Weil sie sonst von Anfang an woan­ders hin­ge­zo­gen wären.

    Lei­der sind dies eben auch die Men­schen, um die sich die Poli­tik wenig schert.

    In dem Gebiet, das vom Flug­lärm des BER betrof­fen ist, woh­nen natür­lich ganz ande­re Leu­te! Und die­se Leu­te ver­fü­gen über ganz ande­re Mit­tel, um sich gegen die Errich­tung eines Flug­ha­fens zu weh­ren!

    Ist denn noch nie jeman­dem auf­ge­fal­len, dass es wirk­lich ein sehr, sehr gro­ßer Zufall ist, dass die vie­len, vie­len Bau­män­gel ent­deckt wur­den, kurz nach­dem bekannt wur­de, dass die Flug­rou­ten des BER über das süd­li­che Ber­lin füh­ren wür­den?

    Wie vie­le bau­li­che Män­gel gibt es denn inzwi­schen in Tegel! Die gan­ze Anla­ge ist völ­lig ver­al­tet!

    Ich bin mir ganz sicher: Wenn ein­mal eine Maschi­ne über dem Kurt-Schu­ma­cher-Platz abschmiert und es auf der Stel­le 500 Tote gibt und davon 300 am Boden, weil das Gebiet eben dicht besie­delt ist, dann geht es mit der Eröff­nung des BER plötz­lich ganz, ganz schnell!

    1. Genau, und wenn eine Maschi­ne aus Schö­ne­feld bzw BER über Wil­mers­dorf “abschmiert” wird das nicht min­der dra­ma­tisch. Die Men­schen im Süden von Ber­lin müs­sen dann genau­so lei­den, schon mal dar­an gedacht?

  9. Im Zeit­al­ter der Die­sel­af­fä­re ist es ja wohl mal an der Zeit, auf das Abgas­pro­blem der Flug­ap­pa­ra­te beson­ders hin­zu­wei­sen. Wäh­rend bei den Die­sel­fahr­zeu­gen um jedes tau­sends­tel Nano­gramm gestrit­ten wird, dür­fen die Flug­ap­pa­ra­te jede Meneg schäd­li­che Stof­fe über uns abla­den. Hat sich dar­um schon jemand geküm­mert ? Wo sind denn die Sau­ber­män­ni­nen von dem Grü­nen ? Ver­mut­lich gera­de im nächs­ten Flie­ger nach irgend­wo. Und dann, nicht zu ver­ges­sen, das Ablas­sen von Treib­stoff vor der Lan­dung, wenn davon mal zuviel an Bord war. Gera­de bei der der­zei­ti­gen Abgas­hys­te­rie mit dem Die­sel soll­te die­ser Asapekt mal in den Vor­der­grund der Kmap­ga­gne grückt wer­den.

    1. Genau! Da kom­men wir wie­der dahin, was ich ja bereits hier in die­ser Dis­kus­si­ons­run­de schrieb: Ein Flug­ha­fen gehört nicht in die Stadt son­dern
      weit genug drau­ßen. Ist die Nähe vom Wohn­ort zu mei­nem Flug­ha­fen wich­ti­ger
      als mei­ne Gesund­heit? In wel­cher Zeit leben wir denn? Doch wohl nicht im
      Mit­tel­al­ter — die Leu­te hat­ten damals wenigs­tens kein Flug­ha­fen­pro­blem!

    2. Gutes Argu­ment.
      Bloß das es beim Die­sel nicht um Nano­gramm geht son­dern darum,das selbst die neu­es­ten Model­le die Aus­stoß-Grenz­wer­te um das 6–8 fache über­stei­gen.
      Wie das wohl bei Flug­zeu­gen aus­sieht?
      Alles was ich gehört habe läuft dar­auf hinaus,das Kero­si­nab­ga­se wohl 10% des glo­ba­len Kli­ma­gas­aus­sto­ßes bedin­gen.
      Natür­lich mit stei­gen­der Ten­denz…

  10. Ber­lin, die Haupt­stadt der Ver­sa­ger ! Ver­sa­gen und Ver­sa­ger ohne Ende. Immer wie­der neue Bei­spie­le in allen Berei­chen des Stadt­le­bens, ob Ver­kehrs­pla­nung ohne Flug­ha­fen­trans­fer­lö­sung oder Woh­nungs­bau ohne Schall­schutz. Das BER-Ver­sa­gen soll nun kaschiert wer­den mit der Initia­ti­ve für ein wei­te­res Ver­sa­gen, denn genau das wird es wer­den, wenn die ers­te Mil­li­ar­de ver­bra­ten ist und die zwei­te benö­tigt wird.

  11. Für mich sind die Tegel- Befür­wor­ter ein­fach Ego­is­ten. Objek­ti­ve Grün­de gibt es kaum, jeden­falls kei­ne die gegen 300.000 Lärm­ge­schä­dig­te und immense Kos­ten (zwei Flug­hä­fen snd immer teu­rer als einer, auch im betrieb) ankom­men. Eine nach­hal­ti­ge Ver­kehrs­pol­tikt geht auch nicht von immer anhal­ten­den Flug­gast­zah­len aus, son­dern ver­sucht ihn zumid­nest in gren­zen zu hal­ten.
    Die Feh­ler beim BER sind trau­rig, aber mit Tegel- behal­ten haben sie nichts zu tun.

  12. Alle bekann­ten Bür­ger­initia­ti­ven und sons­ti­gen Initia­ti­ven, die Tegel schlie­ßen wol­len haben zu kei­nem Zeit­punkt gefor­dert, dass der Flug­ha­fen Tegel vor der Inbe­trieb­nah­me der bei­den Lan­de­bah­nen am Flug­ha­fen BER geschlos­sen wer­den soll. Nie­mand for­dert, die ver­füg­te Frist von 6 Mona­ten zu ver­kür­zen oder gar zu strei­chen. Unse­re dies­be­züg­li­chen Ver­öf­fent­li­chun­gen las­sen kei­ne ande­ren Schlüs­se zu. Wenn etwas ande­res behaup­tet wird, dann ist das eine Lüge. Die Schlie­ßung der inner­städ­ti­schen Flug­hä­fen Tem­pel­hof und Tegel war sowohl eine Bedin­gung für den Aus­bau von Schö­ne­feld zum BER (vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt als letz­te Instanz aus­drück­lich bestä­tigt) als auch ein Beschluss des Ber­li­ner Senats, dies umzu­set­zen. Allen betrof­fe­nen Bür­gern wur­de das Ver­spre­chen gege­ben, dass an die­sem Beschluss fest­ge­hal­ten wird. Auf nichts ande­res haben sich die­se Men­schen ver­las­sen. Des­halb haben sie sich auch in Geduld geübt und die Beläs­ti­gun­gen wei­ter­hin in Kauf genom­men. Dass sie nun so lan­ge auf die Ein­lö­sung die­ses Ver­spre­chens war­ten müs­sen, kann man ihnen nicht anlas­ten. War­um sol­len sie jetzt ihre Woh­nun­gen oder Häu­ser ver­las­sen oder sogar mit Ver­lust ver­kau­fen (die Tegel­schlie­ßung war schon vie­le Jah­re vor­her ein­ge­preist!), wenn dann in abseh­ba­rer Zeit der BER eröff­net und Tegel schließt. Dar­auf war­ten genau die Spe­ku­lan­ten. Bei all die­sen Betrach­tun­gen ist es völ­lig irrele­vant, wie sich die Situa­ti­on in ande­ren Städ­ten die­ser Welt dar­stellt. Ber­lin ist Ber­lin und nicht Lon­don, Madrid, Rom , Paris, New York oder Mos­kau.

  13. JA!!! Nein zur Offen­hal­tung von Tegel und das ganz groß. NEIN.

    Lei­der habe ich das Gefühl, dass die Öffent­lich­keit in Ber­lin, die­je­ni­gen, die abstim­men, sich von den ‘gefühl­ten Wahr­hei­ten’ der Redels­füh­rer um die Initia­to­ren der Volks­ab­stim­mung durch­aus deut­lich beein­flus­sen las­sen, gera­de dann, wenn sie in von der The­ma­tik nicht betrof­fe­nen Bezir­ken leben.

    Daher hof­fe ich, dass die­se Initia­ti­ve und ihre Unter­zeich­ne­rIn­nen die ‘poli­ti­sche Som­mer­pau­se’ und/oder die ‘gro­ßen Feri­en’ nicht ver­strei­chen las­sen, son­dern aktiv wer­den. Sicht­bar wer­den. Denn: Nur weil die Mehr­heit für NEIN stim­men wür­de, wenn sie eine oder meh­re­re Gele­gen­hei­ten hät­ten, sich sach­lich, klar und leicht zugäng­lich mit dem The­ma aus­ein­an­der zu set­zen, heißt das nicht, dass das sug­ges­ti­ve Wer­be­kon­zept der FDP an sei­nem Auf­ge­hen gehin­dert wer­den kann, ohne, dass alle Geg­ner sich for­mie­ren.

    Geschieht dies, bin ich sehr ger­ne auch dabei!

  14. Ein Flug­ha­fen gehört wirk­lich nicht in die Stadt. Wir woh­nen in der Bad­stra­ße am Gesund­brun­nen. Der Lärm ist uner­träg­lich. Die Flug­zeu­ge schwir­ren direkt an unse­rem Schlaf­zim­mer vor­bei — ab 6 Uhr ist die Nacht um. Selbst mit Ohro­pax. Bei Gewit­ter kriegt man Angst, dass die einen auf den Kopf fal­len. Dann die Umwelt­be­las­tung für die Men­schen in ganz Ber­lin. Längst über­fäl­lig also, dass Tegel end­lich Geschlos­sen wer­den soll­te. Ich den­ke außer­dem, dass es mehr als 300.000 Leu­te sind, die von dem Lärm betrof­fen sind. Selbst in Prenz­lau­er Berg bekommt man den Flug­lärm noch deut­lich mit.

  15. end­lich eine Initia­ti­ve, die Sinn macht und die Poli­ti­ker an ihre Ver­spre­chen erin­nert. Seit mitt­ler­wei­le 20 Jah­ren war­ten wir auf einen ange­mes­se­nen Lärm­schutz wegen des immer wei­ter stei­gen­den Flug­ver­kehrs in Tegel. Immer wie­der wur­de gesagt, dass wir ja kei­nen Lärm­schutz benö­ti­gen, da Tegel sowie­so geschloss­sen wird. Und jetzt! Wahl­kampf einer abge­wähl­ten Par­tei auf Kos­ten der Gesund­heit von tau­sen­den Anwoh­nern , die unter dem immer dich­te­ren Flug­ver­kehr nicht nur in Ber­lin, son­dern auch im Bran­den­bur­ger Umland lei­den. Wir woh­nen in Dall­gow-Döbe­ritz. Über unse­rem Haus befin­det sich die Ein­flug­schnei­se von und nach Tegel. Wir haben die Nase bzw. die Ohren voll!Tegel kann und muss geschlos­sen wer­den. Es gibt wich­ti­ge­re Nut­zungs­mög­lich­kei­ten für das Gelän­de des Flug­ha­fens:
    — ange­mes­se­ner Wohn­raum und Gewer­be für mehr Arbeits­plät­ze.
    Dafür lohnt sich Wahl­kampf.

  16. Wir woh­nen in der Nähe von Span­dau in Bran­den­burg. Die Flug­zeu­ge flie­gen bei uns mit Ohren betäu­ben­den Lärm genau über unser Haus. Dann kann man im Gar­ten ein Gespräch nicht mehr fort­set­zen, weil es so laut ist. Ich habe von einer App gehört ,
    die Laut­stär­ke misst. Das wer­de ich mir wohl anschaf­fen um den Lärm zu mes­sen.
    Tegel muss weg ! Alle Grün­de für die Erhal­tung Tegels sind nur Sen­ti­men­ta­li­tä­ten!

    1. Wie­so zie­hen Sie dann nicht weg? Es gibt tau­sen­de prak­ti­sche Grün­de die nichts mit sen­ti­men­ta­li­tä­ten zu tun haben, war­um Tegel blei­ben muss! (Wenn es einen funk­tio­nie­ren­den gro­ßen Flug­ha­fen BER geben wür­de der gut genug ange­bun­den ist könn­te Tegel wirk­lich weg) aber den gibt es nun­mal nicht!!! Und das ist kei­ne Aus­le­gungs­sa­che.

      1. Weg­zie­hen trotz ein­deu­ti­ger Kon­di­tio­nen und Rechts­la­ge??? Die­ser Kom­men­tar ist eben­so zynisch wie idio­tisch! Sowas kann nur vo einem FDP-Wäh­ler kom­men! Viel­leicht zie­hen Sie bes­ser aus die­ser Stadt oder zumin­dest in die Nähe vom BER — da kön­nen Sie mal live erle­ben, was die Bür­ger hier seit Jahr­zehn­ten aus­hal­ten!

      2. @ Kom­men­tar: “War­um zie­hen Sie denn nicht weg?” Wenn Sie mir einen Vor­schlag machen, wo man im woh­nungs­knap­pen Ber­lin hin­zie­hen kann, dann ger­ne.

  17. Weg mit tegel. von mor­gens um 6 uhr bis abends 23 uhr alle 2 minu­ten start/landung und das schon spuehr­bar hoer­bar ubahn vine­ta­stras­se. Und bit­te die kos­ten fuer den soge­nann­ten volks­ent­scheid­s­in­itia­ti­ve der fdp, den auch in rech­nung stel­len …:)

    1. Man kann sogar bei geschlos­se­nen Fens­tern mit Dop­pel­ver­gla­sung den Flug­lärm noch deut­lich hören. Und auf dem Bal­kon sit­zen geht schon gar nicht mehr.

      1. schon gar nicht mehr”.…..und das ist erst seit wann so? ist das etwas neu­es? Das war doch schon immer so.…und wenn der BER eröff­net und Tegel nur einen Teil der Mschi­nen hat, dann wird es so wie frü­her in tegel, sprich : viel weni­ger. Aber ohne geht nun­mal nicht da es kei­nen gut funk­tio­nie­ren­den und ange­bun­de­nen Flug­ha­fen BER gibt!!! War­um zie­hen Sie nicht weg?

        1. @Komentator.

          Bist du 16 oder was?
          Lebst du über­haupt in Ber­lin?
          Schon mal den ber­li­ner Miet-und Immo­bi­li­en­markt ange­schaut?
          Hältst du die Umsied­lung von halb Nord­ber­lin echt für die bes­se­re Opti­on
          als die Schlie­ßung des Mau­er­stadt­re­lik­tes Tegel?

          Sol­che Äus­se­run­gen las­sen mich ernst­haft am Sinn des all­ge­mei­nen Wahl­rech­tes zwei­feln.
          Flieg lie­ber weni­ger und bleib am 24.Sept. bit­te daheim.

    1. Wie wahr! Da ver­sucht sich Herr Cza­ja man­gels sub­stan­zi­el­ler eige­ner The­men in unver­fro­ren popu­lis­ti­scher Manier auf dem Rücken Hun­dert­tau­sen­der seit zig Jah­ren lärm­be­läs­tig­ter Ber­li­ner Tegel-Anrai­ner zu pro­fi­lie­ren! Dar­an kann man erken­nen, wohin die Rei­se gehen wird, soll­te die­se unsäg­li­che Ex-Pünkt­chen-Par­tei unter dem smar­ten Herr Lind­ner ab Sep­tem­ber wie­der Züng­lein an der Waa­ge des Regie­rungs­ka­rus­sells spie­len dür­fen! Wo bleibt eigent­lich end­lich der mas­si­ve Auf­stand ALLER Bür­ger von Rei­ni­cken­dorf, Pan­kow und Tegel gegen die­ses blöd­sin­ni­ge Unter­fan­gen “Pro Tegel” eini­ger poli­ti­scher Wich­tig­tu­er? Schmerzt der Flug­lärm noch nicht genug? Bewegt euch end­lich in Mas­sen “Gegen Tegel”!

    2. Herr Cza­ja scheint (pri­vat) wohl nicht vom Flug­lärm betrof­fen zu sein. Typi­scher Wahl­ak­tio­nis­mus!

  18. Das ist ein sehr guter Voschlag! Das wün­sche ich mir für den Stadt­flug­ha­fen auch. Raus aus der Stadt!!!

    1. Ein Flug­ha­fen gehört nicht in die Stadt! Lärm­be­läs­ti­gung, Abga­se und nicht zuletzt
      die Sicher­heit aller Flug­schnei­sen­an­woh­ner sind in ers­ter Linie zu berück­sich­ti­gen.
      Vie­le ande­re Städ­te auf der Welt machen uns dies vor. Eine lös­ba­re Auf­ga­be.
      André

      1. wel­che Städ­te genau? Ich kann Ihnen genau erklä­ren wo in Städ­ten wie Lon­don selbst die Ein­flug­schnei­se für den rie­sen Flug­fha­fen heathrow über 25kilometer stadt­ge­biet ver­läuft. und in Rom ciam­pi­no? und in Mai­land Lina­te? und in Düs­sel­dorf (Mönchengladbach/krefeld…alles ein­flug­schnei­se) und in frank­furt Mainz und alle Häu­ser dazwi­schen?
        nie­mand hat etwas dage­gen Tegel zu schlie­ßen, wenn es einen ver­nünf­ti­gen Flug­ha­fen BER gäbe (beto­nung kon­juk­tiv) der gut ange­bun­den und genug groß wäre und (end­lich eröff­net würde).…so einen gibt es aber nicht!! oder?

        1. Es wird ihn geben!!
          Der BER kann in der Zukunft genau­so erwei­tert wer­den, wie das in TXL und Schö­ne­feld schon jetzt der Fall ist, näm­lich mit leich­ten Well­blech­hal­len, die ganz offen­sicht­lich ihren Zweck erfüllen.….zu mehr ist Ber­lin anschei­nend sowie­so nicht imstan­de ..das reicht doch!
          Tegel als net­ten klei­nen Regie­rungs­flug­ha­fen und für pri­va­te Zwe­cke offen zu hal­ten erscheint mir recht eigen­nüt­zig von Herrn Cza­ja. Dafür 10.000 drin­gend benö­tig­te Woh­nun­gen, 20.000 Arbeits­plät­ze und die Gesund­heit von 300.000 Men­schen zu opfern steht in über­haupt kei­nem Ver­hält­nis.

  19. End­lich! Auf die­se Initia­ti­ve habe ich gewar­tet!
    Ich bin schon immer gegen Tegel. Er ist mit öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­tel für uns nur per Bus (TXL) erreich­bar, oder per Taxi. Da muß­ten wir bis­her für die Anfahrt viel Geduld haben wegen der stän­di­gen Staus, auch bei Fahrt in die Stadt! Uner­träg­lich auch das Gedrän­ge mit Gepäck im Bus.
    Nach Schö­ne­feld kom­me ich ganz ent­spannt, mit viel Platz für mich und das Gepäck, mit Regio oder S-Bahn.

    1. und wo ist das Pro­blem bei­de zu behal­ten und man wählt dann eben BER(schönefeld) wenn man den bus nicht mag? wis­sen Sie dass Sie in einer Welt­stadt leben? (nicht ver­gleich­bar mit irgend­ei­ner ande­ren deut­schen Stadt.…nicht Düs­sel­dorf nicht Mün­chen…) son­dern eher London/Moskau/Paris/Mailand…etc. gibt es da eine ein­zi­ge davon, die so ein Flug­ha­fen­pro­blem hat wie Ber­lin?

      1. Kei­ne der genann­ten Städ­te hat so ein Flug­ha­fen­pro­blem wie Ber­lin, weil die über moder­ne und siche­re Flug­hä­fen ver­fü­gen und ihre Flug­gäs­te nicht von einem völ­lig ver­al­te­ten und kei­nen neu­en Ansprü­chen genü­gen­den Flug­ha­fen wie TXL in die Welt flie­gen las­sen. Kei­ner der genann­ten Flug­hä­fen ist annä­hernd so maro­de wie Tegel und kei­ner liegt mit­ten in der Stadt

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