Thermografie- und Kalibrierungsflüge

Liebe MitstreiterInnen,

der Fluglärmschutzbeauftragte Dr. Frank Rosin befindet sich seit Ende vergangenen Jahres im Ruhestand. Nunmehr ist sein Nachfolger Mirko Sticht auf der Internetseite der Fluglärmschutzkommission veröffentlicht worden. Ich bitte um Kenntnisnahme

http://www.berlin.de/senuvk/verkehr/politik_planung/luft/tegel/fluglaermschutzkommission.shtml

Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
Oberste Luftfahrt- und Luftsicherheitsbehörde
Rungestr. 29, 10179 Berlin

Mirko Sticht
Tel.: 030 9025-1410
Fax: 030 9025-1679
E-Mail: mirko.sticht@senuvk.berlin.de

Thermografie-Befliegungen

Im Auftrag von Vattenfall finden wieder nächtliche Überflüge des Berliner Stadtgebietes statt. Zu Details verweise ich auf die beigefügte Presseinformation. Nach einer zusätzlichen Auskunft sollen die Flüge (in Abhängigkeit von den Witterungsbedingungen) im Zeitraum vom 20.02.2018 – 23.02.2018 stattfinden.

Kalibrierungsflüge der Deutschen Flugsicherung

Wie alljährlich finden wieder Vermessungsflüge am Flughafen Tegel statt. Die DFS Deutsche Flugsicherung lässt damit das Instrumentenlandesystem überprüfen. Das Instrumentenlandesystem (ILS) ermöglicht es den Piloten, auch bei schlechten Witterungsverhältnissen und nahezu ohne Sicht sicher zu landen. Hierzu muss die Genauigkeit der gesendeten Signale regelmäßig überprüft werden.

Vorgesehen sind die folgenden Tage (jeweils mit Ausweichtermin):

 

07.04.18     ILS 08L     (links = Nordbahn)
11.04.18     Reserve
26.05.18     ILS 26R     (rechts = Nordbahn)   Flugrichtung nach Westen
02.06.18     ILS 26L     (links = Südbahn)
18.06.18     Reserve

Als Fluggerät soll wieder eine King Air 350 eingesetzt werden.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Rolf-Roland Bley
Bürgerinitiative gegen das Luftkreuz auf Stadtflughäfen

Besuchen Sie auch die Homepage des Bündnisses

Stellungnahme der Bürgerinitiativen im Bündnis „Tegelschliessen-Zukunftöffnen“ zum Gutachten von Dr. Paetow zu Tegel

Das Gutachten gibt es als PDF bei berlin.de

Als Erstes möchten wir feststellen, dass die Aussagen und Einschätzungen, die Dr. Paetow in seinem Gutachten zur Rechtslage bezüglich einer dauerhaften Offenhaltung von Tegel trifft, grundsätzlicher Natur sind und nicht nur den derzeitigen sondern auch jeden nachfol- genden Senat, unabhängig von seiner Zusammensetzung, betreffen würde.

Daraus kann geschlossen werden, dass alle diejenigen die glauben, durch eine Verfas- sungsklage oder Abwahl des RRG Senats einer Stellungnahme der Bürgerinitiativen im Bündnis „Tegelschliessen-Zukunftöffnen“ zum Gutachten von Dr. Paetow zu Tegel weiterlesen

Bündnis bittet um ein Gespräch mit Senatorin Regina Günther

Das Bündnis „Tegel schliessen – Zukunft öffnen“ bittet die Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Regine Günther (Bündnis 90/ Die Grünen), um einen Gesprächstermin.

Berllin, 19. Januar 2018

Sehr geehrte Frau Senatorin Günther,

vielen Dank für das kurze Gespräch am 11. Januar 2018 im Abgeordnetenhaus. Wir möchten an Ihre Zusage für Bündnis bittet um ein Gespräch mit Senatorin Regina Günther weiterlesen

Dr. Paetow zeigt den „Tegel-Rettern“ die Rote Karte

Der Berliner Senat DARF wegen der Gesetzeslage gar nicht der Aufforderung des Volksentscheids folgen.

Das Gutachten gibt es als PDF bei berlin.de

Interessant ist die Zusammenfassung der Ergebnisse ab Seite 69 des Dokuments: Kernaussagen zum Umgang mit dem Volksentscheid


Lesen Sie auch den Artikel im Tagesspiegel vom 16. Januar 2018: 

Gutachter des Senats: TXL muss schließen

Sechs Monate nach BER-Eröffnung kommt das Ende für den alten Flughafen. Der frühere Bundesrichter Paetow bestätigt die Auffassung der Landesregierung – mit einer Einschränkung.  Zum Artkel

 

 

Pressemitteilung zur Eröffnung der Schnellfahrstrecke Berlin-München

Pressemitteilung | Berlin, 8. Dezember 2017

Statement des Bündnisses „Tegel schliessen. Zukunft öffnen.“ Zur Eröffnung der
Neubaustrecke der Bahn zwischen Berlin und München – Chance unnötigen
Flugverkehr zu vermeiden.

Klaus Dietrich und Janik Feuerhahn, Sprecher des Bündnisses “Tegel schliessen.
Zukunft öffnen” erklären dazu:

„Die deutlich verkürzte Fahrzeit mit der Bahn von Berlin nach München ist eine große Chance, unnötige innerdeutsche Kurzstreckenflüge zu vermeiden. Unter vier Stunden bis München sind ein gutes Argument, vom Flugzeug auf die Bahn umzusteigen. Damit ist man mit der Bahn unter Berücksichtigung von Anreise und Sicherheitscheck beim Fliegen fast genauso schnell in München, aber deutlich entspannter. Wir brauchen noch mehr solcher schnellen Direktverbindungen zwischen deutschen Städten, die attraktive Alternativen zum Fliegen darstellen. Weniger Flugverkehr heißt weniger Lärmbelastung für die Anwohner und damit mehr Lebensqualität. Auch die Umwelt profitiert: Während die Bahn mit Ökostrom klimaneutral unterwegs ist, sind gerade Kurzstreckenflüge für das Klima besonders schädlich. Zudem ist der Flugverkehr an innerstädtischen Flughäfen wie Tegel für einen großen Teil der Feinstaubbelastung in Berlin verantwortlich. Schnelle Bahnverbindungen sind die bessere Alternative.“

Für die Bürgerinitiativen „Tegel endlich schliessen“, Goodbye Tegel, Danke Tegel. Es reicht, BI gegen das Luftkreuz, Pankow sagt Nein zu TXL, Himmel über Berlin, Einer für Alle, Zukunftswerkstatt-Heinersdorf und Flora-Kiez sagt Nein zu Tegel

Logo von Tegel schllißen. Zukunft öffnen.

  

     

 

2000 Tage BER-Nichteröffung

Ein Kommentar von Klaus Dietrich zu zwei Artikeln in der Berliner Zeitung und im Tagesspiegel:

Tagesspiegel
2000 Tage BER-Nichteröffnung: Was rund um den Flughafen sonst noch Ärger macht

Berliner Zeitung
Flughafen BER: 2000 Tage Warten auf die Eröffnung

BER TÜV-Mängelbericht

Was ist eigentlich los am BER? Nun taucht wieder einmal in der Presse ein Bericht auf, der wesentliche Technik-Mängel auflistet, die eine Eröffnung des BER in noch weitere Ferne rücken sollen.

Die FBB sah sich zu einer Stellungnahme genötigt, was ein klarer Beweis für die schlechte Informationspolitik ist. Was wir in der Stellungnahme der FBB zu lesen bekommen zeigt wie notwendig es ist, dass die Medien durch ihre Berichte die Öffentlichkeit über Sachstände am BER informieren, die uns sonst vorenthalten würden.

Aus unserer Sicht mangelt es insgesamt an Transparenz im Projekt BER. Die Aussage, dass es sich beim TÜV Bericht nicht um ein geheimes oder unbekanntes Papier
handelt ist nicht wirklich nachvollziehbar. Bei der vorherrschenden Informationspolitik der FBB und der Aufsichtsgremien dürfen die Herrschaften sich nicht wundern, wenn
es immer wieder „neue“ Meldungen gibt, die dann nur mühsam wieder eingefangen werden können. Der TÜV-Bericht, welcher sogar über „systemische“ Mängel berichtet, war
der Öffentlichkeit so nicht bekannt.

Es sind immer die gleichen Kategorien, die in diesen Berichten auftauchen, schon seit drei Jahren. Im neuesten Bericht des TÜV-Rheinland ist sogar von „systemischen“ Fehlern die Rede. Es erweckt den Anschein, als wenn es seit mehr als drei Jahren praktisch keinen Baufortschritt mehr gegeben hat.

Die FBB spricht in ihrer Stellungnahme ja auch von „wesentlichen“ Mängeln in verschiedenen Bereichen. Eigentlich hatten wir geglaubt, dass die Phase der wesentlichen Mängel nun eigentlich vorbei sei und „nur“ noch Nachbesserungen erforderlich sind. Die vom TÜV festgestellten wesentlichen Mängel betreffen die Anlagen im Main Pier Nord und davon auch nur ausgesuchte Teilbereiche. Wie lang die Liste der noch offenen Punkte ist, bleibt weiter im Verborgenen und „systemische“ Fehler werden im Anlagenbau meistens nicht in wenigen Wochen beseitigt. Da müssen häufig neue Pläne erstellt und genehmigt werden.

Was sagen eigentlich die Genehmigungsbehörden dazu. Sie haben schließlich die Pläne und Änderungen genehmigt.

Die Aussage im Abschnitt bezogen auf „Zur Validierung der verbindlichen Pläne….“ ist insgesamt bezeichnend. Wenn Pläne verbindlich sein sollen, dann hätte man sie vorher „validieren“ müssen. (Validieren heißt ja, auf ihre Stringenz und Tragfähigkeit prüfen). Wenn nun die Validierung durch den TÜV negativ ausfällt, dann fällt wohl auch die Verbindlichkeit der Terminpläne. Das was dann weiter in den Ausführungen der FBB folgt, liest sich nicht unbedingt wie ein Dementi der Terminaussage 2021.

Es bleibt abzuwarten, welches „Weihnachtsgeschenk“ uns Herr Lütke-Daldrup am 15.12. auf den Gabentisch legen will. Wenn die Terminaussage dann nicht mit einer glaubwürdigen Begründung unterlegt wird, dann werden die Zweifel bleiben und die Diskussionen nicht enden. Es gibt auch Geschenke, die man eigentlich gar nicht haben will.

Wie soll man das nun alles bewerten? Drei verschiedene Schlussfolgerungen drängen sich auf:

  1. Die Technik-Vorgaben waren/sind falsch (falsches Konzept, falsche Technik).
  2. Die beteiligten Firmen sind unfähig, die Vorgaben umzusetzen (falls 1 nicht zutrifft).
  3. Die Fertigstellung wird systematisch verhindert (Sabotage), weil bestimmte Gruppen einen Vorteil davon haben.

Man gewinnt immer mehr den Eindruck, dass die Karre völlig in den Dreck gefahren ist, aber keiner will uns die Wahrheit sagen. Auf der „letzten“ Meile kommen nun alle früheren Versäumnisse und gravierenden Fehler voll zum Tragen. Es wird klar, dass der politische Aufsichtsrat nicht in der Lage war, dieses Großprojekt zielführend und erfolgreich zu begleiten. Der Mangel an Fachkompetenz hat verhindert, dass die Planungs- und/oder Ausführungsfehler rechtzeitig erkannt und abgestellt werden. Die Politik greift bis heute mit fadenscheinigen Argumenten in das Operative Geschäft der FBB als Bauträger ein.

Aus allen drei genannten Möglichkeiten wird jedoch eines klar: Es müssen Ross und Reiter genannt werden, die in diesem Desaster die Verantwortung tragen, um sie dann auch zur Rechenschaft zu ziehen. Wir fordern eindringlich Transparenz und Offenlegung aller Berichte und Gutachten und keine weitere Geheimniskrämerei.

Man muss sich das nur einmal vor Augen führen was da eigentlich abläuft: Laut TÜV-Bericht kommt eine Eröffnung des BER kaum vor 2021/2022 in Frage. Das sind von heute an noch 3-4 (VIER) Jahre! In der selben Zeit werden in anderen Ländern ganze Flughäfen neu gebaut. Ist der Bauzustand tatsächlich so katastrophal, dass das etwa damit gemeint ist, still und heimlich praktisch neu bauen?

Wie will der Senat und alle politisch Verantwortlichen jetzt mit der „neuen“ Situation umgehen? Am 31.12.2019 läuft die „LEX-Tegel“ aus und die Anwohner von Tegel haben Anspruch auf Lärmschutz. Die Betroffenen Menschen werden dann den gleichen Lärmschutz einfordern, wie das am BER der Fall ist.

Wenn jetzt nicht gehandelt wird, dann ist spätestens am 31.12.2019 der GAU zu erwarten.

Herr Lütke-Daldrup kann am besten dadurch Vertrauen schaffen oder wieder herstellen, indem er in kurzen Abständen der Öffentlichkeit Einsicht in den Baufortschritt gibt. Dazu reicht es aber nicht aus, dies durch wenig nachvollziehbare Verlautbarungen bewerkstelligen zu wollen, wir wollen es sehen. Es gibt genügend sachverständige Mitstreiter in den Reihen der Bürgerinitiativen, die den Ausführungen vor Ort sehr
gut folgen könnten.

Lufthansa verlängert den Einsatz der Jumbo-Flüge über Tegel

Ein Kommentar von Klaus Dietrich zu dem Artikel in der Berliner Zeitung:

Lärmbelastung für Pankow: Lufthansa verlängert Jumbo-Einsatz

Wie zu erwarten, hat die Lufthansa angekündigt, den Einsatz der Jumbo Dreck- und Lärmschleudern bis zum 21. Dezember zu verlängern.
Die Begründung lautet, dass es darum geht, den hohen Bedarf zu decken. Obwohl die Preise für innerdeutsche Flüge wegen der AirBerlin Pleite um fast 50% gestiegen sind, behauptet die Lufthansa, dass die Jumbo-Flüge angeblich nicht Kosten deckend sind. Die Lufthansa als Samariter der preis-geschundenen Passagiere.

Übrigens sind viele Passagiere nach dem Ausfall der AirBerlin auf die Schiene umgestiegen. Da kann man nur hoffen, dass sie dabei bleiben wenn sie erst einmal merken, dass sie dadurch kaum später aber dafür wesentlich stressfreier an ihr Ziel kommen. Wahrscheinlich ist es eher das, was die Lunfthansa fürchtet.

Außerdem, warum können die Dreck- und Lärmschleudern nicht eigentlich von Schönefeld aus starten? Wenn man sich die Entwicklung der Flugbewegungen und Passagierzahlen am SXF anschaut, dann gewöhnen sich jetzt schon immer mehr Passagiere daran, von Schönefeld aus zu fliegen (bis 09/2017 ein Wachstum SXF von 16,5%, TXL mit -3,8%). Ein Problem mit den Slots am SXF scheint es ja auch nicht zu geben, sonst gäbe es ja keine Steigerung der Flugbewegungen (bis 09/2017 SXF um 10,5%, TXL mit 1,1%).

Die Lufthansa unterstützt damit weiter die Rücksichtslosigkeit der Bequemen und Egoisten.