Pressemitteilung zur Eröffnung der Schnellfahrstrecke Berlin-München

Pressemitteilung | Berlin, 8. Dezember 2017

Statement des Bündnisses „Tegel schliessen. Zukunft öffnen.“ Zur Eröffnung der
Neubaustrecke der Bahn zwischen Berlin und München – Chance unnötigen
Flugverkehr zu vermeiden.

Klaus Dietrich und Janik Feuerhahn, Sprecher des Bündnisses “Tegel schliessen.
Zukunft öffnen” erklären dazu:

„Die deutlich verkürzte Fahrzeit mit der Bahn von Berlin nach München ist eine große Chance, unnötige innerdeutsche Kurzstreckenflüge zu vermeiden. Unter vier Stunden bis München sind ein gutes Argument, vom Flugzeug auf die Bahn umzusteigen. Damit ist man mit der Bahn unter Berücksichtigung von Anreise und Sicherheitscheck beim Fliegen fast genauso schnell in München, aber deutlich entspannter. Wir brauchen noch mehr solcher schnellen Direktverbindungen zwischen deutschen Städten, die attraktive Alternativen zum Fliegen darstellen. Weniger Flugverkehr heißt weniger Lärmbelastung für die Anwohner und damit mehr Lebensqualität. Auch die Umwelt profitiert: Während die Bahn mit Ökostrom klimaneutral unterwegs ist, sind gerade Kurzstreckenflüge für das Klima besonders schädlich. Zudem ist der Flugverkehr an innerstädtischen Flughäfen wie Tegel für einen großen Teil der Feinstaubbelastung in Berlin verantwortlich. Schnelle Bahnverbindungen sind die bessere Alternative.“

Für die Bürgerinitiativen „Tegel endlich schliessen“, Goodbye Tegel, Danke Tegel. Es reicht, BI gegen das Luftkreuz, Pankow sagt Nein zu TXL, Himmel über Berlin, Einer für Alle, Zukunftswerkstatt-Heinersdorf und Flora-Kiez sagt Nein zu Tegel

Logo von Tegel schllißen. Zukunft öffnen.

  

     

 

2000 Tage BER-Nichteröffung

Ein Kommentar von Klaus Dietrich zu zwei Artikeln in der Berliner Zeitung und im Tagesspiegel:

Tagesspiegel
2000 Tage BER-Nichteröffnung: Was rund um den Flughafen sonst noch Ärger macht

Berliner Zeitung
Flughafen BER: 2000 Tage Warten auf die Eröffnung

BER TÜV-Mängelbericht

Was ist eigentlich los am BER? Nun taucht wieder einmal in der Presse ein Bericht auf, der wesentliche Technik-Mängel auflistet, die eine Eröffnung des BER in noch weitere Ferne rücken sollen.

Die FBB sah sich zu einer Stellungnahme genötigt, was ein klarer Beweis für die schlechte Informationspolitik ist. Was wir in der Stellungnahme der FBB zu lesen bekommen zeigt wie notwendig es ist, dass die Medien durch ihre Berichte die Öffentlichkeit über Sachstände am BER informieren, die uns sonst vorenthalten würden.

Aus unserer Sicht mangelt es insgesamt an Transparenz im Projekt BER. Die Aussage, dass es sich beim TÜV Bericht nicht um ein geheimes oder unbekanntes Papier
handelt ist nicht wirklich nachvollziehbar. Bei der vorherrschenden Informationspolitik der FBB und der Aufsichtsgremien dürfen die Herrschaften sich nicht wundern, wenn
es immer wieder „neue“ Meldungen gibt, die dann nur mühsam wieder eingefangen werden können. Der TÜV-Bericht, welcher sogar über „systemische“ Mängel berichtet, war
der Öffentlichkeit so nicht bekannt.

Es sind immer die gleichen Kategorien, die in diesen Berichten auftauchen, schon seit drei Jahren. Im neuesten Bericht des TÜV-Rheinland ist sogar von „systemischen“ Fehlern die Rede. Es erweckt den Anschein, als wenn es seit mehr als drei Jahren praktisch keinen Baufortschritt mehr gegeben hat.

Die FBB spricht in ihrer Stellungnahme ja auch von „wesentlichen“ Mängeln in verschiedenen Bereichen. Eigentlich hatten wir geglaubt, dass die Phase der wesentlichen Mängel nun eigentlich vorbei sei und „nur“ noch Nachbesserungen erforderlich sind. Die vom TÜV festgestellten wesentlichen Mängel betreffen die Anlagen im Main Pier Nord und davon auch nur ausgesuchte Teilbereiche. Wie lang die Liste der noch offenen Punkte ist, bleibt weiter im Verborgenen und „systemische“ Fehler werden im Anlagenbau meistens nicht in wenigen Wochen beseitigt. Da müssen häufig neue Pläne erstellt und genehmigt werden.

Was sagen eigentlich die Genehmigungsbehörden dazu. Sie haben schließlich die Pläne und Änderungen genehmigt.

Die Aussage im Abschnitt bezogen auf „Zur Validierung der verbindlichen Pläne….“ ist insgesamt bezeichnend. Wenn Pläne verbindlich sein sollen, dann hätte man sie vorher „validieren“ müssen. (Validieren heißt ja, auf ihre Stringenz und Tragfähigkeit prüfen). Wenn nun die Validierung durch den TÜV negativ ausfällt, dann fällt wohl auch die Verbindlichkeit der Terminpläne. Das was dann weiter in den Ausführungen der FBB folgt, liest sich nicht unbedingt wie ein Dementi der Terminaussage 2021.

Es bleibt abzuwarten, welches „Weihnachtsgeschenk“ uns Herr Lütke-Daldrup am 15.12. auf den Gabentisch legen will. Wenn die Terminaussage dann nicht mit einer glaubwürdigen Begründung unterlegt wird, dann werden die Zweifel bleiben und die Diskussionen nicht enden. Es gibt auch Geschenke, die man eigentlich gar nicht haben will.

Wie soll man das nun alles bewerten? Drei verschiedene Schlussfolgerungen drängen sich auf:

  1. Die Technik-Vorgaben waren/sind falsch (falsches Konzept, falsche Technik).
  2. Die beteiligten Firmen sind unfähig, die Vorgaben umzusetzen (falls 1 nicht zutrifft).
  3. Die Fertigstellung wird systematisch verhindert (Sabotage), weil bestimmte Gruppen einen Vorteil davon haben.

Man gewinnt immer mehr den Eindruck, dass die Karre völlig in den Dreck gefahren ist, aber keiner will uns die Wahrheit sagen. Auf der „letzten“ Meile kommen nun alle früheren Versäumnisse und gravierenden Fehler voll zum Tragen. Es wird klar, dass der politische Aufsichtsrat nicht in der Lage war, dieses Großprojekt zielführend und erfolgreich zu begleiten. Der Mangel an Fachkompetenz hat verhindert, dass die Planungs- und/oder Ausführungsfehler rechtzeitig erkannt und abgestellt werden. Die Politik greift bis heute mit fadenscheinigen Argumenten in das Operative Geschäft der FBB als Bauträger ein.

Aus allen drei genannten Möglichkeiten wird jedoch eines klar: Es müssen Ross und Reiter genannt werden, die in diesem Desaster die Verantwortung tragen, um sie dann auch zur Rechenschaft zu ziehen. Wir fordern eindringlich Transparenz und Offenlegung aller Berichte und Gutachten und keine weitere Geheimniskrämerei.

Man muss sich das nur einmal vor Augen führen was da eigentlich abläuft: Laut TÜV-Bericht kommt eine Eröffnung des BER kaum vor 2021/2022 in Frage. Das sind von heute an noch 3-4 (VIER) Jahre! In der selben Zeit werden in anderen Ländern ganze Flughäfen neu gebaut. Ist der Bauzustand tatsächlich so katastrophal, dass das etwa damit gemeint ist, still und heimlich praktisch neu bauen?

Wie will der Senat und alle politisch Verantwortlichen jetzt mit der „neuen“ Situation umgehen? Am 31.12.2019 läuft die „LEX-Tegel“ aus und die Anwohner von Tegel haben Anspruch auf Lärmschutz. Die Betroffenen Menschen werden dann den gleichen Lärmschutz einfordern, wie das am BER der Fall ist.

Wenn jetzt nicht gehandelt wird, dann ist spätestens am 31.12.2019 der GAU zu erwarten.

Herr Lütke-Daldrup kann am besten dadurch Vertrauen schaffen oder wieder herstellen, indem er in kurzen Abständen der Öffentlichkeit Einsicht in den Baufortschritt gibt. Dazu reicht es aber nicht aus, dies durch wenig nachvollziehbare Verlautbarungen bewerkstelligen zu wollen, wir wollen es sehen. Es gibt genügend sachverständige Mitstreiter in den Reihen der Bürgerinitiativen, die den Ausführungen vor Ort sehr
gut folgen könnten.

Lufthansa verlängert den Einsatz der Jumbo-Flüge über Tegel

Ein Kommentar von Klaus Dietrich zu dem Artikel in der Berliner Zeitung:

Lärmbelastung für Pankow: Lufthansa verlängert Jumbo-Einsatz

Wie zu erwarten, hat die Lufthansa angekündigt, den Einsatz der Jumbo Dreck- und Lärmschleudern bis zum 21. Dezember zu verlängern.
Die Begründung lautet, dass es darum geht, den hohen Bedarf zu decken. Obwohl die Preise für innerdeutsche Flüge wegen der AirBerlin Pleite um fast 50% gestiegen sind, behauptet die Lufthansa, dass die Jumbo-Flüge angeblich nicht Kosten deckend sind. Die Lufthansa als Samariter der preis-geschundenen Passagiere.

Übrigens sind viele Passagiere nach dem Ausfall der AirBerlin auf die Schiene umgestiegen. Da kann man nur hoffen, dass sie dabei bleiben wenn sie erst einmal merken, dass sie dadurch kaum später aber dafür wesentlich stressfreier an ihr Ziel kommen. Wahrscheinlich ist es eher das, was die Lunfthansa fürchtet.

Außerdem, warum können die Dreck- und Lärmschleudern nicht eigentlich von Schönefeld aus starten? Wenn man sich die Entwicklung der Flugbewegungen und Passagierzahlen am SXF anschaut, dann gewöhnen sich jetzt schon immer mehr Passagiere daran, von Schönefeld aus zu fliegen (bis 09/2017 ein Wachstum SXF von 16,5%, TXL mit -3,8%). Ein Problem mit den Slots am SXF scheint es ja auch nicht zu geben, sonst gäbe es ja keine Steigerung der Flugbewegungen (bis 09/2017 SXF um 10,5%, TXL mit 1,1%).

Die Lufthansa unterstützt damit weiter die Rücksichtslosigkeit der Bequemen und Egoisten.

Bund und Brandenburg bleiben dabei: Tegel wird geschlossen

Kabinetts-Sitzung Berlin und Brandenburg: Wie die Berliner Morgenpost heute berichtet, halten Bund und Brandenburg an der Schließung fest und verweisen auf den Konsensbeschluss. Sie zeigen sich aber gesprächsbereit.


Pressemitteilung des Bündnisses „Tegel schließen. Zukunft Öffnen.“ zum Ergebnis der gemeinsamen Kabinettssitzung und der gemeinsamen Landesplanungskonferenz von Berlin und Brandenburg:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir begrüßen die heutige Entscheidung der Landesregierungen von Berlin und Brandenburg, den gemeinsamen Landesentwicklungsplan unverändert zu lassen und weiterhin auf nur einen Flughafen in der Region zu setzen. Vernünftigerweise hat Brandenburg das Ansinnen der Tegel-Befürworter zurückgewiesen. Das war ein sehr wichtiger Schritt. Damit haben zwei Anteilseigner der Flughafengesellschaft FBB deutlich gemacht, was sie von der fixen Idee halten, Tegel weiter zu betreiben – nichts. Der Berliner Senat muss jetzt für sich klären, wie er mit dem Ergebnis des Volksentscheids umgehen will. Ein rein juristisches Gutachten reicht dazu nicht aus. Der Senat muss in einem öffentlichen Diskurs alle Konsequenzen einer Offenhaltung Tegels darlegen und abwägen – Kosten, Lärm für 300.000 Anwohner, Stadtentwicklung, Wohnungsbau, Umweltauswirkungen – und dann eine politische Entscheidung treffen.

Für Rückfragen können Sie sich wenden an:

Klaus Dietrich
mobil: 0170-8029434
Email: kdiet@gmx.de

 

Pressemitteilung zum Einsatz der Lufthansa-Boeing 747-400 von und nach Tegel

Pressemitteilung

Berlin, 1. November 2017

Statement der Bürgerinitiativen von „Tegel schliessen. Zukunft öffnen.“ zum heutigen ersten Flug der Lufthansa-Boeing 747-400 von und nach Tegel

Die Initiative „Tegel schließen. Zukunft öffnen.“ erklärt zur heutigen Aufnahme regulärer Flüge von und nach Tegel mit der Boeing 747-400:

„Inlandsflüge mit einer veralteten Boeing 747-400 durchzuführen, ist eine Verhöhnung der 300 000 Lärmgeschädigten von Tegel. Die Boeing 747-400 stellt eine völlig unverhältnismäßige Lärmbelastung für alle Anwohner von Tegel dar. Die Boeing 747-400 ist ein fast dreißig Jahres altes und entsprechend lautes Flugzeug, das nicht in den innerdeutschen Verkehr und schon gar nicht auf einen innerstädtischen Flughafen gehört. Sie ist mit bis zu 84,9 Dezibel bei Start und Landung in die Kategorie 5 eingeordnet. Nur Antonows und Iljuschins sind noch lauter. Der Flughafen Tegel muss, wie festgelegt, nach der Eröffnung des BER geschlossen werden.“

Für die Bürgerinitiativen „Tegel endlich schliessen“, „Tegel schliessen. Zukunft öffnen.“ „Goodbye Tegel“, „Danke Tegel. Es reicht“, „BI gegen das Luftkreuz“, „Pankow sagt Nein zu TXL“, „Himmel über Berlin“, „Einer für Alle“ und „Zukunftswerkstatt-Heinersdorf“

Ansprechpartner:
Klaus Dietrich
Mobil: 0170-8029434
Email: kdiet@gmx.de

Brauchen wir einen „Runden Tisch“ oder „Schlichter“ für TXL?

Ein Kommentar von Klaus Dietrich zu dem Artikel im Tagesspiegel
»Tegel-Schlichter verzweifelt gesucht«

Ich sage es gleich: Ein „Runder Tisch“ ist obsolet, weil die Koalition der „Tegel-Retter“ aus FDP, AfD und CDU nicht mitmachen will. Die haben auch einen guten Grund dafür, weil am „Runden Tisch“ dann für alle sichtbar würde, dass sie eigentlich überhaupt keine Argumente haben.

Soll statt dessen ein Schlichter her und was soll der denn schlichten?

Zunächst bleibt festzustellen, dass der Volksentscheid weder die Rechtslage noch die Faktenlage verändert hat. Dazu gehören vier Dinge:

  • Erstens ist klar, dass der BER nicht zu klein ist.
  • Zweitens ist klar, dass für die Umsetzung des Konzepts für den Luftverkehr in der Region Berlin-Brandenburg eine politische Entscheidung gefällt werden muss. Darin sind sich sogar die bisherigen „Gutachter“ mit dem Bundesverwaltungsgericht einig.
  • Drittens ist klar, dass aus der Aufforderung zum Handeln an den Berliner Senat noch immer kein Gesetz geworden ist. Der Regierende Bürgermeister M. Müller und der Senat haben also alle Optionen zur Verfügung, ihren politischen Willen zu artikulieren und eine politische Entscheidung zu fällen.
  • Viertens ist klar, dass auch Volkes Wille keine verbrieften Grund- und Menschenrechte von Minderheiten aushebeln darf.

Wenn das alles so klar ist, was brauchen wir, was braucht Berlin denn dann?

  • Wir wollen, dass eine hochrangige, integre, unabhängige, kompetente und von allen respektierte Persönlichkeit (z. B. ein(e) ehemaliger Bundesrichter*in) für die Berliner*Innen verständlich folgendes klarstellt:
  • Welche rechtlichen und sonstigen Folgen ergeben sich, wenn der Senat von Berlin den „Widerspruch zum Widerspruch der Betriebsgenehmigung“, den „Widerspruch zum Widerspruch der (fiktiven) Planfeststellung“ zum TXL, die einseitige Kündigung des Staatsvertrages zur gemeinsamen Landesentwicklungsplanung für Berlin und Brandenburg und eine Änderung des LEP-FS ausspricht bzw. beantragt.
  • Kann der Senat auf Grund der rechtlichen und objektiven Faktenlage (Planfeststellungsbeschluss und vorliegende Kapazitätszahlen zum BER) gezwungen werden, die o. g. Schritte einzuleiten?

Soll der Berliner Senat als Konsequenz aus dem Volksentscheid das von den Befürwortern geforderte, mit allen festgestellten Risiken behaftete Verfahren in Gang setzen?

Wenn das von den Befürwortern geforderten Verfahren in einer rechtlichen und politischen Sackgasse endet, dann darf der Senat den Aufforderungen der Koalition der „Tegel Retter“ aus FDP, AfD und CDU nicht Folge leisten.

Es gibt nur eine Lösung: die zügige Fertigstellung und Eröffnung des BER und die Schliessung des TXL spätestens 6 Monate danach. Nur dadurch kann der Gesellschaftliche Konsens und der politische Frieden wieder hergestellt werden.

TXL blockiert Berlins Standortentwicklung

Ein Kommentar zu „Beuth-Hochschule und TXL“ von Klaus Dietrich

Die FDP hat in ihrem Wahlkampf zur Bundestagswahl der Wissenschaft und Bildung allerhöchste Priorität eingeräumt. Außerdem hat Herr Lindner FDP immer und überall für eine innovative und digitale Industrieentwicklung geworben als wichtigstes Standortmerkmal für Deutschland. Das ist richtig!

Das muss auch für Berlin gelten! Hier um so mehr, weil Berlin die Stadt der Start-ups ist. Die wichtigsten Keimzellen für solche Entwicklungen sind die Hochschulen. Deshalb heißt TXL blockiert Berlins Standortentwicklung weiterlesen