Unsere Argumente

1. Der Flughafen Tegel ist ein Sicherheitsrisiko

Für viele Berliner­in­nen und Berlin­er, wie auch für die jährlich mehr als 10 Mil­lio­nen Besuch­er der Haupt­stadt, wird der Flughafen zu einem immer größeren Sicher­heit­srisiko. Der als Pro­vi­so­ri­um geplante Air­port ist mit einem völ­lig ver­al­teten Brand­schutzsys­tem aus­ges­tat­tet. Die zen­trale Zufahrt auf das Gelände stellt ein Nadelöhr dar, dass im Falle ein­er schnellen Räu­mung  zu einem unkon­trol­lier­baren Gefahren­po­ten­tial für Flug­gäste, Tax­i­fahrer und Flughafen­per­son­al wer­den kön­nte.

Die angestiegene Flugfre­quenz in den Stoßzeit­en,  so die Kri­tik viel­er Piloten, erhöht in einem unver­ant­wortlichen Niveau das Unfall­risiko. TXL — ursprünglich für  5,5 Mil­lio­nen Pas­sagiere jährlich aus­gelegt –  muss derzeit über 18 Mil­lio­nen Pas­sagiere bewälti­gen. Immer mehr Experten war­nen deshalb: die Kapaz­itäts­gren­zen sind in den Haupt­flugzeit­en über­schrit­ten. Jed­er Tag, der TXL weit­er­hin offen bleibt, stellt ein hohes Risiko für alle Berliner­in­nen und Berlin­er dar.

2. Der Flughafen Tegel schädigt die Gesundheit

Fluglärm fast rund um die Uhr beein­trächtigt nicht nur die ein­wohn­er­starken Bezirke Span­dau, Tegel, Reinick­endorf und Pankow. Unter dem Getöse der Maschi­nen lei­den inzwis­chen auch die Bürg­erin­nen und Bürg­er im dicht besiedel­ten Char­lot­ten­burg und in Mitte. Der Skan­dal: Flu­grouten und Nacht­flugver­bot wer­den nicht einge­hal­ten.

Tegel ist einge­bet­tet in ein großflächiges Naher­hol­ungs­ge­bi­et mit ein­er einzi­gar­ti­gen Wald- und Seen­land­schaft. Auch die vie­len Grü­nan­la­gen wie der Volkspark Jungfern­hei­de und der Volkspark Rehberge sollen den Berliner­in­nen und Berlin­ern eigentlich als Freizeit- und Ruheoase dienen. Davon kann bei der aktuellen Dauerbeschal­lung aber keine Rede mehr sein!

Die Gesund­heit unnötig viel­er Berliner­in­nen und Berlin­er wird also bewusst auf’s Spiel geset­zt. Denn zahlre­iche Stu­di­en bele­gen: Fluglärm macht krank!

3. Der Flughafen Tegel schadet der Umwelt

Das Flughafenare­al weist den höch­stens naturschutz­fach­lichen Wert auf. Es befind­en sich dort zahlre­iche, beson­ders geschützte Biotope. Auch die unmit­tel­bare Umge­bung, wie beispiel­sweise das angren­zende Vogelschutzge­bi­et „Flughafensee“, ist leben­snotwendi­ger Rück­zugs­ge­bi­et für viele gefährdete und geschützte Tier- und Pflanzenarten. Dieser für Berlin einzi­gar­tige Leben­sraum darf nicht durch noch mehr Lärm und Kerosin zer­stört wer­den.
Der west­liche Teil des Flughafen­gelän­des liegt im Wasser­schutzge­bi­et. Er ist Teil des Trinkwass­er-gewin­nungs­ge­bi­ets des Wasser­w­erks Tegel. Trinkwass­er ist lebenswichtig; es darf nicht durch einen exten­siv­en Weit­er­be­trieb des Flughafens gefährdet wer­den.

4. Der Flughafen Tegel kostet den Steuerzahler viel Geld

Jed­er Tag, an dem der BER nicht eröffnet wird, kostet die Steuerzahler ca. 1 Mil­lion Euro.

D.h. monatlich gehen ca. 30 Mil­lio­nen Euro u.a bei der Finanzierung  für drin­gend benötige soziale Pro­jek­te ver­loren. Miss­man­age­ment und Kor­rup­tion plün­dern die Kassen der Bürg­er.

Über­legun­gen, sowohl TXL, als auch den BER par­al­lel in Betrieb zu lassen, bringt kurze Anfahrtswege für einige wenige. Auf Kosten der All­ge­mein­heit. Der neue Haupt­stadt­flughafen BER kann nur wirtschaftlich betrieben wer­den, wenn er als einziger Flughafen in Berlin zum Drehkreuz wird. Gle­ichzeit­ig kann Tegel nicht rentabel neben dem BER unter­hal­ten wer­den.

Der Flughafen Tegel schadet dem Anse­hen der Poli­tik­er, da immer mehr Bürg­er und Bürg­erin­nen die unver­ant­wortliche Debat­te zur Offen­hal­tung als skan­dalös empfind­en.

5. Die Diskussion um die Offenhaltung von Tegel schadet der Glaubwürdigkeit

Tegel muss sechs Monate nach Inbe­trieb­nahme des neuen Haupt­stadt­flughafens BER schließen. Das hat der Sen­at mit Blick auf die hohe Fluglärm­be­las­tung eines Innen­stadt­flughafens bere­its 2004 entsch­ieden. Die Gerichte haben diese Entschei­dung in mehreren Instanzen bestätigt. Sie ist nicht mehr anfecht­bar. Es ist unver­ant­wortlich, die lange und bere­its abgeschlossene Diskus­sion über den Erhalt von Tegel mit falschen Argu­menten wieder kün­stlich beleben zu wollen. Parteien, Medi­en und Inter­es­sen­grup­pen, die sich für Pla­nungssicher­heit in Deutsch­land ein­set­zen, soll­ten nicht unver­ant­wortliche Tegel-Nos­tal­gie schüren. TXL muss so schnell wie möglich geschlossen wer­den.