Flughafen Tegel endlich schließen … oder doch nicht? – Pub Talk 9. Juni

Die BI Tegel endlich schließen diskutiert mit Sebastian Czaja im Rahmen der Veranstaltungsreihe Berliner Pub Talk, in Co-Produktion mit der Kiezdebatte. Mitdiskutieren ist erwünscht und vom Veranstalter eingeplant!

9. Juni 2016, 19:30 Uhr
Cafe en passant – Prenzlauer Berg
Schönhauser Allee 58
10439 Berlin

Wer diskutiert?

  • Sebastian Czaja (Generalsekretär und Spitzenkandidat bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus der FDP)
  • Robert Ide (Leiter der Berlin/Brandenburg-Redaktion des Tagesspiegels)
  • Holger Lück (BI Tegel endlich schließen)
  • Moderation: Irene Waltz-Oppertshäuser
  • Einführung: Matthias Bannas

Anmeldung:

Per Email: → matthias.bannas@gmail.com oder auf dieser → facebook-Seite vom Berliner Pub Talk. Auch spontane Besuche sind möglich.

Thema: Flughafen Tegel endlich schließen … oder doch nicht?

Am Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) wird noch gebaut. Es zeichnet sich aber bereits ab, dass er bei der Eröffnung zu klein sein wird. Das ist Anlass für ein Volksbegehren zum Weiterbetrieb des Flughafens Tegel.

Aber ist der Flughafen Tegel überhaupt noch zeitgemäß? Er wurde 1974 für 2,5 Millionen Passagiere jährlich geplant. Im letzten Jahr waren es mehr als 21 Millionen Passagiere und die Zahlen steigen weiter. Ist Tegel deshalb bereits ein Sicherheitsrisiko? Den Preis für den Flugbetrieb – insbesondere durch den Fluglärm – zahlen die Anwohner in den umliegenden, einwohnerstarken Bezirken. Sollte Tegel möglichst schnell geschlossen oder weiterbetrieben werden?

Statements der Diskutanten

Holger Lück: „Berlin braucht Tegel als Wohn- und Jobstandort für neue Technologien und keine Krachschleuder in der Innenstadt. Die Region braucht einen modernen Airport, für den sie sich nicht schämen muss bei den Touristen. Das wird der BER sein.“

Worum geht’s beim Berliner Pub Talk?

Politische Diskussionsveranstaltungen kranken häufig an kleinteiligen Themen, großen Podien, langer Dauer und einer mangelhafte Einbeziehung des Publikums. Im Berliner Pub Talk werden in nur 2 x 30 Minuten große Themen auf den Punkt gebracht.

Auf dem Podium sitzen neben dem Moderator drei Experten. Zwei weitere Sitzplätze sind frei. Der Moderator stellt zwei bis drei Fragen zum Warmwerden. Dann kommt das Publikum ins Spiel. Wer mitdiskutieren möchte, nimmt auf der Bühne Platz. Die Sitzplätze auf der Bühne können jederzeit von neuen Teilnehmern aus dem Publikum durch Abklatschen übernommen werden; fishbowl eben.

Wer steckt dahinter?

Der Berliner Pub Talk wird von Mitgliedern des Toastmaster-Clubs Berliner Redekünstler organisiert. Dieser Berliner Pub Talk findet im Zusammenspiel mit der Kiezdebatte statt.

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2 Gedanken zu „Flughafen Tegel endlich schließen … oder doch nicht? – Pub Talk 9. Juni

  1. An alle beteiligten der Spezialistenrunde.
    Es ist doch Stadtbekannt, das das Unternehmen BER eine Totgeburt von Wowereit und Platzeck war. Millionen von Steuergeldern wurde hier versenkt, und keiner trägt eine Verantwortung. Wo bleibt hier die Gerechtigkeit. Jeden anderen Kleinunternehmer hätte man hier zur Verantwortung gezogen. Haben diese Herren Haftpflichtversicherungen? Dann sollte man sich die Verluste hierüber wieder rein holen. Wirtschaftlich gesehen war das ganze Projekt BER ein große Pleite. Umwelttechnisch gesehen ein Standort langer komplizierter Verkehrswege. Für alle Bewohner der Großstadt Berlin eine große Belastung verbunden mit Umweltbelastenden Anfahrten. Das kann man doch nicht unter den Tisch reden. Niemand wird mit dem Fahrrad zum Flughafen BER fahren wollen. Die Herren Politiker nehmen die schwarzen Limousinen. Der Normalbürger muss sehen wie er die Anfahrt bewältigt. Das vergeudete Geld an dieser Stelle, hätte man in den Flughafen Tegel investieren können. Nicht um ihn größer zu machen sondern um längst überfällige Renovierungs- und Lärmschutzarbeiten zu erledigen.
    Und sicher ist der Flughafen Tegel, solange er existiert. Bisher sind keine Vorkommnisse verzeichnet worden bei denen Menschenleben oder Sachschäden entstanden sind. Also was sollen diese Diskussionen.
    Und wenn man sich andere Großstädte in EUROPA ansieht, haben die nicht alle aus Sicherheitsgründen mindestens zwei Flughäfen in Betrieb? Dort existieren die gleichen Voraussetzungen, teilweise sogar sehr viel extremere Bedingungen und niemand würde auf die Idee kommen, diese Flughäfen dicht zu machen. Nur einen Flughafen am Standort zu betreiben ist ein höheres Risiko . Es ist unerklärlich und ausgesprochen dumm, wie man zu der Idee kommen konnte, Tegel dicht zu machen. Mit Weitsicht und Logik hat das nichts zu tun. Wie lange müssen wir uns dieser und anderer Fehlentscheidungen eines ausrangierten Verkehrsministers und seiner Anhänger denn noch beugen?
    Aus diesen Gründen und mehr, stimme ich für den Erhalt des Flughafens Tegel. In dieser Stadt stehen viele ungenutzte Millionenprojekte die dem Steuerzahler täglich tausende EUROS kosten, wie ICC, Flughafen Tempelhof und vieles mehr. Man spricht über Nachnutzung vom Flughafen Tegel und hat nicht einmal diese Projekt im Griff. Das sind betriebswirtschaftlich gesehen hohe Verluste, die die regierenden zu verantworten haben. Und unglaubwürdig sind deren Entscheidungen allemal.
    Anstatt diese Probleme zu beseitigen, werden immer mehr verlustreiche Projekte in Angriff genommen.
    Der Flughafen Tegel hat sich seit langem amortisiert, macht sogar Gewinne. Es wäre also wirtschaftlich gesehen auch unverantwortlich, diesen Geldhahn zuzudrehen.
    Also müsste man sich die Frage stellen, wer mit dem Flughafen Tegel ein Problem hat.
    Lärmschutz lässt sich sicher nachträglich einbauen. Und wer den Großstadtlärm nicht vertragen kann, und hier hat der Flughafen nur parziell einen kleinen Anteil, der sollte sich am Rande der Stadt ansiedeln.
    Bei jedem normaldenkenden Bürger von Berlin, gibt es seit langem große Zweifel an der Fähigkeit der regierenden dieser Stadt.
    Deshalb erwarte ich von allen Klardenkern eine positive Entscheidung zum Erhalt des Flughafens Tegel.

  2. Sehr geehrter Herr Hermann, anscheinend wohnen Sie nicht in einem der fluglärmbelasteten Gebiete, sonst würden Sie die Offenhaltung von TXL nicht für Gut befinden. Sie haben wahrscheinlich keine schlaflosen Nächte, leiden nicht unter Bluthochdruck, sind auf der Arbeit eher entspannt und haben keinen Leistungsdruck?
    Ihr Wohneigentum hat bestimmt auch keinen Wertverlust, da außerhalb der Lärmzone?
    Auch fliegen Sie bestimmt dreimal im Jahr für 3 Wochen in den Urlaub? Sind wirtschaftlich mit TXL verbunden und interessieren sich nicht für das Wohl der Allgemeinheit. Welchen Vorteil wollen Sie mit der Offenhaltung von TXL generieren? 40 Minuten Fahrzeit zum BER verhindern? Ganz abgesehen von den Sperrungen der Stadtautobahn im Berufsverkehr, nicht nur bei Staatsbesuchen, sondern auch bei Reisetätigkeiten der Regierung. Das alles möchte ich und tausende nicht mehr haben!!!!!!
    Berlin braucht Flächen für die Wohnbebauung, Industrie und Erweiterung der Verkehrswege, nur dann kann Berlin sich positiv entwickeln. Der Schwachsinn mit dem Tempelhofer Feld war schon genug! Berlin braucht Visionen die die Stadt lebenswerter macht.

    M.f.G. P. Neumann

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