Was verbindet Tegel mit Katalonien?

von Klaus Diet­rich

Liegt denn der TXL jet­zt in Barcelona? Lei­der nicht aber den­noch gibt es etwas, was TXL und Kat­alonien verbindet. Für bei­des gab es einen Volk­sentscheid, der eine legal der andere ille­gal.

Wir soll­ten S. Cza­ja als Ver­mit­tler nach Kat­alonien schick­en. Das hätte zwei Vorteile:

  1. Unser Berlin hätte dann einen Pop­ulis­ten weniger und
  2. die Kat­alo­nen kön­nen auf eine Lösung hof­fen.

Denn Herr Cza­ja hat schließlich für die schwierig­sten und rechtlich fast aus­sicht­slosen Sit­u­a­tio­nen eine Lösung. Sein Mot­to lautet näm­lich: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“.

Herr Cza­ja ist ja der Mei­n­ung, dass Volkes Wille über alles geht, auch über das Recht und unab­hängig davon, wie Volkes Wille zus­tande gekom­men ist.

Es gibt nur ein kleines Dilem­ma zu beacht­en.

Wenn das Recht über Volkes Wille ste­ht, dann Qué­date aquí – Kat­alo­nia” (hier geblieben).

Wenn aber Volkes Wille über alles geht, dann muss man Kat­alonien in die Unab­hängigkeit ent­lassen. Dann braucht Herr Cza­ja nur den Her­rn Rajoy von sein­er These zu überzeu­gen und alles ist klar „Has­ta luego y Vamos Kat­alo­nia“ (und tschüss …)

Schade, dass im Leben nicht alles so ein­fach ist und manch­er Weg in der Sack­gasse endet. Vielle­icht ken­nt Herr Cza­ja ja für bei­des, den TXL und Kat­alonien den „Gold­e­nen“ Weg.

Mein Vorschlag dafür lautet:

Spanien muss nur rück­wirk­end seine Ver­fas­sung ändern und Berlin und Bran­den­burg müssen einen rechtlich unan­fecht­baren Grund find­en, damit sie den Ver­trag zur gemein­samen Lan­desen­twick­lungs­pla­nung frist­los kündi­gen kön­nen.

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg und „Has­ta la vista” Senor Cza­ja.