Was Tegel so teuer macht

Mehr als eine Mil­liarde Euro würde die Sanierung des Flughafens Tegel kosten, falls er weit­er betrieben würde. Die Berlin-Bran­den­burg­er Flughafenge­sellschaft (FBB) hat jet­zt Zahlen dazu vorgelegt. Die teure Wahrheit:

Grafik Kostenschätzung der Flughafengesellschaft über die Sanierung des Flughafens Tegel
Quelle: BLZ/FBB

2 Gedanken zu „Was Tegel so teuer macht

  1. Der Flughafen Tegel in seinem jet­zi­gen Zus­tand wurde 1969 geplant und dann gebaut. Er entspricht damit genau dem gle­ichen bautech­nis­chen Zus­tand wie sein­er Zeit der Flughafen Düs­sel­dorf, der zur sel­ben Zeit errichtet wurde. Seit­dem wurde am TXL nichts Sub­stantielles mehr verän­dert, bis auf die bekan­nten Hil­fs­baut­en zur Kaz­ität­ser­weiterung. Hin­ter den Fas­saden und Verklei­dun­gen ver­birgt sich die Tech­nik aus den 70-ger Jahren. Er entspricht kein­er­lei Vorschriften mehr und müßte für einen Weit­er­be­trieb grund­saniert wer­den. Das ist auch deshalb so, weil seit den Pla­nun­gen und Bau des BER in TXL nur das Notwendig­ste für die Aufrechter­hal­tung des Flug­be­triebs investiert wurde. Die FBB hat somit aus betrieb­swirtschaftlich­er Sicht ver­ant­wor­tungsvoll gehan­delt und jede Geld­ver­schwen­dung ver­mieden. Jed­er, der etwas anderes behauptet muss sich betrieb­swirtschaftliche Inkom­pe­tenz oder Igno­ranz vor­w­er­fen lassen.

    1. Tat­säch­lich bietet es sich an, dort kein Geld mehr reinzusteck­en. Allerd­ings sollte man hier­bei erwäh­nen, dass eine Schließung nicht kosten­los ist. Es muss klar Geld investiert wer­den. Straßen­net­ze müssen gebaut wer­den, damit die Woh­nun­gen erre­ich­bar sind. Busse müssen angeschafft wer­den, einige Gebäude sollen ja erhal­ten bleiben.

      Das Prob­lem ist, dass die Flughafenge­sellschaft so schlecht mit dem Mate­r­i­al umging, dass auch eine Nach­nutzung eigentlich nicht mehr möglich ist. Insofern hat die FBB nicht ver­ant­wor­tungsvoll gehan­delt son­dern die Kosten gezielt auf den Steuerzahler abgewälzt. Ich gehöre zu denen, die eine Nach­nutzung der Gebäude ver­lan­gen statt eines teuren Abriss­es. Das ist nicht betrieb­swirtschaftlich Inkom­pe­tent, wie sie behaupten. Das hätte man ver­mei­den kön­nen, wenn die FBB wenig­stens etwas Geld in die Bausub­stanz gesteckt hätte. Damit meine ich nicht die Wartung­shallen und die tem­porären Baut­en. Son­dern das, was für den Inno­va­tion­spark Tegel weit­er­genutzt wer­den sollte. Ich glaube nicht, dass das noch geht. Und das liegt an der FBB, die kein Geld mehr in den Bau steck­en wollte… Damit kön­nte man heute anfan­gen. Es gibt sich­er Bere­iche, die vor­bere­i­t­end schon umge­baut wer­den kön­nten. Aber die FBB han­delt nicht im Inter­esse der Stadt und der Weit­er­en­twick­lung son­dern lässt alles verkom­men.

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