Taxifahrer müssen Werbung für die Offenhaltung des Flughafens Tegel entfernen

Kommentar zum Morgenpost-Artikel 

Berliner Taxifahrer dürfen nicht für die Offenhaltung des Flughafens Tegel werben

von Klaus Dietrich

“Weil Werbung für politische Themen auf Taxis verboten ist, hätten die Aufkleber in diesem Fall auch zu Recht entfernt werden müssen, sagte ein FDP-Sprecher.”

Alles klar Herr Kromarek? So weit zum Verwaltungsrechtler.

Natürlich zeigt sich der Vorsitzende des Vereins „Tegel bleibt offen e. V.“, Herr Kromarek empört darüber, dass die Taxifahrer seine Werbung für Tegel wieder entfernen müssen. Diese Empörung zeigt, wie wenig der Verwaltungsjurist Kromarek vom Verwaltungsrecht versteht. Es ist klar geregelt, dass Taxis keine politische Werbung machen dürfen. Dieser Vorgang zeigt einmal mehr, dass sich die Tegel-Befürworter gerne fragwürdiger Mittel in ihrer Kampagne bedienen. Sie nennen sich unabhängig und überparteilich und lassen sich gleichzeitig massiv von einer Billigairline sponsern mit Plakaten von Ryanair mit Werbeaufdruck und bedienen sich umfangreich der organisatorische Hilfe einer politischen Partei.

Die Berliner Taxiunternehmen hatten nun zwanzig Jahre Zeit, sich auf den Tag X vorzubereiten. Vielleicht sollten sie sich an einen Spruch von Herrn Gorbatschow erinnern. Die Lösung ihres Problems besteht nicht in der Offenhaltung von TXL, vielmehr täten sie gut daran, sich schleunigst mit der Tatsache vertraut zu machen, dass TXL dicht macht und sie sich ein anderes Geschäftsfeld suchen müssen.

Zu der Misere in der Dienstag Nacht kann festgestellt werden: Bei einem derartigen, in erster Linie von den Airlines verursachten Chaos (die sind nämlich trotz Information über die 3-stündige Schließung von Tegel einfach losgeflogen) darf keiner überrascht sein, wenn zu wenig Taxis da sind. Entgegen vielen Darstellungen gibt es durchaus die Möglichkeit, auch um die Zeit noch mit Öffentlichen Verkehrsmitteln von Schönefeld weg zu kommen.

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