Stellungnahme zum Ergebnis des Volksentscheids

Stel­lung­nah­me der Bür­ger­initia­ti­ve »Tegel end­lich schlie­ßen« zum Ergeb­nis des Volks­ent­scheids

56 % der Ber­li­ner Wäh­ler haben ges­tern ihr Kreuz bei JA gemacht. Das haben wir zur Kennt­nis genom­men und sind trau­rig dar­über.

Aber was haben die 56 % denn damit aus­drü­cken wol­len? Wie wir ja vor­her immer gehört haben, gab es vie­le ver­schie­de­ne Moti­ve, beim VE mit JA zu stim­men. Ein Teil der Wäh­ler woll­te wirk­lich fuer die Offen­hal­tung von Tegel stim­men. Aber ein erheb­li­cher Teil hat nicht des­halb JA gesagt, son­dern aus ganz ande­ren Grün­den. Vie­le woll­ten ihren Unmut über das BER-Desas­ter aus­dru­ecken, man­che woll­ten Herrn Mül­ler eins aus­wi­schen, ande­re pro­tes­tier­ten gegen die Ver­kehrs­po­li­tik der Grü­nen und nicht zuletzt sind da die­je­ni­gen, die Angst vor Miet­erhö­hun­gen haben.

Wie­vie­le blei­ben denn da wirk­lich noch übrig, die wirk­lich den Flug­ha­fen Tegel aus den von der Cza­ja-FDP, der AfD und der Tritt­brett­fah­rer-CDU genann­ten Grün­den offen hal­ten wol­len?

Sind es 45 % oder sogar noch weni­ger?

Wir von der BI Tegel end­lich schlies­sen kämp­fen des­halb wei­ter für unse­re Kern­for­de­rung:

TEGEL MUSS SCHLIESSEN

Wir for­dern den Ber­li­ner Senat, die Lan­des­re­gie­rung von Bran­den­burg und die Bun­des­re­gie­rung als Gesell­schaf­ter der FBB auf, Wort zu hal­ten und das an die Laermge­plag­ten Anwoh­ner gege­be­ne Ver­spre­chen ein­zu­loe­sen.

9 Gedanken zu „Stellungnahme zum Ergebnis des Volksentscheids

  1. Am schlimms­ten sind die Men­schen, die für Tegel gestimmt haben mit der Begrün­dung : Der Flug­ha­fen ist so ein­fach und schnell zu errei­chen ! Als wenn man sich spä­ter aus­su­chen könn­te wo man ein­steigt, wie bei der Bahn oder dem Bus. Viel­leich flie­gen sie ja auch nur in Urlaubs­or­te die von Tegel ange­flo­gen wer­den — egal wo das ist.
    Dann gibt es lei­der auch noch die Begrün­dung : Der BER wird ja nie fer­tig ! Obwohl doch dar­über abge­stimmt wur­de, ob Tegel nach der BER — Eröff­nung geschlos­sen wer­den soll.
    Wenn man die­se Stim­men abzie­hen wür­de, soll­ten nicht mehr vie­le übrig blei­ben !

    1. Die Ent­schei­dung TXL zu schlie­ßen wur­de vor … Moment … 21 Jah­ren getrof­fen. In die­ser Zeit ist so viel pas­siert, was vor 20 Jah­ren über­haupt nicht abseh­bar war.
      Eine Neu­be­wer­tung der Situa­ti­on im neu­en Jahr­tau­send erscheint daher nur sinn­voll. Die Ent­schei­dung ist demo­kra­tisch gefal­len, dass sich der rot-rot-grü­ne Senat nun damit aus­ein­an­der set­zen muss, dass Tegel offen bleibt und eben nicht Vol­kes Wil­le mit Füßen getre­ten wird.

  2. Die­se For­de­rung unter­stüt­ze ich voll und ganz. Wer vor­gibt, intel­li­gent zu sein und die Men­schen wei­ter den Gesund­heits­ge­fähr­dun­gen, wie sie durch inner­städ­ti­sche Flug­hä­fen ver­ur­sacht wer­den, aus­set­zen will, han­delt m.E. gewis­sen­los. Die Kin­der kön­nen sich dage­gen noch nicht weh­ren und sind doch im beson­de­ren Maße davon betrof­fen. Also lasst uns wei­ter aktiv sein, mit allen Mög­lich­kei­ten, die wir haben.

  3. Der Groß­teil der Ber­li­ner hat damit zum Aus­druck gebracht, dass der Flug­ha­fen offen blei­ben soll. Ganz klar. Nicht mehr und auch nicht weni­ger.

    Kur­ze Wege, kei­ne Shop­ping­mall mit Lan­de­bahn wie in ande­ren Städ­ten, redu­ziert auf das Wesent­li­che… das Flie­gen. Das alles ist Tegel.

    Der Flug­ha­fen brummt, ist beliebt, erwirt­schaf­tet drin­gend benö­tig­tes Geld für Ber­lin und trotz des aus­blu­ten las­sens sei­tens des Senats lebt er wei­ter. Jedes Jahr mehr Pas­sa­gie­re. Wenigs­tens etwas, was in die­ser Stadt funk­tio­niert.

    Man reißt einer Stadt nicht ein­fach das funk­tio­nie­ren­de “Flug-Herz” aus.

    Ber­lin hat gewählt. Das Volk hat ent­schie­den. So ist es.

    Jetzt soll­ten alle an einer Lösung arbei­ten, den Flug­ha­fen offen­zu­hal­ten.

    1. Genau so ist es! Die nächs­ten VE: Abschaf­fung der Umwelt­zo­ne und der Park­raum­be­wirt­schaf­tung, Ein­füh­rung der Todes­stra­fe, Monat­li­ches Grund­ein­kom­men für jeden, Cham­pa­gner für alle usw. Das Volk will es und wenn die “da oben” das nicht umset­zen, dann gibts Ärger. Krank, ein­fach nur krank.

    2. was für ein Unsinn! Rei­nes Bewu­em­lich­keits­den­ken! Wir soll­ten die­se Stadt sau­be­rer und siche­rer machen und Flug­lärm und Umwelt­ver­schmut­zung dort­hin brin­gen, wo sie durch klu­ge Ent­schei­dung hin soll und auch hin gehört! Vor die Stadt.
      Außer­dem ist es wirt­schaft­lich sinn­voll, der­ar­ti­ge Recour­cen zu bün­deln — in einem BER der funk­tio­niert. In zwar bald end­lich mal!
      Ich wün­sche Herrn Mül­ler das so wenig in der Poli­tik vor­han­de­ne Rück­rat, nicht vom Weg abzu­kom­men!

  4. Ja es ist eine Kata­stro­phe, das Umfra­ge­er­geb­nis. Vor allen uns Lärm­ge­plag­ten und Luft­ver­schmut­zungs­ge­plag­ten. Hier in Span­dau macht in der Ein­flugs­schnei­se das Leben kaum noch Spass. Tau­sen­de von Men­schen sol­len also wei­ter­lei­den nur weil eine FDP mona­te­lang das The­ma als rei­nen Wäh­ler­fang benutz­te, weil ande­re Men­schen flug­süch­tig sind um in ihren Urlaub zu kom­men und zu faul sind dann eines Tages nach Schö­ne­feld zu fah­ren, weil eben in unse­rer ego­is­ti­schen Gesell­schaft kei­ner mehr auf den ande­ren Rück­sicht nimmt. Soll­te wie­der­er­war­ten Tegel doch einst offen blei­ben, dann bleibt uns Span­dau­ern in der Ein­flug­schnei­se nur der Weg­zug von Ber­lin übrig. Denn die Mie­ten sind nicht mehr zu bezah­len um an einen ande­ren Teil Span­daus zu zie­hen. Wenn man dann also eh raus­zie­hen wür­de, dann lie­ber gleich weg aus die­ser kran­ken Stadt. Es ist trau­rig.

    1. Die meis­ten die für Ja gestimmt haben, woh­nen gar nicht in der Ein­flugs­schnei­se, dass soll­te der Senat beden­ken! Mei­ner Mei­nung nach hät­te man nur die Anwoh­ner in der Ein­flugs­schnei­se abstim­men las­sen sol­len, dann wür­de das Erge­bis näm­lich ein total ande­res sein, denn in die­sem Bereich wur­de über­wie­gend mit Nein zur Offen­hal­tung von Tegel abge­stimmt! Dan­ke Ihr schei­xx Tegel­be­für­wor­ter, dass Ihr mei­ne Gesund­heit wei­ter gefäh­rend wollt. PS: Nicht in allen Häu­ser kön­nen und dür­fen Schall­schutz­fens­ter ein­ge­baut wer­den wegen dem Denk­mal­schutz aber dass ver­ges­sen die Möch­te-Gern-Poli­ti­ker alla Sebas­ti­an Cza­ja ja ger­ne immer wie­der!

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