Ein Gedanke zu „Schließen oder offen halten? Der große Streit um Tegel

  1. Der große Streit um Tegel. Geht es überhaupt um Tegel? Eines wird auf jeden Fall deutlich: Durch die Tegel Kampagne der FDP, AfD und CDU wurden in Berlin die Ost-West Gräben wieder aufgerissen und die Gesellschaft tief gepalten. Es wird immer deutlicher, welche wahren Ziele Herr Czaja und seine “Tegel-Retter” tatsächlich verfolgen. Es geht darum, die Emotionen und nostalgischen Gefühle, welche hauptsächlich die Westberliner für den TXL empfinden zu missbrauchen, dem Berliner Senat “eins auszuwischen”. In allen Diskussionen zum Volksentscheid werden neben den BER “Argumenten” nun auch alle anderen politischen Themen aus der Kiste geholt. Ein Volksentscheid als Generaldebatte. Herr Czaja hatte ja auch schon seine weitere Drohkulisse aufgebaut indem er ein weiteres Volksbegehren zur Abwahl des Senats angekündigt hat, wenn der Senat dem Volksentscheid nicht in seinem Sinne folgen sollte. Dem hat jetzt aber die CDU schon eine Abfuhr erteilt. Offensichtlich gibt es wenigstens da noch ein paar vernünftige Leute. Wenn man sich mal so die Diskussionen und die Stimmungslage der Bevölkerung anschaut, dann könnte man auf folgenden Gedanken kommen:

    Wie lösen wir das Kapazitäts- und Kostenproblem am BER?

    Die (West)Berliner haben ja offensichtlich Angst, dass sie in Zukunft nicht mehr zu ihren geliebten Urlaubszielen gelangen, weil der BER zu klein ist und auch noch fast in Sibieren liegt.

    Hier ist die Lösung zum BER Kapazitätsproblem:

    1. Tegel wird geschlossen mit der Folge, dass viele (West)Berliner dann nicht mehr fliegen, was minus 6 Mio. Passagiere ausmacht (Schlussfolgerung aus den „Argumenten“ zum Volksentscheid).

    2. Tegel wird geschlossen und die Passagiere aus MV und Polen wandern ab nach Hamburg und Rostock, macht minus 4 Mio. Passagiere (steht so in einem Gutachten der Länder HH, MV, SH und Niedersachsen, was aber als Argument bisher nirgendwo auftaucht)

    Dann brauchen wir am BER zur Eröffnung nur noch Kapazitäten für 25 Mio. Passagiere. Im Jahre 2040 fliegen dann vielleicht 35 Mio. Passagiere vom BER. Da reicht es aus, wenn neben der Nordpier auch die Südpier verlängert wird.

    Das spart riesige Summen für den weiteren Ausbau des BER, die dann für andere wichtige Aufgaben zur Verfügung stehen.

    Da viele (West)Berliner dann nicht mehr in den Urlaub fliegen, fahren sie nach MV und Polen an die Ostsee. Dann lernen die (West)Berliner endlich mal ihre Nachbarn kennen und es bringt einen enormen Aufschwung für die Menschen dort.

    Da viele (West)Berliner Business-Jetter dann auch nicht mehr fliegen, fahren sie mit der Bahn nach München, Köln, Frankfurt und so weiter. Das bringt viel Aufschwung für die Bahn (die fahren ja alle First-Class) und schont die Umwelt.

    Ob’s ernst gemeint ist, können Sie selbst für sich entscheiden. Am 24.09. kann die Entscheidung aber nur heißen:

    Ich stimme mit NEIN beim Volksentscheid

Schreibe einen Kommentar