Lufthansa verlängert den Einsatz der Jumbo-Flüge über Tegel

Ein Kommentar von Klaus Dietrich zu dem Artikel in der Berliner Zeitung:

Lärmbelastung für Pankow: Lufthansa verlängert Jumbo-Einsatz

Wie zu erwarten, hat die Lufthansa angekündigt, den Einsatz der Jumbo Dreck- und Lärmschleudern bis zum 21. Dezember zu verlängern.
Die Begründung lautet, dass es darum geht, den hohen Bedarf zu decken. Obwohl die Preise für innerdeutsche Flüge wegen der AirBerlin Pleite um fast 50% gestiegen sind, behauptet die Lufthansa, dass die Jumbo-Flüge angeblich nicht Kosten deckend sind. Die Lufthansa als Samariter der preis-geschundenen Passagiere.

Übrigens sind viele Passagiere nach dem Ausfall der AirBerlin auf die Schiene umgestiegen. Da kann man nur hoffen, dass sie dabei bleiben wenn sie erst einmal merken, dass sie dadurch kaum später aber dafür wesentlich stressfreier an ihr Ziel kommen. Wahrscheinlich ist es eher das, was die Lunfthansa fürchtet.

Außerdem, warum können die Dreck- und Lärmschleudern nicht eigentlich von Schönefeld aus starten? Wenn man sich die Entwicklung der Flugbewegungen und Passagierzahlen am SXF anschaut, dann gewöhnen sich jetzt schon immer mehr Passagiere daran, von Schönefeld aus zu fliegen (bis 09/2017 ein Wachstum SXF von 16,5%, TXL mit -3,8%). Ein Problem mit den Slots am SXF scheint es ja auch nicht zu geben, sonst gäbe es ja keine Steigerung der Flugbewegungen (bis 09/2017 SXF um 10,5%, TXL mit 1,1%).

Die Lufthansa unterstützt damit weiter die Rücksichtslosigkeit der Bequemen und Egoisten.

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