Die Standard-Lüge oder
das Tarnkappen-Argument
der „Tegel-Retter“

Ist es eine Lüge, wenn man zu einem Sachverhalt einfach wesentliche Fakten verschweigt?
Wenn durch Weglassen von Fakten die Kernaussage verfälscht wird, dann ist es auch eine Lüge.

Die Betreiber und Befürworter des Volksentscheids der Czaja-FDP, der AfD und der CDU behaupten, der BER sei mit einer Eröffnungskapazität von 22 Mio. Passagieren zu klein und auch insgesamt zu klein konzipiert. Sie verschweigen dabei die wesentliche Tatsache, dass durch den bis 2025 geplanten Parallelbetrieb von BER und SXF bei Eröffnung mehr als 38 Mio. Passagiere und später bis zu 60 Mio. Passagiere abgefertigt werden können. Wie diese Aussage dann zu bewerten ist, siehe oben.

Weil dieses „Argument“ die Hauptrechtfertigung für diesen Volksentscheid ist, hat Frau Grütters (CDU) in Radio 1 „Der Schöne Morgen“ diese fakenews gerne noch mal aufgegriffen.

Die Betreiber dieses Volksentscheid wissen natürlich, dass ihr Basis-“Argument“ eine Lüge ist. Es dient ihnen dazu, die Emotionen und Vorurteile weiter schüren zu können.
Dieses Scheinargument hat jedoch im Wesentlichen die Funktion einer Tarnkappe. Denn hinter diesem „Argument“ kann man als „Tegel Befürworter“ sehr einfach seine wahren Motive verbergen.

Die verborgene wahre Abischt

Die Betreiber und Befürworter des Volksentscheids der Czaja-FDP, der AfD und der Trittbrett-Fahrer der CDU verbergen dahinter ihre wahre Absicht, der Rot-Rot-Grünen Koalition eine politische Niederlage beibringen zu wollen. Sie missbrauchen diesen Volksentscheid für ihre politischen Ziele. Sie lassen sich dabei sogar von einer Billigfluggesellschaft wie Ryanair finanziell unterstützen, die damit rein kommerzielle Ziele verfolgt. Sie machen sich damit zum Büttel dieses Unternehmens.

Die „JA“-Sager aus der Bevölkerung verbergen dahinter ihre Bequemlichkeit, ihre nostalgischen Gefühle, ihren Unwillen zur Rücksichtnahme, ihre Ängste und ihren Ärger und Wut über die Handhabung des Projekts „BER“. Das Tarnkappen-Argument ist sogar geeignet diesen Menschen gegenüber zu verschleiern, dass sie dazu missbraucht werden sollen, ihr wichtigstes Mitbestimmmungsinstrument eines Volksentscheids ad absurdum zu führen.

Das Tarnkappen-Argument soll den Wähler*Innen eine scheinbare Rechtfertigung und Beruhigung des Gewissens für ihr „Ja“ zum Volksentscheid an die Hand geben. Es soll sie von der eigenen rationalen Meinungsbildung entbinden.

Dieser Volksentscheid erinnert in fataler Weise an das BREXIT Referendum. Da haben sich dann nach dem Erfolg die Betreiber aus dem Staub gemacht und in großen Teilen der Bevölkerung Heulen und Zähneknirschen hinterlassen.

Das kann nicht das Ziel sein.

Reissen Sie den „Tegel-Rettern“ die Tarnkappe herunter und stimmen Sie mit NEIN!

12 Gedanken zu „Die Standard-Lüge oder
das Tarnkappen-Argument
der „Tegel-Retter“

  1. Das Volk hat entschieden. Da müssen Sie sich dem jetzt auch beugen. Interessant, dass es dazu auf dieser Seite keinen einzigen Kommentar gibt.

    1. Nein, das Volk hat nicht entschieden! Knapp über 50% der Menschen, die ihre Stimme abgegeben haben, haben – aus welchen Gründen auch immer- für die Offenhaltung gestimmt. Aber leider- dies hat die Geschichte uns gelehrt- waren Entscheidungen von scheinbaren Mehrheiten nicht immer gut. Fragen Sie MedizinerInnen , wie Sie über Stressoren, wie Lärm, Kerosin usw. denken. Ein innerstädtischer Flughafen wie Tegel würde heute keine Genehmigung mehr erhalten. Und dies ist auch gut so. Schade, dass Populisten so ein leichtes Spiel haben, auf Dummfang zu gehen.

  2. Guten Abend,

    immer wieder dieses Argument mit höchstrichterlich entschieden…

    Am BER wird jeden Tag das Recht gebrochen und gebogen bis zum Exzess.

    Berlin braucht keine weitere Brache mitten in der Stadt. Warum sollte ausgerechnet in Tegel das mit den Wohnungen klappen, was sonst nicht in der Stadt klappte??

    Berlin braucht Tegel und wenn BER 2025 oder wann auch immer aufmacht, halbieren sich doch die Flugbewegungen. Wir leben in Berlin und nicht auf dem Dorf…auch wenn diese Diskussion manchmal den Anschein erweckt.

  3. Nur darum geht es: Macht um jeden Preis! Ohne Rücksicht auf Anwohner und die Rechtslage! Diese völlig verlogene populistische Allianz aus FDP, CDU und AfD verfolgt doch ausschließlich egoistische Motive und schreckt vor keiner Verdrehung und scheinheiliger Argumentation zurück! Diesen Machenschaften muss endlich ein Riegel vorgeschoben werden. Den Anwohnern z. B. kann der tägliche Fluglärm doch nicht weiter zugemutet werden, nur weil jemand ein oder zweimal im Jahr bequemer in Urlaub fliegen will, weil Tegel mal gerade um die Ecke liegt, der Betreffende aber von dem Fluglärm gar nicht tangiert wird! Von allen juristischen und finanziellen Konsequenzen ganz abgesehen! Wer das fordert, ist rücksichts- und verantwortungslos! Schluss damit!!!

  4. Tegel soll und muß bestehen bleiben..ich bin geboren in West Berlin spandau hackenfelde’1974.
    Manche leute zahlen dafür, ein flugzeug zu besichtigen! Mich hat es nie gestört der flugzeuglärm.is nun mal Berlin! und wem das hier zu laut ist,kann ja in die ruhige Zone ziehen. Ins umland! es kommen umländer hierher, die mitten in berlin am wasser wohnen wollen. wollen aber keinen schiffsverkehr ??? für son’e menschen habe ich kein verständis,also geht weg und bleibt da!!! Warum soll ich quer durch berlin fahren um zu fliegen wenn ich bei mir durch’en wald gehen kann.!? Danke für EUER verständnis, das ihr hier, uns alteingesenen was vorschreiben wollt,oder zu entscheiden…

    1. Herr Noack, wenn Sie so auf Fluglärm (und die von Flugzeugen verursachten Luftschadstoffe) stehen und schnell zu einem Flughafen wollen, dann ziehen Sie doch nach Schönefeld. Fluglärm&-dreck “is nich Berlin”, sondern macht krank. So ein intensiv genutzter Flughafen gehört schlicht und ergreifend nicht ins Stadtgebiet einer Millionenstadt. München hat es mit Riem vorgemacht.

      1. Es tut mir leid um die Anwohner, die unter Lärm leiden.
        Ich bin jedoch der Meinung, dass viele der 300.000 Betroffenen bereits aus freien Stücken im Bereich wohnten, BEVOR die Schließung von TXL thematisiert wurde. Daher ist es nun nicht nachvollziehbar, wie diese Personen auf die rechtliche Verbindlichkeit der Schließung pochen. Gerade diese Personen hatten bei Hinzug/Einzug nicht erwarten können, dass der Flughafen schließt.
        Und wenn mich etwas krank macht, dann gehe ich zum Arzt und der wird mir sagen, dass ich mich vom Lärm fernhalten soll. Ich muss zusehen mich selbst dem Lärm zu entziehen und nicht andere dafür verantwortlich machen. Wer macht die Politik für seine Krankheit verantwortlich??? Abschließend bleibt die Frage, ob eine Berliner Regierung es schafft, einen geschlossenen TXL in das zu verwandeln was geplant ist- siehe Tempelhof, da konnte nicht mal die Randbebauung genehmigt werden.
        Daher sollte TXL lieber offen bleiben. Mit JA Stimmen;-)

        1. Da stellt sich doch die Frage, wo die vielen der 300.000 Betroffenen hinziehen soll(t)en? Wo bitte gibt es in der Berlin dafür alternativen Wohnungraum? Haben Sie darauf eine Antwort, Herr/Frau Charlottenburger?

          Außerdem geht es hier nicht nur um den Lärm, der (wie von diversen Studien untermauert) krank macht. Es geht auch um das Sicherheitsrisiko und die Emmission von Schadstoffen.

          Der Flughafen Tegel muss schließen…. gemäß Konsensbeschluß von 1996 und Planfeststellungsbeschluss von 2004.

        2. Lieber Charlottenburger,

          der Name lässt vermuten, das Sie im nicht oder kaum von Fluglärm betroffenen Charlottenburg wohnen. In ihren Satz “Daher ist es nun nicht nachvollziehbar, wie diese Personen auf die rechtliche Verbindlichkeit der Schließung pochen” widerlegen Sie sich selbst, indem Sie etwas richtiges aussprechen: Die Schließung ist rechtlich verbindlich. Es ist vielmehr nicht nachvollziehbar, was verwerflich daran sein soll, auf der Umsetzung geltenden Rechts zu bestehen.

          Sie übersehen in Ihrer Argumentation auch ein paar Dinge:
          Die Anzahl der Flugbewegungen hat in den letzten Jahren massiv zugenommen. Für langjährige Anwohner ist die Belastung also viel höher als früher. Des weiteren würde ich behaupten, dass fast alle der vielen in den letzten 8-9 Jahren zugezogenen dies in Erwartung der Schließung von Tegel getan haben.

          Fazit: Es stimmt nicht, dass die meisten Anwohner sich freiwillig diesem Lärm aussetzen.

          Sie gehen scheinbar davon aus, dass der Lärm nur besonders empfindliche Leute krank macht, sonst könnten sie nicht vorschlagen, diese Leute sollten doch bitte wegziehen. Lärm ist aber für jeden gesundheitsschädlich, besonders für Kinder. Soll in der Einflugschneise niemand mehr Kinder bekommen?

          Der Vergleich mit Tempelhof ist aus der Luft gegriffen, da es dort zunächst keine konkreten Planungen des Senats und einen Volksentscheid gab, der einem Gesetz mündete. So etwas ist in Tegel weder in Sicht ist, noch würde es Aussicht auf Erfolg haben.

          1. Einige Argumente kann ich nachvollziehen, andere entbehren leider jeder Grundlage.
            Flugbewegung hat zugenommen-ja.
            Lärm macht krank-ja.
            Umweltverschmutzung nimmt zu-ja.
            Zuzug vor 8-9 Jahren-Nein!
            Geltendes Recht-Nein!
            Gesetze werden in unserem Land beschlossen, überprüft, angepasst, tlw. geändert und abgeschafft. Eine Bestandschutz auf ein Gesetz gibt es nicht, somit kann man in meinen Augen der Hinzug ins das Lärmgebiet damit nicht argumentativ unterlegt werden. Es besteht nun die Möglichkeit das geltende Recht zu ändern, weil es die Demokratie anscheinend so möchte. Was ist daran falsch?

            Die Nutzung von Tempelhof würde durch eine demokratische Abstimmung entschieden. Es war eben nicht der Wille der Berliner Wohnungen zu bauen und Forschungszentren zu bilden. Ebenso verhält es sich mit Tegel, der Berliner könnte hier per Entscheid wieder über eine Nutzung (be)stimmen und was wir nicht mehr haben, wäre ein funktionierender Flughafen.

        3. Charlottenburger, während ich das schreibe starten gerade aller 90 sec. Flugzeuge über meinem Haus, und das wird bis Mitternacht andauern.
          Jetzt mal Butter bei die Fische.
          Ich biete an :
          98 qm in bester Lage in Pankow , von 6 Uhr bis 00 Uhr Fluglärm gratis
          zum Tausch gegen 98 qm in Charlottenburg, Steglitz u.ä. Bezirke.
          Möglichst ohne Fluglärm.
          Na los ,Nachbarn zugreifen!

          1. Ja, ich biete eine 57-m²-Wohnung im Prenzlauer Berg zum Tausch. Gleiche Wohnbedingungen wie bei “Flugbegleiter”. Flugbetrieb leider bis in die Nachtstunden. Nachtflugverbot ist abgeschafft. Bei offenem Fenster schlafen geht auch nicht. Also Tegel-Fans aus ruhigeren Regionen: her mit den Angeboten ohne Fluglärm. PS: wer hat eigentlich die Zahl von 300 000 von Fluglärm Betroffenen in die Welt gesetzt? Ich komme auf erheblich mehr EinwohnerInnen in den betroffenen Bezirken. Im Zweifelsfall gerne mal mit dem Phone den Fluglärm messen. Die app dazu lässt sich runterladen.

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