Die Fakenews der Czaja-FDP, der AfD und der CDU-Trittbrettfahrer

Ein Kom­men­tar zu den Tages­spie­gel-Arti­keln

 von Klaus Diet­rich

Ausbau des BER auf 58 Millionen Passagiere

Die­ser Bei­trag wider­legt zwei Sach­ver­hal­te, die immer wie­der als Falsch­mel­dun­gen von der Cza­ja-FDP, der AfD und den Tritt­brett­fah­rern der CDU in die Welt gesetzt wer­den. Sie wie­der­ho­len gebets­müh­len­ar­tig die Lügen, „der BER kann die Pas­sa­gier­zah­len bei sei­ner Eröff­nung nicht bewäl­ti­gen“ und „der BER ist auf Dau­er zu klein“. End­lich wird klar gestellt, dass die­se Basis-“Argumente“ in das Reich der Fake­news gehö­ren.

Herr Cza­ja, die AfD und die CDU neh­men schlicht­weg ein­deu­tig beleg­ba­re Fak­ten nicht zur Kennt­nis und benut­zen ihr Lügen­ge­bäu­de, um damit die Emo­tio­nen zu schü­ren und die Ber­li­ner Gesell­schaft zu spal­ten.

Der BER ist vom Kon­zept her geeig­net, mehr als 60 Mio. Pas­sa­gie­re abzu­fer­ti­gen, wenn die Ter­mi­nal­ka­pa­zi­tä­ten ent­spre­chend aus­ge­baut wer­den. Das basiert dar­auf, dass die Kon­fi­gu­ra­ti­on der Lan­de­bah­nen und die Dimen­sio­nie­rung der Roll- und Vor­fel­der in der Spit­ze 83 und im Durch­schnitt 70 Flug­be­we­gun­gen pro Stun­de erlau­ben. Das sind bei 17 Betriebs­stun­den am Tag ins­ge­samt 434.350 Flug­be­we­gun­gen im Jahr. Die­se Zah­len ste­hen im Plan­fest­stel­lungs­be­schluss zum BER vom 29.7.2004 auf den Sei­ten 327 – 408 (den man sich im Inter­net leicht her­un­ter laden kann).

Schon heu­te wer­den im Durch­schnitt am Flug­ha­fen Schö­ne­feld-Alt im Duch­schnitt 136 Pas­sa­gie­re pro Flug­be­we­gung beför­dert (sie­he ADV Sta­tis­tik 2016, eben­falls im Inter­net ver­füg­bar). Bei 434.350 Flug­be­we­gun­gen sind das knapp 60 Mio. Dies ent­spricht der Zahl, die nun­mehr die Grund­la­ge für die Aus­bau­plä­ne am BER durch die FBB im Mas­ter­plan ist.

Wenn Herr Cza­ja, die AfD und die CDU sich also Sor­gen um die funk­ti­ons­ge­rech­te Abfer­ti­gung der Pas­sa­gier­zah­len machen, war­um for­dern sie nicht sinn­vol­ler Wei­se den Aus­bau des BER? Denn wenn man die jedem zugäng­li­chen Daten zur Kennt­nis neh­men wür­de, dann wäre das die nach­voll­zieh­ba­re For­de­rung. Statt­des­sen wer­den aber laut­stark die popu­lis­ti­schen Paro­len von den genann­ten Par­tei­en ver­brei­tet. Damit ver­spricht man sich näm­lich mehr in der Errei­chung des eigent­li­chen Ziels des Volks­ent­scheids.

Der Missbrauch eines Volksentscheids

Der Cza­ja-FDP, der AfD und der Tritt­brett-CDU geht es pri­mär gar nicht um die Offen­hal­tung von Tegel. Sie miss­brau­chen die­sen Volks­ent­scheid als Metho­de, um über die Poli­tik des Ber­li­ner Senats abstim­men zu las­sen. Aber das steht so nicht im Argu­men­ta­ti­ons­blatt zum Volks­ent­scheid. Aber die­se Rech­nung wird nicht auf­ge­hen, weil die BER­li­ner Wähler*Innen nicht so dumm sind, wie die Cza­ja-FDP, die AfD und die Tritt­brett-CDU glau­ben.

4 Gedanken zu „Die Fakenews der Czaja-FDP, der AfD und der CDU-Trittbrettfahrer

  1. Ryan­air ein sehr guter Part­ner für Pro-TXL:

    - Flü­ge strei­chen
    — Prei­se für Hand­ge­päck erhö­hen
    — usw.

  2. Die­sem Herrn Lind­ner, der sich auf den Wahl­pla­ka­ten als “Der Tegel­ret­ter” selbst fei­ert, ist doch die Offen­hal­tung von Tegel völ­lig egal. Er hat Wäh­ler­stim­men gebraucht, um sei­nen maro­den Ver­ein über die 5%-Hürde zu hie­ven. Und da kamen ihm die Ber­li­ner, die zum aller­größ­ten Teil die Offen­hal­tung nur wol­len, weil ihnen der Weg nach SFX zu weit ist, gera­de recht. Um sein Ego auf­zu­päp­peln sind ihm 300.000 lärm­ge­plag­te Anwoh­ner in der Ein­flug­schnei­se egal. Ich wür­de ihn ger­ne mal zu einer Tas­se Kaf­fee auf dem Bal­kon ein­la­den, denn über mei­nem Bal­kon sind sie im Lan­de­an­flug etwa 100 Meter hoch. Ich glau­be, die­sem ‘glü­hen­den Befür­wor­ter’ wür­de nach spä­tes­tens 5 Minu­ten ein­fal­len, dass er ja einen wich­ti­gen Ter­min hat!
    Ich wün­sche die­sem Wen­de­hals und sei­ner Unter­neh­mer-Par­tei, dass sie dort­hin ver­schwin­den, wo sie hin gehö­ren — unter die 5%-Hürde!!

  3. Tegel ist der Trick sich inter­es­sant zu machen. Die FDP ist seit eini­gen Jah­ren zur 1-The­ma- Par­tei dege­ne­riert und hat mit Lind­ner und Cja­ja auch nur ein knap­pes Per­so­nal­re­ser­voir. Dahin die Zei­ten, wo Dah­ren­dorf, Hamm-Brü­cher u.a. Inte­lek­tu­el­le bun­des­weit The­men und Dis­kus­sio­nen mit bestimm­ten und beweg­ten. Ohne Tegel hät­te die FDP kein The­ma, das es in die Medi­en schaff­te. Scha­de, daß SPD und FDP inhalt­lich u per­so­nell so abge­sackt sind.

  4. Die Ryan­air-Gefäl­lig­keits­stu­die, auf die sich auch CDU, FDP, AfD bezie­hen, ent­hält in ihrem wich­tigs­ten Argu­ment einen sehr gro­ben Rechen­feh­ler bezüg­lich der Kapa­zi­tät von 2 Start­bah­nen. Die­se beträgt näm­lich (wie in Mün­chen) maxi­mal 90 Flug­be­we­gun­gen (und nicht 62). Die Ryan­air-Stu­die hat jedoch aus dem Plan­fest­stel­lungs­be­schluss eine voll­kom­men fal­sche Stel­le zitiert (näm­lich die alte Kapa­zi­tät von SXF und TXL) und dann noch falsch gerech­net.

    Den CDU-Mit­glie­dern wur­den somit direkt vor dem Mit­glei­der­vo­tum fal­sche Fak­ten unter­ge­ju­belt.

    Details sie­he hier:
    https://www.facebook.com/erik.de.bradley/posts/1233645320074552?pnref=story

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