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Stellungnahme zum Ergebnis des Volksentscheids

Stellungnahme der Bürgerinitiative »Tegel endlich schließen« zum Ergebnis des Volksentscheids

56 % der Berliner Wähler haben gestern ihr Kreuz bei JA gemacht. Das haben wir zur Kenntnis genommen und sind traurig darüber.

Aber was haben die 56 % denn damit ausdrücken wollen? Wie wir ja vorher immer gehört haben, gab es viele verschiedene Motive, beim VE mit JA zu stimmen. Ein Teil der Wähler wollte wirklich fuer die Offenhaltung von Tegel stimmen. Aber ein erheblicher Teil hat nicht deshalb JA gesagt, sondern aus ganz anderen Gründen. Viele wollten ihren Unmut über das BER-Desaster ausdruecken, manche wollten Herrn Müller eins auswischen, andere protestierten gegen die Verkehrspolitik der Grünen und nicht zuletzt sind da diejenigen, die Angst vor Mieterhöhungen haben.

Wieviele bleiben denn da wirklich noch übrig, die wirklich den Flughafen Tegel aus den von der Czaja-FDP, der AfD und der Trittbrettfahrer-CDU genannten Gründen offen halten wollen?

Sind es 45 % oder sogar noch weniger?

Wir von der BI Tegel endlich schliessen kämpfen deshalb weiter für unsere Kernforderung:

TEGEL MUSS SCHLIESSEN

Wir fordern den Berliner Senat, die Landesregierung von Brandenburg und die Bundesregierung als Gesellschafter der FBB auf, Wort zu halten und das an die Laermgeplagten Anwohner gegebene Versprechen einzuloesen.

Der Flugverkehr hat die Lebensqualität in Pankow erheblich eingeschränkt

von Ruth Misselwitz (ehem. Pfarrerin der Ev. Kirch Alt-Pankow)

Ruth Misselwitz

Ich wohne seit 40 Jahren in Pankow. Anfangs habe ich den Fluglärm kaum wahrgenommen, da habe ich am U-Bahnhof Vinetastr. gewohnt. Seit 1991 wohne ich im Zentrum von Pankow direkt unter der Einflugschneise. Auch hier war es damals für mein Empfinden noch auszuhalten, hat man doch schon über die Schließung von Tegel verhandelt. Inzwischen ist der Lärm zu einer entsetzlichen Plage geworden. Tag und Nacht donnern im Minutentakt die Maschinen, die immer größer werden, über unsere Köpfe hinweg. Den Balkon, den Garten oder die Terrasse zu nutzen, ist kaum mehr möglich. Der Flugverkehr hat die Lebensqualität in Pankow erheblich eingeschränkt weiterlesen

Gedanken zu einem sterbenden Flughafen

Von Arild Brock, Künstler und Soziologe (Berlin-Pankow)

Berliner Flughafengefühle
Arild Brock

Eine „gefühlte Ewigkeit“ hat sich der neue BER Flughafen verzögert. Auf dieses Gefühl können sich die Berliner bestimmt einigen. Dann ist aber auch Schluss mit der gefühlten Einigkeit. Betreffend weitere Gefühle tritt in erster Reihe der Ärger der 300 000 von dem Fluglärm Tegels direkt betroffenen Anwohner auf. Sie mögen den Lärm nicht, und wollen deshalb den erwähnten Flughafen auch nicht weitergetrieben sehen. Gefühlt, Gedanken zu einem sterbenden Flughafen weiterlesen

„Dann zieh’ doch weg“, lese ich . . .

Ein Beitrag von Jasmin Tabatabai 

Liebe Freunde, liebe Berliner, liebe  Berlinerinnen

seit 2005 wohne ich mit meiner Familie in Pankow-Niederschönhausen. Und wie viele andere liege ich zurzeit oft nächtens wach. Nicht nur wegen der Flieger, die selbst zu nachtschlafender Zeit über meinen Kopf hinwegdonnern, sondern auch aus Sorge und Ärger.

Ich ärgere mich, dass ich in die Situation gebracht worden bin, mir überlegen zu müssen, ob ich es meiner Familie gegenüber verantworten kann, hier wohnen zu bleiben, sollte dieser Volksentscheid dazu führen, dass Tegel dauerhaft offengehalten wird. Seit fünf Jahren warten wir sehnlichst und geduldig darauf, dass dieser höllische Fluglärm, der Tag für Tag und Nacht für Nacht über uns hinwegzieht, endlich aufhört. „Dann zieh’ doch weg“, lese ich . . . weiterlesen