Archiv der Kategorie: Kommentar

Überwiegend innerdeutsche Städteflüge von und nach Tegel

Ein Kom­men­tar von Y. Karow, Ein­flug­schnei­se Span­dau

Wer z. B. mit fligh­t­ra­dar 24 die Flug­be­we­gun­gen von und nach Tegel ver­folgt, weiß schon lan­ge, was ges­tern auch der Tages­spie­gel fest­ge­stellt hat: Es han­delt sich fast immer um inner­deut­sche Städ­te­flü­ge, z. B. nach Frank­furt, Stutt­gart, Düs­sel­dorf, Nürn­berg und: ins­be­son­de­re nach Mün­chen (!). Alle­samt Zie­le, die u.a. wesent­lich umwelt­scho­nen­der mit der Deut­schen Bahn zu errei­chen sind. D. h. die­je­ni­gen, die am Sonn­tag mit “Ja” gestimmt hat­ten (für die Offen­hal­tung Tegels), wer­den mit Sicher­heit ent­täuscht sein, wenn sie fest­stel­len müs­sen, daß es mit­nich­ten dar­um geht, für “die Ber­li­ner” Tegel offen hal­ten zu wol­len, son­dern für die Cza­jas, Lind­ners und Grütt­gers sowie Geschäfts­rei­sen­den, die es ledig­lich schnel­ler und beque­mer als in der Bahn haben wol­len. Von Tegel bis in die FDP-Par­tei­zen­tra­le in der Rein­hardt­stra­ße sind es, wenn kein Stau ist, ledig­lich zehn Auto­mi­nu­ten. Dafür sind sie ohne Skru­pel bereit, die Wohn- und Lebens­qua­li­tät von Hun­dert­tau­sen­den zu opfern. Zynisch ist, wer behaup­tet, mit Lärm­schutz wäre die Sache erle­digt: Flug­zeug­lärm ist nicht nur in den Häu­sern, son­dern vor allen Din­gen drau­ßen: Wer bit­te kann einen Lärm­schutz bereit stel­len für Spiel­plät­ze, Sport­an­la­gen, Pau­sen­hö­fe, Park­an­la­gen, Stra­ßen­ca­fes, Gär­ten, Bal­ko­ne, Ter­ras­sen .… ?

Die Standard-Lüge oder
das Tarnkappen-Argument
der „Tegel-Retter“

Ist es eine Lüge, wenn man zu einem Sach­ver­halt ein­fach wesent­li­che Fak­ten ver­schweigt?
Wenn durch Weg­las­sen von Fak­ten die Kern­aus­sa­ge ver­fälscht wird, dann ist es auch eine Lüge.

Die Betrei­ber und Befür­wor­ter des Volks­ent­scheids der Cza­ja-FDP, der AfD und der CDU behaup­ten, der BER sei mit einer Eröff­nungs­ka­pa­zi­tät von 22 Mio. Pas­sa­gie­ren zu klein und auch ins­ge­samt zu klein kon­zi­piert. Sie ver­schwei­gen dabei die wesent­li­che Tat­sa­che, dass durch den bis 2025 geplan­ten Par­al­lel­be­trieb von BER und SXF bei Eröff­nung mehr als 38 Mio. Pas­sa­gie­re und spä­ter bis zu 60 Mio. Pas­sa­gie­re abge­fer­tigt wer­den kön­nen. Wie die­se Aus­sa­ge dann zu bewer­ten ist, sie­he oben. Die Stan­dard-Lüge oder
das Tarn­kap­pen-Argu­ment
der „Tegel-Ret­ter“
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Schallschutz-Kosten: FDP muß Rechtsverstoß zugeben

Volks­ent­scheid Tegel: FDP Lan­des­ver­band Ber­lin hat Unter­las­sungs­er­klä­rung unter­zeich­net

Die Ber­li­ner FDP darf nicht län­ger behaup­ten, dass ein Gut­ach­ten des Öko-Insti­tuts die Kos­ten für den Schall­schutz am Flug­ha­fen Tegel auf rund 108 Mil­lio­nen Euro bezif­fert hat. Beim Öko-Insti­tut ist heu­te eine ent­spre­chen­de Unter­las­sungs­er­klä­rung des Lan­des­ver­ban­des ein­ge­gan­gen. Schall­schutz-Kos­ten: FDP muß Rechts­ver­stoß zuge­ben wei­ter­le­sen

Appell an die WestBERliner: Jetzt aber mal Verstand statt Bequemlichkeit!

Berlin Trend - Knappe Mehrheit will Tegel offen halten | Berliner Morgenpost

Ein Auf­ruf von Klaus Diet­rich

Lie­be West­BER­li­ner,

es kann doch nicht sein, dass Sie weni­ger Durch­blick haben als Ihre Mit­bür­ger aus dem Ost­teil der Stadt. Ein Volks­ent­scheid ist nicht dafür geschaf­fen und in unse­rer Ver­fas­sung ver­an­kert wor­den, um als poli­ti­sche Far­ce miss­braucht zu wer­den. Appell an die West­BER­li­ner: Jetzt aber mal Ver­stand statt Bequem­lich­keit! wei­ter­le­sen

Taxifahrer müssen Werbung für die Offenhaltung des Flughafens Tegel entfernen

Kom­men­tar zum Mor­gen­post-Arti­kel 

Ber­li­ner Taxi­fah­rer dür­fen nicht für die Offen­hal­tung des Flug­ha­fens Tegel wer­ben

von Klaus Diet­rich

Weil Wer­bung für poli­ti­sche The­men auf Taxis ver­bo­ten ist, hät­ten die Auf­kle­ber in die­sem Fall auch zu Recht ent­fernt wer­den müs­sen, sag­te ein FDP-Spre­cher.”

Alles klar Herr Kro­ma­rek? So weit zum Ver­wal­tungs­recht­ler.

Natür­lich zeigt sich der Vor­sit­zen­de des Ver­eins „Tegel bleibt offen e. V.“, Herr Kro­ma­rek empört dar­über, dass die Taxi­fah­rer sei­ne Wer­bung für Tegel wie­der ent­fer­nen müs­sen. Die­se Empö­rung zeigt, wie wenig der Ver­wal­tungs­ju­rist Kro­ma­rek vom Ver­wal­tungs­recht ver­steht. Es ist klar gere­gelt, dass Taxis kei­ne poli­ti­sche Wer­bung machen dür­fen. Die­ser Vor­gang zeigt ein­mal mehr, dass sich die Tegel-Befür­wor­ter ger­ne frag­wür­di­ger Mit­tel in ihrer Kam­pa­gne bedie­nen. Taxi­fah­rer müs­sen Wer­bung für die Offen­hal­tung des Flug­ha­fens Tegel ent­fer­nen wei­ter­le­sen