Archiv der Kategorie: Dokumentation

Schallschutz-Kosten: FDP muß Rechtsverstoß zugeben

Volks­ent­scheid Tegel: FDP Lan­des­ver­band Ber­lin hat Unter­las­sungs­er­klä­rung unter­zeich­net

Die Ber­li­ner FDP darf nicht län­ger behaup­ten, dass ein Gut­ach­ten des Öko-Insti­tuts die Kos­ten für den Schall­schutz am Flug­ha­fen Tegel auf rund 108 Mil­lio­nen Euro bezif­fert hat. Beim Öko-Insti­tut ist heu­te eine ent­spre­chen­de Unter­las­sungs­er­klä­rung des Lan­des­ver­ban­des ein­ge­gan­gen. Schall­schutz-Kos­ten: FDP muß Rechts­ver­stoß zuge­ben wei­ter­le­sen

Danke Tegel – es reicht!

Kampagnen-Treffen:                                   “Gegen den Fluglärm”

Ver­net­zungs­tref­fen von Flug­lärm-Geg­nern

Der Kreis­vor­sit­zen­de­ne der Rei­ni­cken­dor­fer SPD und Abge­ord­ne­te des zustän­di­gen Wahl­krei­ses Jörg Stro­ed­ter läd alle Flug­ha­fen-Geg­ne­rin­nen und Geg­ner ein,

am Donnerstag, den 11. Mai 2017,
um 18:30 Uhr ins Kreisbüro der SPD Reinickendorf,
Waidmannluster Damm 149, 13469 Berlin

um die künf­ti­ge Stra­te­gie zu bespre­chen. Dan­ke Tegel – es reicht! wei­ter­le­sen

Offener Brief an Stadtrat Andreas Otti

Offener Brief vom 18. Januar 2017 an Andreas Otti, Stadtrat für Facility Management, Umwelt- und Naturschutz im Bezirksamt Spandau von Berlin

Autor: Rolf-Roland Bley, Mit­glied der Flug­lärm­schutz­kom­mis­si­on für den Flug­ha­fen Ber­lin-Tegel

Sehr geehr­ter Herr Otti,

mit Befrem­den habe ich in der Sit­zung der Flug­larm­schutz­kom­mis­si­on am 12. Janu­ar 2017 Ihr Bekennt­nis zum Wei­ter­be­trieb des Flug­ha­fens Ber­lin-Tegel auf­ge­nom­men. Sie ver­tre­ten ein­deu­tig das Wahl­pro­gramm der AfD, das den wei­te­ren Betrieb des Flug­ha­fens Ber­lin Tegel for­dert.

Tegel ist nicht nur der Flug­ha­fen der kur­zen Wege, son­dern auch der Flug­ha­fen umfang­rei­cher Pro­ble­me! Für die­sen Flug­ha­fen hat es nie ein ordent­li­ches Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­ren nach deut­schem Recht gege­ben.

Seit Jah­ren lei­den zehn­tau­sen­de Anwoh­ner in Mit­te, Pan­kow, Rei­ni­cken­dorf und Span­dau Tag und Nacht unter Lärm und Dreck des Flug­be­triebs. Im Nah­be­reich der Lan­de­bah­nen wer­den im- mer wie­der Schäden an Dächern und Gebau­de­tei­len von Wohn­häu­sern durch Wir­bel­schlep­pen lan­den­der Flug­zeu­ge ver­ur­sacht. Es ist ein Wun­der, dass es bis­her noch zu kei­nen Personenschäden gekom­men ist.

Die Flug­lärm­schutz­kom­mis­si­on ist kein Podi­um fur eine Wei­ter­be­triebs-Debat­te. Die Fak­ten sind klar, ein­deu­tig und unwi­der­ruf­lich: Im Kon­sens­be­schluß vom 28. Mai 1996 wur­de fest­ge­legt und war auch Vor­aus­set­zung fur die Bau­ge­neh­mi­gung für BBI (jetzt BER) in Schönefeld, dass die innerstädtischen Flughäfen Tem-pel­hof und Tegel geschlos­sen wer­den. Tem­pel­hof been­de­te den Flug­be­trieb am 30. 10. 2008; Tegel muss spä­tes­tens 6 Mona­te nach der Inbe­trieb­nah­me von BER geschlos­sen wer­den. Die Ber­li­ner Flug­ha­fen-Gesell­schaft mbH hat am 16. Novem­ber 2001 bei der Senats­ver­wal­tung fur Stadt­ent­wick­lung bean­tragt, „dass die luft­recht­li­che Geneh­mi­gung und die luft­recht­li­che Plan­fest­stel­lung fur den Ver­kehrs­flug­ha­fen Ber­lin-Tegel sechs Mona­te nach … usw. rechts­un­wirk­sam wird.“

Als Kon­se­quenz erging neben dem sog. Schlie­ßungs­be­scheid am 2. Febru­ar 2006
der Bescheid uber die Ent­las­sung der Anla­gen und Fla­chen des Flug­ha­fens Ber­lin-Tegel aus der luft­ver­kehrs­recht­li­chen Zweck­be­stim­mung (Auf­he­bung der Plan­fest­stel­lung).
Die Ent­wid­mung ist seit dem 8. 8. 2008 bestands­kräf­tig (Mit­tei­lung des OVG Ber­lin- Bran­den­burg uber die Ruck­nah­me aller Kla­gen meh­re­rer Luft­ver­kehrs­un­ter­neh­men).

Die Flug­larm­kom­mis­si­on (dama­li­ge Bezeich­nung) hat in der 39. Sit­zung am 26. Febru­ar 2004 gemaß Auf­for­de­rung der Senats­ver­wal­tung für Stadt­ent­wick­lung – Ref. VII G 3 – zur Stel­lung- nah­me der von der BFG bean­trag­ten Schlie­ßung des Flug­ha­fens Ber­lin-Tegel mehr­heit­lich zuge­stimmt.

Eben­so hat das Bezirks­amt Span­dau – Bau 3 Um FL – im Anhörungsverfahren „aus­druck­lich die Still­le­gung des Flug­ha­fens zum nächst­mög­li­chen Ter­min, umfas­send mit Been­di­gung jeg­li­chen Flug­ver­kehrs, begrüßt.“ Auf­grund der Rechts­la­ge und Fak­ten fehlt mir des­halb jedes Ver­stand­nis für Ihr Ansin­nen.

Mit freund­li­chen Gru­ßen
Rolf-Roland Bley


Antwortschreiben von Herrn Andreas Otti

Sehr geehr­ter Herr Bley,

der Schutz der Bevöl­ke­rung vor Flug­lärm hat für mich aller­höchs­te Prio­ri­tät. Bei der Pla­nung und Nut­zung der Ber­lin tan­gie­ren­den Flug­rou­ten ist ein maxi­ma­ler Ziel­er­rei­chungs­grad i.V.m. Lärm­schutz zu erwir­ken.

Ich unter­stüt­ze daher nicht nur die For­de­rung zahl­rei­cher Bür­ger­initia­ti­ven nach einer Neu­ver­hand­lung der oben genann­ten Flug­rou­ten. Ich set­ze mich für eine umfas­sen­de Trans­for­ma­ti­on des Luft­ver­kehrs im Sin­ne eines über­grei­fen­den Lärm­schut­zes ein.

Sei­tens des Bezirks­am­tes Abtei­lung Faci­li­ty Manage­ment, Umwelt- und Natur­schutz gibt es kei­ne Plä­ne hin­sicht­lich der von Ihnen dar­ge­leg­ten Absich­ten zur Offen­hal­tung TXL. Das Pro­to­koll der Sit­zung der Flug­lärm­kom­mis­si­on vom 12. Janu­ar 2017 zeigt Ihnen noch­mals alle bespro­che­nen The­men­fel­der auf.

Mit freund­li­chen Grü­ßen
Andre­as Otti


Ein Kommentar:

Ottis Aus­kunft dar­über, dass es sei­tens des Bezirks­am­tes, Abtei­lung Faci­li­ty Manage­ment,
Umwelt- und Natur­schutz, kei­ne Absich­ten zur Offen­hal­tung von TXL gibt, klingt zunächst
beru­hi­gend. Die­se Tat­sa­che ent­spricht auch der ver­bind­li­chen Beschluss­la­ge der
Bezirks­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung (BVV) Span­dau aus meh­re­ren vor­an­ge­gan­ge­nen
Wahl­pe­ri­oden.

Aber:

Wie trennt Herr Otti sei­ne dienst­li­che Hal­tung von sei­ner per­sön­li­chen Ein­stel­lung als
Spre­cher des AfD-Bezirks­ver­bands Span­dau? Dort wird im Wahl­pro­gramm 2016 ein­deu­tig
der Wei­ter­be­trieb des Flug­ha­fens Tegel gefor­dert.

Unklar ist in der nebu­lö­sen Stel­lung­nah­me, mit wel­chen Flug­rou­ten sich Herr Otti befas­sen
will. Sind es die der­zeit prak­ti­zier­ten Rou­ten für TXL und SXF, oder die künf­ti­gen für BER?
Oder meint er die Flug­be­we­gun­gen über sei­ner Wahl­hei­mat Span­dau?

Ich unter­stel­le, dass er über­haupt nicht weiß, wor­über er schreibt. Die Ent­wick­lung
jeg­li­cher Flug­rou­ten durch die Deut­sche Flug­si­che­rung GmbH (DFS), die Erör­te­run­gen in
den betrof­fe­nen Gemein­we­sen, die Bera­tun­gen in den jewei­li­gen Flug­lärm­kom­mis­sio­nen
und letzt­lich die Fest­le­gung (Geneh­mi­gung) durch das Bun­des­auf­sichts­amt für
Flug­si­che­rung (BAF) erfor­dern weit über ein Jahr! Bezüg­lich der BER-Flug­rou­ten wur­de
über­dies vor Gericht gestrit­ten.

Ganz offen­sicht­lich hat Otti aus dem “Wahl­pro­gramm der AfD Ber­lin zur Abge­ord­ne­ten­haus­wahl 2016” von der Sei­te 19 ein­fach eini­ge Zei­len kopiert und in der Ich-Form etwas abge­wan­delt als Ant­wort an mich ver­wen­det.

Im Übri­gen liegt das Pro­to­koll der Sit­zung am 12. Janu­ar 2017 noch nicht vor und steht
erst zur nächs­ten Sit­zung der Flug­lärm­schutz­kom­mis­si­on, vor­aus­sicht­lich am 12. Okto­ber 2017, zur Ver­fü­gung.

Rolf-Roland Bley
Bür­ger­initia­ti­ve gegen das Luft­kreuz auf Stadt­flug­hä­fen

Flughafen Tegel endlich schließen … oder doch nicht?

Beim Ber­li­ner Pub-Talk dis­ku­tier­ten Hol­ger Lück ( BI Tegel end­lich schließen/DANKE TEGEL) und Sebas­ti­na Cza­ja (FDP)

Von Mat­thi­as Ban­nas und Ire­ne Waltz-Opperts­häu­ser

Der Flug­ha­fen Tegel ist bereits eini­ge Jah­re län­ger im Betrieb als geplant. Nun wird mit einem Volks­be­geh­ren das Ziel ver­folgt, den Flug­ha­fen auch nach Eröff­nung des BER offen zu hal­ten. Hier­zu dis­ku­tier­ten Sebas­ti­an Cza­ja, Gene­ral­se­kre­tär und FDP-Spit­zen­kan­di­dat bei der Wahl zum Ber­li­ner Abge­ord­ne­ten­haus und Mit­in­itia­tor des Volks­be­geh­rens, mit Robert Ide, Lei­ter der Ber­lin/Bran­den­burg-Redak­ti­on des Tages­spie­gels und Hol­ger Lück, „Bür­ger­initia­ti­ve Tegel end­lich schlie­ßen!“, beim Ber­li­ner Pub Talk am 9. Juni. Die Ver­an­stal­tung wur­de von Ire­ne Waltz-Opperts­häu­ser mode­riert. Flug­ha­fen Tegel end­lich schlie­ßen … oder doch nicht? wei­ter­le­sen