Bund und Brandenburg bleiben dabei: Tegel wird geschlossen

Kabi­netts-Sit­zung Ber­lin und Bran­den­burg: Wie die Ber­li­ner Mor­gen­post heu­te berich­tet, hal­ten Bund und Bran­den­burg an der Schlie­ßung fest und ver­wei­sen auf den Kon­sens­be­schluss. Sie zei­gen sich aber gesprächs­be­reit.


Pres­se­mit­tei­lung des Bünd­nis­ses „Tegel schlie­ßen. Zukunft Öff­nen.“ zum Ergeb­nis der gemein­sa­men Kabi­netts­sit­zung und der gemein­sa­men Lan­des­pla­nungs­kon­fe­renz von Ber­lin und Bran­den­burg:

Sehr geehr­te Damen und Her­ren,

Wir begrü­ßen die heu­ti­ge Ent­schei­dung der Lan­des­re­gie­run­gen von Ber­lin und Bran­den­burg, den gemein­sa­men Lan­des­ent­wick­lungs­plan unver­än­dert zu las­sen und wei­ter­hin auf nur einen Flug­ha­fen in der Regi­on zu set­zen. Ver­nünf­ti­ger­wei­se hat Bran­den­burg das Ansin­nen der Tegel-Befür­wor­ter zurück­ge­wie­sen. Das war ein sehr wich­ti­ger Schritt. Damit haben zwei Anteils­eig­ner der Flug­ha­fen­ge­sell­schaft FBB deut­lich gemacht, was sie von der fixen Idee hal­ten, Tegel wei­ter zu betrei­ben — nichts. Der Ber­li­ner Senat muss jetzt für sich klä­ren, wie er mit dem Ergeb­nis des Volks­ent­scheids umge­hen will. Ein rein juris­ti­sches Gut­ach­ten reicht dazu nicht aus. Der Senat muss in einem öffent­li­chen Dis­kurs alle Kon­se­quen­zen einer Offen­hal­tung Tegels dar­le­gen und abwä­gen — Kos­ten, Lärm für 300.000 Anwoh­ner, Stadt­ent­wick­lung, Woh­nungs­bau, Umwelt­aus­wir­kun­gen — und dann eine poli­ti­sche Ent­schei­dung tref­fen.

Für Rück­fra­gen kön­nen Sie sich wen­den an:

Klaus Diet­rich
mobil: 0170–8029434
Email: kdiet@gmx.de

 

3 Gedanken zu „Bund und Brandenburg bleiben dabei: Tegel wird geschlossen

  1. Das Land Bran­den­burg hat sich der fes­ten Basis ange­schlos­sen, dass es mit Tegel ab 2020 nicht mehr wei­ter­ge­hen soll? Sehr gut! 🙂

    Nun wird aller­dings ein neu­es Spek­ta­ku­lum am Him­mel sicht­bar: Die FDP Ber­lin unter­stützt eine wei­te­re Bewe­gung, die Tegel offen hal­ten will in Bran­den­burg.

    Auch hier wird er aus­nut­zen, dass die Bege­ben­hei­ten gut ste­hen, um ‘knapp zu gewin­nen’. In Ber­lin muss jedem klar gewe­sen sein, dass auch in den Gebie­ten, in denen die Belas­tung hoch ist, vie­le Stim­men für eine Offen­hal­tung bestehen, weil hier bis­her z.B. immer noch kein Mil­liue­schutz besteht, so dass die poten­ten­ti­el­len Fol­gen einer Schlie­ßung mehr Angst machen, als der Flug­lärm stör­ge­nau­so der Süden Ber­lins eben­falls für die Offen­hal­tung votiert, ist Selbst­zweck. Und der Rest Ber­lins? Wenn nicht betrof­fen, dann für die Offen­hal­tung. In Bran­den­burg bestehen eben­so gute Chan­cen: Der Süden an Ber­lin angren­zend sagt ver­mut­lich ja, lasst ihn offen, ein­fach zum Selbst­zweck. Der im Nor­den in der Flug­schnei­se lie­gen­de Teil nein. Und der Rest? Unbe­trof­fen. Immer dage­gen, denn das kommt gut, um dem Land zu scha­den, wird ver­mut­lich ein gro­ßes Motiv sein, wo rechts gewählt wird. Wirt­schaft­li­che Argu­men­te kön­nen aber genau­so über­zeu­gen, wie die Aus­sicht durch den Tou­ris­mus Stra­ßen­er­neue­run­gen und -anbin­dun­gen zu bekom­men. Eine berech­tig­te Hoff­nung.

    Bit­te, lie­bes Land Bran­den­burg, lie­bes Land Ber­lin bleibt stark! Tegel muss schlie­ßen, um nicht nur den Nor­den Ber­lins, der von der Ein­flug­schnei­se betrof­fen ist, zu ent­las­ten und wie­der bewohn­bar zu machen und auch damit hier ein wirk­sa­mer Wirt­schafts- und For­schungs­stand­ort ent­ste­hen kann!

    Lasst euch nicht unter­krie­gen!

    Lie­be Bür­ge­rin­nen in Bran­den­burg! Wenn ihr betrof­fen seid, wie auch immer, bedenkt bei eurer Ent­schei­dung wohl, ob ihr der Sache oder einem Gefühl folgt. Wenn ihr nicht betrof­fen seid, seid fair, denn die Sach­la­ge ist klar. Lest die Argu­men­te fur eine wei­te­re Off­nung genau und über­prüft sie auf ihre Umsetz­bar­keit — ihr wer­det sehen, dass es gar kei­ne Umset­zung gibt und wenn doch, dann ist sie ein­di­men­sio­nal und fehl­ge­lei­tet.

    Bit­te lasst die Betrof­fe­nen nicht im Stich — vor allem die, die ein­fach nicht anders stim­men konn­ten, aus Angst dass die Mie­ten im Ein­flug­ge­biet stei­gen!

    Und neben­bei: Mitt­ler­wei­le kann die Offen­hal­tung von Tegel ja fast alles: Sogar den Ver­kehr ent­las­ten, weil die Tou­ris­mus­we­ge gelenkt wer­den in zwei Rich­tun­gen. Was für ein Unfug! Wenn dann, dann geschieht das bereits jetzt!!!!

  2. Hal­lo,
    nach all Ihren Anti-Tegel Kom­men­ta­ren bin ich zu einem Schluss geko­men, den Sie sich wohl nicht ein­ge­ste­hen wol­len:
    Sie has­sen die Jugend Ber­lins, die Jugend Deutsch­lands und Euro­pas.
    Sie has­sen Leu­te mit gerin­gen finan­zi­el­len Mit­teln, z.B. die meis­ten älte­ren Men­schen.
    Sie haben die Frech­heit zu ver­lan­gen, dass ‘Son­der­re­ge­lun­gen bei den Tari­fen für neue Flug­ge­sell­schaf­ten am Stand­ort Tegel been­det wer­den sol­len’.
    Sie wol­len den Bil­lig­flug­ver­kehr von und nach Ber­lin abwür­gen. Ego­is­ti­scher geht es wirk­lich nicht.

    1. Ich lese gera­de Ihren Kom­men­tar an den Autor und wenn ich den rich­tig ver­stan­den habe.… SIND SIE NOCH GANZ DICHT? Sie belei­di­gen und unter­stel­len dem Autor ihre kru­den Ansich­ten und Inter­pre­ta­tio­nen.
      DAS nen­ne ich ego­is­tisch ( mil­de aus­ge­drückt)

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