9 Gedanken zu „Bürger-Petiton gegen die Offenhaltung des Flughafens Tegel

  1. Gibt es eigent­lich ein Quo­rum?

    Falls ja, ist es da nicht schlau­er als Geg­ner sich der Stim­me zu ent­hal­ten?

    1. Ein Gesetz­ent­wurf oder ein sons­ti­ger Beschluss­ent­wurf ist durch Volks­ent­scheid ange­nom­men, wenn die Mehr­heit der Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer und zugleich min­des­tens ein Vier­tel der Stimm­be­rech­tig­ten zuge­stimmt haben. Ein erfolg­rei­cher Volks­ent­scheid bedarf daher nicht nur mehr „Ja“-Stimmen als „Nein“-Stimmen, son­dern auch min­des­tens rund 613 000 „Ja“-Stimmen.
      Wenn Sie gegen die Offen­hal­tung Tegels sind, wäre es unter den gege­be­nen Umstän­den sicher­lich falsch, wenn Sie nicht wäh­len.
      Sie­he: https://www.berlin.de/sen/inneres/buerger-und-staat/wahlen-und-abstimmungen/volksinitiative-volksbegehren-volksentscheid/volksbegehren-und-volksentscheid/artikel.24015.php

  2. spielt eigent­lich die sicher­heit kei­ne rol­le mehr. geht die­se nicht vor der erreich­bar­keit des flug­ha­fens?

  3. Ich fin­de es unver­ant­wort­lich, dass Poli­ti­ke­rin­nen und Poli­ti­ker gro­ße Tei­le der Bevöl­ke­rung einem solch erheb­li­chen Gesund­heits­ri­si­ko wei­ter aus­set­zen wol­len, wie es mit dem Flug­ha­fen Tegel ver­bun­den ist. Ich woh­ne im Prenz­lau­er Berg: Das Wohn­ge­biet gehört offi­zi­ell nicht zur Ein­flug­schnei­se. Alle 2 Minu­ten dröh­nen hier Flug­zeu­ge über die Häu­ser. Seit eini­gen Tagen mes­se ich mit dem ipho­ne die Lärm­be­las­tung . Die meis­ten Flie­ger über­schrei­ten die zuläs­si­gen Wer­te um das 2–5 fache ! Schla­fen geht nur bei geschlos­se­nem Fens­ter und mit Ohro­pax. Das ist kei­ne Lebens­qua­li­tät. Leu­te, was soll ich mir dar­um Gedan­ken machen, ob mein Anfahrts­weg zum Flug­ha­fen 10 min. län­ger dau­ert. Hier geht es um die Gesund­heit von Men­schen. Eine Poli­ti­ke­rin der FDP sam­mel­te als “Flughafenretterin“Unterschriften für den Erhalt von Tegel. Auf die Fra­ge, ob sie sich über die Gesund­heits­ri­si­ken durch Lärm und Kero­sin, das Aus­he­beln des Nacht­flug­ver­bots mal Gedan­ken gemacht habe, kam die dum­me wie men­schen­ver­ach­ten­de Ant­wort: “Zie­hen sie doch auf‘s Land.” Zukunfts­wei­send ist m.E. auch, sich Gedan­ken um die Kin­der zu machen. Die kön­nen sich gegen so einen Bull­shit ja noch nicht weh­ren. Tegel als Flug­ha­fen hat kei­ne Zukunft. Und dies ist auch gut so. Dan­ke FDP, dan­ke Herr Lind­ner — für nix.

  4. Wenn man sich den Pres­se­spie­gel über die Ent­wick­lung der Volks­ab­stim­mung ansieht, gewinnt man den Ein­druck,  dass ein Groß­teil der Ber­li­ner Bür­ger für die Bequem­lich­kei­ten eines Stadt Flug­ha­fens den Gefähr­dun­gen und Beein­träch­ti­gun­gen für den trau­ri­gen Rest der Bevöl­ke­rung rela­tiv gleich­gül­tig gegen­über ste­hen. Des­we­gen soll­ten die Droh­ku­lis­se für eine mög­li­che Offen­hal­tung von Tegel über die Eröff­nung des BER hin­aus auch in den Medi­en deut­lich ver­stärkt wer­den.

    Hier soll­ten Sze­na­ri­en wie der Absturz GAU infol­ge des kri­tisch gestie­ge­nen Ver­kehrs­auf­kom­men über dem  dicht besie­del­ten Stadt­ge­biet und auch gera­de in Zei­ten der Die­sel­hys­te­rie die Schad­stoff­be­las­tung mit Kero­sin über dem gesam­ten Stadt­ge­biet mei­nes Erach­tens stär­ker akzen­tu­iert wer­den.

    Auch ist in Anbe­tracht der bis­her offen­bar gerin­gen Medi­en­prä­senz der Bür­ger­initia­ti­ven und der ver­bun­de­nen poli­ti­schen Kräf­te der enor­me Kos­ten­auf­wand für poten­zi­el­le Lärm­schutz- und Aus­bau­maß­nah­men des Flug­ha­fens Tegel für erhöh­te Sicher­heit nicht ins öffent­li­che Bewusst­sein gerückt wor­den dabei soll­ten Kon­tak­te zu den Medi­en zumin­dest von den poli­ti­schen Kräf­ten ja aus­rei­chend vor­han­den sein.

     Den Bür­gern soll­te klar gemacht wer­den, das in Anbe­tracht der dro­hen­den Mil­li­ar­den-Inves­ti­tio­nen für Tegel (inklu­si­ve der bis­he­ri­gen Raum­ord­nungs- und Pla­nungs­kos­ten für die Anschluss­nut­zung des Flug­ha­fens) drin­gend not­wen­di­ge Infra­struk­tur­maß­nah­men und För­de­rung des sozia­len Woh­nungs­baus weg­fal­len könn­ten.

    Ich ver­bin­de mei­ne dies­be­züg­li­chen Kom­men­ta­re mit einer Spen­de an die Bür­ger­initia­ti­ven und der Emp­feh­lung, die Pla­kat Aktio­nen mit steu­er­ab­zugs­fä­hi­gen Spen­den­quit­tun­gen anzu­feu­ern.

  5. Ein Argu­ment Tegel zu schlie­ßen wird immer wie­der ver­ges­sen. Die Erreich­bar­keit aus ver­schie­de­nen Stadt­tei­len wir immer im Durch­schnitt
    eine Stun­de dau­ern. Die Bus­se 109, X9 und 128 ste­hen oft im Stau auf der A100. Nach Eröff­nung des BER wer­den 2 S-Bahn­li­ni­en (eine nach Eröff­nung des Süd­kur­ve am Ost­kreuz) und ein RE von Gesund­brun­nen über HBF so wie 2 Bus­li­ni­en (eine mit Anschluss U7) und eine aus dem Süd­os­ten zum BER fah­ren. Die durch­schnitt­li­che Fahr­zeit 30- 40 min. Vie­le glau­ben dass Tegel schnel­ler erreich­bar ist. Ein Trug­schluss, also Tegel schlie­ßen.

    1. Hal­lo Herr Hee­se,

      ich den­ke auch dass die brei­te Mehr­heit in Ber­lin schnel­ler zum BER als TXL kom­men wird- haben Sie dazu mehr gemacht? Ich arbei­te gera­de dar­an das etwas plas­ti­scher ins Ren­nen zu brin­gen? Wenn ja mal bit­te kur­ze Info.

      1. Hal­lo Herr Rem­mers! Hier eine Info aus dem lärm­ge­plag­ten Span­dau: Von Rat­haus-Span­dau mit dem Flug­ha­fen­ex­press 49 Minu­ten. Oder mit RB10 und am Süd­kreuz umstei­gen 61 Minu­ten.

    2. Rich­tig! Und ich muss ja sowie­so auch zei­tig am Flug­ha­fen sein, wegen Check-In und Sicher­heits­kon­trol­len. Am schnells­ten kom­me ich von Pan­kow nach Tegel mit dem Taxi, etwa 20 Minu­ten. Ich fah­re jedoch nicht jedes Mal mit dem Taxi.
      Mit den Öffent­li­chen wird immer eine Stun­de ein­zu­pla­nen sein, denn umstei­gen ist in den meis­ten Fäl­len nötig. Von Oslo­er Stra­ße zum Flug­ha­fen Tegel ist eine gerau­me Zeit zu fah­ren (Bus 128). Da spart man nichts!
      Die bis heu­te exis­tie­ren­den Ver­bin­dun­gen nach Schö­ne­feld sind gar nicht übel:
      Sie müs­sen nicht zwin­gend (z.B. wenn Sie in Pan­kow woh­nen) mit der S 9 gan­ze 50 Minu­ten nach dort fah­ren! Es gibt meh­re­re ande­re und schnel­le­re Mög­lich­kei­ten.

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