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Neue Zahlen: 27 Prozent mehr Nachtflüge in Berlin-Tegel

Auf dem inner­städ­ti­schen Flug­ha­fen im Nord­wes­ten Ber­lins ist die Zahl der Starts und Lan­dun­gen, die zwi­schen 22 und 6 Uhr statt­fin­den, gestie­gen.

Zum Artikel in der Berliner Zeitung

Unser Kom­men­tar:

Die Poli­tik hat es nicht mehr im Griff. Hier wer­den alle Regeln von den Flug­ge­sell­schaf­ten außer Kraft gesetzt und der Lärm­ter­ror nimmt sku­ri­le Aus­ma­ße an. Da kann man sich aus­ma­len wie es am BER mal wird, wenn die Poli­tik nicht end­lich ein­greift und ihrer ver­fas­sungs­ge­mä­ßen Ver­ant­wor­tung nach­kommt.

Nach den jüngs­ten Umfra­gen sind 20 % der Bür­ger (die so genann­ten Bes­ser­ver­die­ner)
für 80 % der Umwelt­ver­schmut­zung und Lärm­ter­ror durch Viel­flie­ge­rei ver­ant­wort­lich
und erklär­ter­ma­ßen nicht bereit, ihr Ver­hal­ten zu ändern.

Dabei sind fast 40 % der Flug­ver­bin­dun­gen Inlands­flü­ge. So geht es nicht wei­ter und dem muss schnellst­mög­lich ein Rie­gel (Ver­bot) vor­ge­scho­ben wer­den. Wenn Men­schen so unein­sich­tig in ihrem ver­ant­wor­tungs- und rück­sichts­lo­sem Ego­is­mus sind, muss die Poli­tik regu­lie­rend ein­grei­fen.

Wir hof­fen, dass die ein­sich­ti­ge Mehr­heit der Bevöl­ke­rung dies auch mal an der Wahl­ur­ne  um Aus­druck bringt.

Flugzeug kehrt nach Start wegen brennendem Triebwerk nach Tegel zurück

Ein Flug­zeug der Bri­tish Air­ways muss­te kurz nach dem Start nach Tegel umkeh­ren, weil Rauch aus einem Trieb­werk kam.

Zur Meldung in der Berliner Morgenpost

Unser Kom­men­tar dazu:

Wie man den Mel­dun­gen ent­neh­men kann, ist die Trag­wei­te die­ses Ereig­nis­ses eigent­lich nicht wirk­lich erkannt wor­den. Die Dar­stel­lun­gen sind sehr ver­harm­lo­send.

Wir wol­len uns lie­ber nicht vor­stel­len was pas­siert wäre, wenn es zur ech­ten Explo­si­on des Trieb­werks mit­ten über Reinickendorf/Pankow gekom­men wäre. Das wäre dann genau
der GAU gewe­sen, den die Sicher­heits­ex­per­ten beschrie­ben haben. Denn dann wäre die Maschi­ne mit hoher Wahr­schein­lich­keit über die­sem Wohn­ge­biet abge­stürzt.

Wir kön­nen noch mal durch­at­men und hof­fen, dass bis zur end­gül­ti­gen Schlie­ßung des TXL nichts pas­siert. Herr Cza­ja hät­te jetzt viel­leicht gesagt: „Ist doch alles gut gegan­gen‘‘.

BER-Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup „Es bleiben noch viele kleinteilige Mängel“

Es gibt auch mal gute Nach­rich­ten vom BER. Die letz­ten bei­den Anla­gen sind fer­tig, am Mon­tag beginnt die umfas­sen­de Prü­fung der Tech­nik im Ter­mi­nal. Das sag­te uns Flug­ha­fen­chef Lüt­ke Dal­drup im Inter­view.

Im Gespräch geht es auch um die Fol­gen der „Flugscham“-Debatte für Ber­lin – und war­um die FBB meh­re­re tau­send Kom­par­sen braucht.

Zum Interview in der Berliner Zeitung

Weiterer Schritt in Richtung BER-Inbetriebnahme

Wirk-Prin­zip-Prü­fun­gen begin­nen ter­min­ge­recht

Die Flug­ha­fen Ber­lin Bran­den­burg GmbH (FBB) hat in den letz­ten Mona­ten zusam­men mit ihren Dienst­leis­tern und Bau­fir­men die Vor­aus­set­zun­gen geschaf­fen, um die über­grei­fen­den Wirk-Prin­zip-Prü­fun­gen (WPP) des Flug­gast­ter­mi­nals T1 zu star­ten.

Mehr in der Pressemitteilung des FBB

Recherche von Kontraste und rbb24 — Inbetriebnahme gefährdet

Auf der Suche nach neu­en “News” zum BER ist sich der RBB nicht zu scha­de für sol­che Pos­sen­reis­ser mit “Insi­der” mit Rücken zur Kame­ra und Bil­dern, die sonst­wo gemacht wor­den sein kön­nen.

Recher­che von Kon­tras­te und rbb24, Inbe­trieb­nah­me gefähr­det: BER muss erneut umge­baut wer­den:

09.05.19 | 23:10 Uhr 
https://www.rbb24.de/politik/Flughafen-BER/BER-Aktuelles/akteure_aktuell/2019/05/ber-flughafen-inbetriebnahme-gefaehrdet-kontraste.html

Fal­sche Dübel im gesam­ten Flug­gast­ter­mi­nal: Auf der Bau­stel­le des Ber­li­ner Flug­ha­fens BER muss vor­aus­sicht­lich wie­der umge­baut wer­den, wie ein Insi­der berich­tet. Eine Inbe­trieb­nah­me im Jahr 2020 ist in Gefahr. Von T. Fried­rich, B. Her­mel, Ch. Humbs, S. Opal­ka

Wenn so seriö­se Bericht­erstat­tung aus­sieht, dann ist es um die Wahr­heit nicht gut bestellt

Die Reak­ti­on der FBB folgt prompt und straft die “Recher­che” von Kon­tras­te und rbb Lügen:
Kurz vor der Aus­strah­lung von Kon­tras­te am Don­ners­tag­abend erreich­te uns die­se Stel­lung­nah­me der Flug­ha­fen Ber­lin Bran­den­burg GmbH (FBB):

In der Mit­tei­lung der RBB-Abend­schau vom 9.5. bzw. von Kon­tras­te wird behaup­tet, dass im Medi­en­ka­nal des Flug­gast­ter­mi­nals am BER auf­wän­di­ge Rück­bau­ten not­wen­dig sei­en. Das ist falsch. Rich­tig ist, dass eine Kabel­prit­sche ver­brei­tert wer­den muss. Hier sind auf ca. 40 Meter Län­ge Arbei­ten am Trag­sys­tem erfor­der­lich. Die­se Arbei­ten wer­den bis Ende Mai abge­schlos­sen sein.

Die Wirk­prin­zip­prü­fung und die Inbe­trieb­nah­me des BER im Okto­ber 2020 sind dadurch nicht betrof­fen oder gar gefähr­det.

Auch die in der Mit­tei­lung for­mu­lier­te Behaup­tung, dass durch falsch ver­bau­te Dübel die Eröff­nung im Okto­ber 2020 gefähr­det sei, ist eben­falls nicht rich­tig. Rich­tig ist, dass grund­sätz­lich Metall­dü­bel ver­baut wur­den. Mit den Dübeln selbst gibt es aus tech­ni­scher Sicht gar kein Pro­blem. Für die im BER von den Errich­ter­fir­men ver­bau­ten Befes­ti­gungs­lö­sun­gen wer­den zum Teil noch soge­nann­te vor­ha­ben­be­zo­ge­ne Bau­art­ge­neh­mi­gun­gen bean­tragt. Der­ar­ti­ge Zulas­sungs­ver­fah­ren sind bei Groß­pro­jek­ten mit einer über­durch­schnitt­li­chen Kom­ple­xi­tät in der Gebäu­de­tech­nik üblich und wur­den auch von der FBB schon oft durch­ge­führt.

Die FBB hat zu den Fra­gen von RBB Kon­tras­te aus­führ­lich Stel­lung genom­men. Falsch ist, man habe nur auf ‘Betriebs­ge­heim­nis­se’ ver­wie­sen.”