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Bürgerforum mit Politikern: Lärm- und Klimaschutz am 11.9.2019 in Pankow

Pankow sagt NEIN zum Flughafen Tegel

Lärm- und Klimaschutz in Pankow – Diskutieren Sie mit Ihren Politikern und Expert*innen

Bür­ger­fo­rum

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Von die­sem Bür­ger­fo­rum erwar­tet die Bür­ger­initia­ti­ve Ant­wor­ten der Podiumsteilnehmer*innen auf die Pro­ble­me zur Lösung des Flug­lärms, der Flug­ver­mei­dung und des Kli­ma­schut­zes.

Datum/Uhrzeit: 11.9.2019 um 19.30
Ort: Alte Pfarr­kir­che Alt-Pan­kow, Brei­te Stra­ße 38, 13187 Ber­lin

Nachtruhe am BER in greifbarer Nähe?

In der Dis­kus­si­on um mehr Nacht­ru­he am künf­ti­gen BER ist eine Eini­gung zwi­schen Ber­lin und Bran­den­burg in Sicht.

rbb 24: Kompromiss zur Nachtruhe am BER rückt in greifbare Nähe
Berliner Morgenpost: Eingeschränkte Zeiten rauben dem BER Entwicklungschancen

Unser Kom­men­tar dazu:

Wir als BI begrü­ßen es grund­sätz­lich, wenn die Poli­tik end­lich Maß­nah­men gegen einen schran­ken­los aus­ufern­den Flug­be­trieb ergreift. Lärm­schutz ist nicht nur ein The­ma für die Tegel-Anrai­ner, son­dern betrifft alle vom Flug­lärm betrof­fe­nen Men­schen.

Die gegen eine sol­che Maß­nah­me aus wirt­schaft­li­chen Grün­den argu­men­tie­ren las­sen ger­ne wich­ti­ge Fak­ten außen vor. Da wird ein­fach nicht erwähnt, dass allein der inner­deut­sche Flug­be­trieb in Ber­lin die 8 Mio. Mar­ke des Pas­sa­gier­auf­kom­mens über­schrit­ten hat. Da steckt also viel Streich­po­ten­zi­al drin.

Es ist rich­tig, dass die Gerich­te zu bestimm­ten Zei­ten den Men­schen Flug­be­we­gun­gen zumu­ten. Unter den Begriff Flug­be­we­gun­gen fal­len Starts und Lan­dun­gen. Das Ver­bot von Starts zu bestimm­ten Zei­ten von vorn­her­ein als recht­lich nicht zuläs­sig zu dekla­rie­ren ist daher mehr als frag­wür­dig.

Übri­gens wird schon an vie­len ande­ren Flug­hä­fen das prak­ti­ziert, was jetzt für den Flug­be­trieb am BER zum Schutz der Anwoh­ner ange­dacht wird. Am Flug­ha­fen Lon­don Heathrow wer­den zu bestimm­ten kri­ti­schen Zei­ten den Flug­ge­sell­schaf­ten Lärm­kon­tin­gen­te zuge­bil­ligt. Des­halb wer­den sol­che Zei­ten über­wie­gend für Lan­dun­gen genutzt. Dem Wachs­tum am Flug­ha­fen Heathrow hat dies über­haupt nicht gescha­det, wie die Sta­tis­ti­ken bewei­sen.

Es stän­de daher auch den Kom­men­ta­to­ren in den Medi­en gut zu Gesicht, statt kri­tik­los den Stand­punkt der Flug­lob­by zu ver­tre­ten, etwas krea­ti­ver zu sein. Der BER wird auch mit weni­ger Flug­lärm zwi­schen 5 bis 6 Uhr schnel­ler wach­sen, als man­cher sich vor­stel­len kann

Neue Zahlen: 27 Prozent mehr Nachtflüge in Berlin-Tegel

Auf dem inner­städ­ti­schen Flug­ha­fen im Nord­wes­ten Ber­lins ist die Zahl der Starts und Lan­dun­gen, die zwi­schen 22 und 6 Uhr statt­fin­den, gestie­gen.

Zum Artikel in der Berliner Zeitung

Unser Kom­men­tar:

Die Poli­tik hat es nicht mehr im Griff. Hier wer­den alle Regeln von den Flug­ge­sell­schaf­ten außer Kraft gesetzt und der Lärm­ter­ror nimmt sku­ri­le Aus­ma­ße an. Da kann man sich aus­ma­len wie es am BER mal wird, wenn die Poli­tik nicht end­lich ein­greift und ihrer ver­fas­sungs­ge­mä­ßen Ver­ant­wor­tung nach­kommt.

Nach den jüngs­ten Umfra­gen sind 20 % der Bür­ger (die so genann­ten Bes­ser­ver­die­ner)
für 80 % der Umwelt­ver­schmut­zung und Lärm­ter­ror durch Viel­flie­ge­rei ver­ant­wort­lich
und erklär­ter­ma­ßen nicht bereit, ihr Ver­hal­ten zu ändern.

Dabei sind fast 40 % der Flug­ver­bin­dun­gen Inlands­flü­ge. So geht es nicht wei­ter und dem muss schnellst­mög­lich ein Rie­gel (Ver­bot) vor­ge­scho­ben wer­den. Wenn Men­schen so unein­sich­tig in ihrem ver­ant­wor­tungs- und rück­sichts­lo­sem Ego­is­mus sind, muss die Poli­tik regu­lie­rend ein­grei­fen.

Wir hof­fen, dass die ein­sich­ti­ge Mehr­heit der Bevöl­ke­rung dies auch mal an der Wahl­ur­ne  um Aus­druck bringt.

Flugzeug kehrt nach Start wegen brennendem Triebwerk nach Tegel zurück

Ein Flug­zeug der Bri­tish Air­ways muss­te kurz nach dem Start nach Tegel umkeh­ren, weil Rauch aus einem Trieb­werk kam.

Zur Meldung in der Berliner Morgenpost

Unser Kom­men­tar dazu:

Wie man den Mel­dun­gen ent­neh­men kann, ist die Trag­wei­te die­ses Ereig­nis­ses eigent­lich nicht wirk­lich erkannt wor­den. Die Dar­stel­lun­gen sind sehr ver­harm­lo­send.

Wir wol­len uns lie­ber nicht vor­stel­len was pas­siert wäre, wenn es zur ech­ten Explo­si­on des Trieb­werks mit­ten über Reinickendorf/Pankow gekom­men wäre. Das wäre dann genau
der GAU gewe­sen, den die Sicher­heits­ex­per­ten beschrie­ben haben. Denn dann wäre die Maschi­ne mit hoher Wahr­schein­lich­keit über die­sem Wohn­ge­biet abge­stürzt.

Wir kön­nen noch mal durch­at­men und hof­fen, dass bis zur end­gül­ti­gen Schlie­ßung des TXL nichts pas­siert. Herr Cza­ja hät­te jetzt viel­leicht gesagt: „Ist doch alles gut gegan­gen‘‘.

BER-Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup „Es bleiben noch viele kleinteilige Mängel“

Es gibt auch mal gute Nach­rich­ten vom BER. Die letz­ten bei­den Anla­gen sind fer­tig, am Mon­tag beginnt die umfas­sen­de Prü­fung der Tech­nik im Ter­mi­nal. Das sag­te uns Flug­ha­fen­chef Lüt­ke Dal­drup im Inter­view.

Im Gespräch geht es auch um die Fol­gen der „Flugscham“-Debatte für Ber­lin – und war­um die FBB meh­re­re tau­send Kom­par­sen braucht.

Zum Interview in der Berliner Zeitung

Weiterer Schritt in Richtung BER-Inbetriebnahme

Wirk-Prin­zip-Prü­fun­gen begin­nen ter­min­ge­recht

Die Flug­ha­fen Ber­lin Bran­den­burg GmbH (FBB) hat in den letz­ten Mona­ten zusam­men mit ihren Dienst­leis­tern und Bau­fir­men die Vor­aus­set­zun­gen geschaf­fen, um die über­grei­fen­den Wirk-Prin­zip-Prü­fun­gen (WPP) des Flug­gast­ter­mi­nals T1 zu star­ten.

Mehr in der Pressemitteilung des FBB