Appell an die WestBERliner: Jetzt aber mal Verstand statt Bequemlichkeit!

Berlin Trend - Knappe Mehrheit will Tegel offen halten | Berliner Morgenpost

Ein Aufruf von Klaus Diet­rich

Liebe West­BER­lin­er,

es kann doch nicht sein, dass Sie weniger Durch­blick haben als Ihre Mit­bürg­er aus dem Ost­teil der Stadt. Ein Volk­sentscheid ist nicht dafür geschaf­fen und in unser­er Ver­fas­sung ver­ankert wor­den, um als poli­tis­che Farce miss­braucht zu wer­den.

Die „Argu­mente“ der Tegel­be­für­worter, wie sie aus der let­zten Infrat­est-Umfrage in der Mor­gen­post her­vorge­hen (siehe Liste der Motive darin) zeigen deut­lich, dass Sie sich immer noch zu sehr von emo­tionalen Ressen­ti­ments und nos­tal­gis­chen Gefühlen leit­en lassen, statt die wirk­lichen Fak­ten zur Basis Ihrer Entschei­dung zu machen.

Es ist bewiesen, dass der BER nicht zu klein konzip­iert wor­den ist. Den Plan­zahlen im Plan­fest­stel­lungs­beschluss kann zweifels­frei ent­nom­men wer­den, dass der BER bei sein­er Eröff­nung fast 40 Mio. und in der geplanten Endaus­baustufe bis 60 Mio. Pas­sagiere abfer­ti­gen kann. Von manchen Stan­dorten wer­den Sie auch nicht viel länger, von vie­len Stan­dorten sog­ar weniger Zeit benöti­gen, um den BER zu erre­ichen, weil er über eine her­vor­ra­gende mehrfache Anbindung ver­fü­gen wird. Das soll­ten Sie genau­so zur Ken­nt­nis nehmen wie Ihre Mit­men­schen im Ost­teil der Stadt.

Geben Sie „Ihrem“ TXL eine Chance für eine bessere Zukun­ft. Er wird es Ihnen mit einem tollen neuen Kiez im Nor­den Berlins danken, in dem viele Stu­den­ten der Beuth-hochschule eine her­vor­ra­gende Stu­di­enumge­bung find­en, in dem eine zukun­ft­sori­en­tierte Indus­trie 4.0 mit vie­len neuen qual­i­fizierten Arbeit­splätzen, bis zu 9.000 größ­ten­teils sozial­ge­bun­dene neue Woh­nun­gen für unsere zuge­zo­ge­nen Mit­bürg­er und nicht zulet­zt eine wun­der­schönes neues Naher­hol­ungs­ge­bi­et entste­hen sollen. Dies alles wird dann auch für Sie als West­BER­lin­er schnell und stress­frei erre­ich­bar sein, weil auch die Anbindung über neue und ver­längerte Nahverkehrsan­bindun­gen aus­ge­baut wer­den.
Dem haben die „Tegel-Ret­ter“ nichts ent­ge­gen zu set­zen, außer noch mehr Bil­ligflieger mit noch mehr Bil­ligjobs.

3 Gedanken zu „Appell an die WestBERliner: Jetzt aber mal Verstand statt Bequemlichkeit!

  1. Ich war neulich in der Grabbe Allee ‚die Flieger waren kaum hör­bar sie sind im Lan­dean­flug ‚gehen Sie alle nach Span­dau , wenn die Flieger starten 56%Befürworter Dort ist es wesentlich lauter . Reinick­endorf 62,2% Befür­worter Lande Anflug u. näher am Flughafen . Auch hier nur Taube ?????
    Falls man in Pankow noch nicht mit­bekom­men hat , Berlin hat über­wiegend
    West­wind ( ca. 75% ) Der Lande Anflug in Pankow ist zu ertra­gen . Wir wohnen nicht
    auf dem Land . Auch dort wür­den viele kla­gen über Hüh­n­er u. andere Tiere usw .
    Berlin braucht 2 Flughäfen , wie auch jede andere Großs­tadt . Übri­gens wo waren
    die Bürg­er von Ost­ber­lin beim Volk­sentscheid von Tem­pel­hof ? Die Tem­pel­hofer haben damals mehrheitlich für die Offen­hal­tung ges­timmt . Wahrschein­lich alle schw­er­hörig!!!!! Also nicht über die W. Bürg­er schimpfen . BER wird so wie so erst 2021
    wenn über­haupt eröffnet .
    Viel Grüße ein W- Berlin­er

  2. Warum dür­fen NICHT betrof­fene über­haupt abstim­men? Die Crux bei Volksab­stim­mungen ist der fehlende Inter­esse­naus­gle­ich. Die Lei­d­tra­gen­den aus Ahrens­felde , Schwanebeck ‚Pankow und Wed­ding müssen hin­nehmen, wie die Bürg­er aus Köpenick, Wilmers­dorf oder Lankwitz entschei­den?

    Übri­gens machen scih Stick­ox­ide und Fein­staub über dem gesamten Stadt­ge­bi­et bre­it. Schneller erre­ich­bar ist Tegel auch nicht unbe­d­ingt. Mit ein­er intel­li­gen­ten Anbindung ist man vom Alex schneller am BER als mit Bus und U-Bahn in Tegel.

    Ich plädiere, dass die Anflu­grouten unter den Befür­wortern entsprechend der Stim­man­teile in den Bezirken neu geregelt wer­den.

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