Archiv für den Monat: September 2017

Der Flugverkehr hat die Lebensqualität in Pankow erheblich eingeschränkt

von Ruth Mis­sel­witz (ehem. Pfar­re­rin der Ev. Kirch Alt-Pan­kow)

Ruth Mis­sel­witz

Ich woh­ne seit 40 Jah­ren in Pan­kow. Anfangs habe ich den Flug­lärm kaum wahr­ge­nom­men, da habe ich am U‑Bahnhof Vine­ta­str. gewohnt. Seit 1991 woh­ne ich im Zen­trum von Pan­kow direkt unter der Ein­flug­schnei­se. Auch hier war es damals für mein Emp­fin­den noch aus­zu­hal­ten, hat man doch schon über die Schlie­ßung von Tegel ver­han­delt. Inzwi­schen ist der Lärm zu einer ent­setz­li­chen Pla­ge gewor­den. Tag und Nacht don­nern im Minu­ten­takt die Maschi­nen, die immer grö­ßer wer­den, über unse­re Köp­fe hin­weg. Den Bal­kon, den Gar­ten oder die Ter­ras­se zu nut­zen, ist kaum mehr mög­lich. Der Flug­ver­kehr hat die Lebens­qua­li­tät in Pan­kow erheb­lich ein­ge­schränkt wei­ter­le­sen

Gedanken zu einem sterbenden Flughafen

Von Arild Brock, Künst­ler und Sozio­lo­ge (Ber­lin-Pan­kow)

Berliner Flughafengefühle
Arild Brock

Eine „gefühl­te Ewig­keit“ hat sich der neue BER Flug­ha­fen ver­zö­gert. Auf die­ses Gefühl kön­nen sich die Ber­li­ner bestimmt eini­gen. Dann ist aber auch Schluss mit der gefühl­ten Einig­keit. Betref­fend wei­te­re Gefüh­le tritt in ers­ter Rei­he der Ärger der 300 000 von dem Flug­lärm Tegels direkt betrof­fe­nen Anwoh­ner auf. Sie mögen den Lärm nicht, und wol­len des­halb den erwähn­ten Flug­ha­fen auch nicht wei­ter­ge­trie­ben sehen. Gefühlt, Gedan­ken zu einem ster­ben­den Flug­ha­fen wei­ter­le­sen

Dann zieh’ doch weg“, lese ich …

Ein Bei­trag von Jas­min Taba­ta­bai 

Lie­be Freun­de, lie­be Ber­li­ner, lie­be  Ber­li­ne­rin­nen

seit 2005 woh­ne ich mit mei­ner Fami­lie in Pan­kow-Nie­der­schön­hau­sen. Und wie vie­le ande­re lie­ge ich zur­zeit oft näch­tens wach. Nicht nur wegen der Flie­ger, die selbst zu nacht­schla­fen­der Zeit über mei­nen Kopf hin­weg­don­nern, son­dern auch aus Sor­ge und Ärger.

Ich ärge­re mich, dass ich in die Situa­ti­on gebracht wor­den bin, mir über­le­gen zu müs­sen, ob ich es mei­ner Fami­lie gegen­über ver­ant­wor­ten kann, hier woh­nen zu blei­ben, soll­te die­ser Volks­ent­scheid dazu füh­ren, dass Tegel dau­er­haft offen­ge­hal­ten wird. Seit fünf Jah­ren war­ten wir sehn­lichst und gedul­dig dar­auf, dass die­ser höl­li­sche Flug­lärm, der Tag für Tag und Nacht für Nacht über uns hin­weg­zieht, end­lich auf­hört. Dann zieh’ doch weg“, lese ich … wei­ter­le­sen

Presseschau

Tagesspiegel

20.9.2017  Tegel-Volks­ent­scheid: Ber­lin hat eine sel­te­ne Chan­ce
Die Schlie­ßung von Tegel wür­de es Ber­lin ermög­li­chen, sei­ne Mit­te neu zu fin­den und zu erfin­den. Das ist über­fäl­lig – denn die Stadt ent­wächst sich selbst.

20.9.2017  Die Dis­kus­si­on um Tegel im Video
Micha­el Mül­ler, Ramo­na Pop, Sebas­ti­an Cza­ja und ande­re dis­ku­tier­ten am Diens­tag­abend über die Zukunft von Tegel. Im Video kön­nen Sie die Debat­te ver­fol­gen.

20.9.2017  Ber­li­ner Flug­ha­fen-Volks­ent­scheid — Ist die Offen­hal­tung Tegels juris­tisch mög­lich?
Ver­fas­sungs­recht­ler Hel­ge Sodan hat die Debat­te um den recht­li­chen Rah­men der Tegel-Schlie­ßung auf­ge­mischt. Doch Gut­ach­ter Rei­ner Geu­len und der Ber­li­ner Senat wei­sen die Kri­tik zurück.

Berliner Woche

20.9.2017 Bezahl­bar und öko­lo­gisch sinn­voll: Kon­kre­te Pla­nun­gen für Schu­ma­cher Quar­tier

Berliner Zeitung

18.9.2017 Flug­ha­fen Tegel Wir brau­chen vie­le TXLs in Ber­lin 
Vier oder fünf soll­ten aus­rei­chen und schon kön­nen wir uns alle die gro­ße Alt­bau­woh­nung mit Bal­kon und Stuck leis­ten

19.9.2017 Demo für Flug­ha­fen-Schlie­ßung Hun­der­te Tegel-Geg­ner pro­tes­tier­ten auf dem Kudamm 

18.9.2017 TXL-Volks­ent­scheid Umwelt­se­na­to­rin wirft FDP ein gefähr­li­ches Spiel vor 

welt.de

19.9.2017 War­um beim Volks­ent­scheid über den Air­port Tegel alle ver­lie­ren

Stuttgarter Nachrichten

19.9.2017 Volks­ent­scheid über Flug­ha­fen Ber­lin-Tegel — Die direk­te Demo­kra­tie wird instru­men­ta­li­siert 

Die Standard-Lüge oder
das Tarnkappen-Argument
der „Tegel-Retter“

Ist es eine Lüge, wenn man zu einem Sach­ver­halt ein­fach wesent­li­che Fak­ten ver­schweigt?
Wenn durch Weg­las­sen von Fak­ten die Kern­aus­sa­ge ver­fälscht wird, dann ist es auch eine Lüge.

Die Betrei­ber und Befür­wor­ter des Volks­ent­scheids der Cza­ja-FDP, der AfD und der CDU behaup­ten, der BER sei mit einer Eröff­nungs­ka­pa­zi­tät von 22 Mio. Pas­sa­gie­ren zu klein und auch ins­ge­samt zu klein kon­zi­piert. Sie ver­schwei­gen dabei die wesent­li­che Tat­sa­che, dass durch den bis 2025 geplan­ten Par­al­lel­be­trieb von BER und SXF bei Eröff­nung mehr als 38 Mio. Pas­sa­gie­re und spä­ter bis zu 60 Mio. Pas­sa­gie­re abge­fer­tigt wer­den kön­nen. Wie die­se Aus­sa­ge dann zu bewer­ten ist, sie­he oben. Die Stan­dard-Lüge oder
das Tarn­kap­pen-Argu­ment
der „Tegel-Ret­ter“
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