Archiv für den Monat: September 2017

Überwiegend innerdeutsche Städteflüge von und nach Tegel

Ein Kommentar von Y. Karow, Einflugschneise Spandau

Wer z. B. mit flightradar 24 die Flugbewegungen von und nach Tegel verfolgt, weiß schon lange, was gestern auch der Tagesspiegel festgestellt hat: Es handelt sich fast immer um innerdeutsche Städteflüge, z. B. nach Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf, Nürnberg und: insbesondere nach München (!). Allesamt Ziele, die u.a. wesentlich umweltschonender mit der Deutschen Bahn zu erreichen sind. D. h. diejenigen, die am Sonntag mit “Ja” gestimmt hatten (für die Offenhaltung Tegels), werden mit Sicherheit enttäuscht sein, wenn sie feststellen müssen, daß es mitnichten darum geht, für “die Berliner” Tegel offen halten zu wollen, sondern für die Czajas, Lindners und Grüttgers sowie Geschäftsreisenden, die es lediglich schneller und bequemer als in der Bahn haben wollen. Von Tegel bis in die FDP-Parteizentrale in der Reinhardtstraße sind es, wenn kein Stau ist, lediglich zehn Autominuten. Dafür sind sie ohne Skrupel bereit, die Wohn- und Lebensqualität von Hunderttausenden zu opfern. Zynisch ist, wer behauptet, mit Lärmschutz wäre die Sache erledigt: Flugzeuglärm ist nicht nur in den Häusern, sondern vor allen Dingen draußen: Wer bitte kann einen Lärmschutz bereit stellen für Spielplätze, Sportanlagen, Pausenhöfe, Parkanlagen, Straßencafes, Gärten, Balkone, Terrassen …. ?

Presseschau

Tagesspiegel

Hatten es alle verstanden oder wieviel Prozent wollen eigentlich Tegel retten?
Eine gespaltene Stadt und es ist nicht zu Ende.
25.9.2017  „Das war viel zu kompliziert für Laien“

ZEIT  ONLINE

Die Mehrheit in Berlin will den Flughafen Tegel offen halten, das hat der Volksentscheid am Sonntag klar gezeigt. Doch wird sich der Senat überhaupt an das Votum halten?
25.9.2017  Volksentscheid: Wie geht es weiter mit Tegel?

Stellungnahme zum Ergebnis des Volksentscheids

Stellungnahme der Bürgerinitiative »Tegel endlich schließen« zum Ergebnis des Volksentscheids

56 % der Berliner Wähler haben gestern ihr Kreuz bei JA gemacht. Das haben wir zur Kenntnis genommen und sind traurig darüber.

Aber was haben die 56 % denn damit ausdrücken wollen? Wie wir ja vorher immer gehört haben, gab es viele verschiedene Motive, beim VE mit JA zu stimmen. Ein Teil der Wähler wollte wirklich fuer die Offenhaltung von Tegel stimmen. Aber ein erheblicher Teil hat nicht deshalb JA gesagt, sondern aus ganz anderen Gründen. Viele wollten ihren Unmut über das BER-Desaster ausdruecken, manche wollten Herrn Müller eins auswischen, andere protestierten gegen die Verkehrspolitik der Grünen und nicht zuletzt sind da diejenigen, die Angst vor Mieterhöhungen haben.

Wieviele bleiben denn da wirklich noch übrig, die wirklich den Flughafen Tegel aus den von der Czaja-FDP, der AfD und der Trittbrettfahrer-CDU genannten Gründen offen halten wollen?

Sind es 45 % oder sogar noch weniger?

Wir von der BI Tegel endlich schliessen kämpfen deshalb weiter für unsere Kernforderung:

TEGEL MUSS SCHLIESSEN

Wir fordern den Berliner Senat, die Landesregierung von Brandenburg und die Bundesregierung als Gesellschafter der FBB auf, Wort zu halten und das an die Laermgeplagten Anwohner gegebene Versprechen einzuloesen.

Presseschau

taz

23.9.2017  Kann man auf Tegel fliegen?
. . . Wie war das jetzt noch mal: Tegel offenhalten ist rechtlich gar nicht möglich? Oder doch? Oder wie? Um es einfach zu machen: ja. Theoretisch. Denn theoretisch ist vieles rechtlich möglich, im Sinne von „nicht komplett ausgeschlossen“. Theoretisch könnte auch Bayern zur Monarchie zurückkehren. Aber rea­lis­tisch betrachtet ist der Weiterbetrieb von TXL mit so vielen juristischen Widrigkeiten und Unwägbarkeiten verbunden, dass die Wahrscheinlichkeit äußerst gering wäre . . .

ZEIT ONLINE

23.9.2017  Berlin-Tegel: Das Volk sollte hier lieber nicht entscheiden
Der Streit um den Flughafen Tegel zeigt: Nicht jede Frage eignet sich für einen Volksentscheid. Denn Wähler denken gerne erst mal nur an sich.

21.9.2017  Nun retten wir auch noch Flughäfen | Fünf vor acht – Eine Kolumne von Petra Pinzler
…”Modern” ist nach FDP-Definition, wenn eine Großstadt nicht nur einen Flughafen am Rande hat, sondern auch einen fast im Zentrum . . . Für sie ist modern, wenn unter dem Fluglärm viele Hunderttausend Leute leiden. Wenn täglich Kerosin und Feinstaub auf große Viertel regnen…

Berliner Zeitung

Wir sind das Volk! Nicht Populisten FDP, AfD oder die Trittbrett-CDU.
23.9.2017  Flughafen Tegel Volksentscheide gehören dem Volk 

22.9.2017  Flughafen Tegel 36 Prozent der Flüge in TXL sind überflüssig 

Der Tagesspiegel

Prof. Sodan zeigt extrem komplizierten Weg auf und kommt dann zu dem Schluss: Wenn es die Politiker so wollen, dann muss Tegel eben doch schliessen.
22.9.2017  TXL-Volksentscheid: „Der Weiterbetrieb in Tegel ist möglich“

nd

21.9.2017  Tegel gefährdet Schulausbau
Ein Weiterbetrieb des Nostalgie-Airports stellt Bildungsstandorte in vier Bezirken infrage. »Wenn der Flughafen Tegel offen bleiben sollte, wäre es fraglich, ob Kitas oder Schulen in der künftigen Fluglärmschutzzone neu errichtet werden können«, sagt Umwelt- und Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne).

florakiez.de

20.9.2017 Fünf Erkenntnisse aus der Tegel-Diskussion