Bürger fragen – die Lärmschutzkommission antwortet – 31. Mai

Mitglieder der Fluglärmschutzkommission am Flughafen Tegel nehmen Stellung zu aktuellen Fragen

Dienstag, 31. Mai 2016, 17 Uhr
Saal der Bezirksverordnetenversammlung
Rathaus Reinickendorf, Altbau, 3. Etage,
Eichborndamm 215/239 , 13437 Berlin

Der Vorsitzende der Fluglärmschutzkommission, Herr Teschner-Steinhardt, sowie der Stellvertretende Vorsitzende, Bezirksstadtrat Martin Lambert, stehen für die Beantwortung von Fragen im Zusammenhang mit der Fluglärmschutzkommission für Sie bereit.

Erneut wird eine Verschiebung der Eröffnung des Flughafens BER diskutiert. Damit verbunden wäre auch ein Weiterbetrieb des Flughafens Tegel – inklusive der Lärmbelastung der Anwohnerinnen und Anwohner.

Die Fluglärmschutzkommission setzt sich seit Jahren für die Belange der Anwohnerinnen und Anwohner ein und versucht im Rahmen der Möglichkeiten, die Lärmbelastung, insbesondere in den Tagesrandzeiten und in der Nacht, zu begrenzen.

Seien Sie herzlich eingeladen, um Antworten auf Fragen wie: Wie ist der aktuelle Stand von Starts und Landungen am Flughafen Tegel? Wie viele Starts und Landungen finden in den Tagesrandzeiten und in der Nacht statt? Wie ist die aktuelle Entgeltordnung für die Fluggesellschaften zu bewerten? Was ist bezüglich Lärmentwicklung zu erwarten?

3 Gedanken zu „Bürger fragen – die Lärmschutzkommission antwortet – 31. Mai

  1. Sitze gerade bei geöffneten Fenster, schaue Fernsehen , da startet eine Maschine um 23.30 Uhr , das ist die vierte Maschine nach 23.00 Uhr. Gestern waren es sogar 5 oder 6 Machinen nach 23.00 Uhr. Lebe seit 56 Jahren in Reinickendorf in der Nähe der Scharnweberstr.. Im Sommer kann man kaum noch abends die Fenster öffnen und ungestört Fernsehen zu gucken. Aber viele Straßen sind ab 22.00 Uhr Verkehrsberuhigten auf 30 km/h. Wie grotesk!
    Viele sagen , man gewöhnt sich an den Lärm. Über den Punkt bin ich langsam aber sicher drüber hinweg. Der Flughafen TXL nervt nur noch und den Politikern und Flughafenbetreiber scheint es wohl ganz egal zu sein.
    In Schönefeld klagt man gegen ein Lärm , den sie wie wir niemals haben werden!
    Wir bekommen kein Lärmschutz , also ist anscheinend Lärm nicht gleich Lärm!
    P.s
    Einige Maschinen sind so laut ,das es im Wohnzimmer richtig bebt . Die Flugzeuge starten fast über unseren Hof.

    1. Hallo Jürgen,
      ich habe am 1.6. eine Beschwerde an Herrn Dr. Frank Rosin von der
      Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
      – VII E 2 – Oberste Luftfahrtbehörde Berlin geschickt. Das mache ich mittlerweile fast täglich. Hier der Mailverlauf:

      „Bei den verspäteten Abflügen handelte es sich um AB 8510 nach Salzburg, gestartet um 23:03 Uhr, und AB 6563 nach Stuttgart, gestartet um 23:12 Uhr.

      Es handelte sich um keine Verstöße und es gibt nichts zu ahnden. Noch einmal:

      Für verspätete Starts und Landungen im Fluglinien- und planmäßigen Bedarfsluftverkehr, deren planmäßige Abflug- oder Ankunftszeit vor 23:00 Uhr liegt, gilt … eine Ausnahmegenehmigung von den Nachtflugbeschränkungen bis 24:00 Uhr als erteilt. Voraussetzung ist, dass die Verspätung nicht von der Airline selbst verursacht worden ist und der verspätete Start / die verspätete Landung unabweisbar ist.

      Genau dieses wurde in beiden Fällen überprüft. Eigenes Verschulden der Airline lag nicht vor. Die Flugzeuge kamen aufgrund von Luftraum-Kapazitätsengpässen verspätet in Tegel an; die Verspätungen konnten nicht mehr aufgeholt werden, so dass die Starts erst nach 23:00 Uhr erfolgen konnten.

      Sofern es sich um Ablaufprobleme der Fluglinien handelt, werden Ausnahmegenehmigungen versagt.

      Man mag diese Ausnahmeregelung als zu liberal, zu großzügig empfinden. Aber so steht es in der Betriebsgenehmigung des Flughafens.

      Freundliche Grüße

      Frank Rosin

      Von: Markus Ficzko [mailto:Markus.Ficzko@gmx.de]
      Gesendet: Mittwoch, 1. Juni 2016 08:28
      An: Rosin, Dr. Frank
      Betreff: Beschwerde über Verstoß gegen das Nachtflugverbot TXL

      Sehr geehrter Herr Dr. Rosin,

      welche Berechtigung hatten die beiden Flüge zwischen 23:00 Uhr und 23:15 Uhr, die von TXL starteten. Kann die Senatsverwaltung diese konkreten Verstöße ahnden, wenn ja, wie geht die Senatsverwaltung mit solchen Verstößen um? Bin ich richtig in der Annahme, dass es sich hierbei um die Flüge AB 6563 nach Stuttgart, planmäßig um 21:35 gestartet um 23:00 und AB 8272 nach Bukarest, planmäßig 21:35 gestartet um 23:15 handelt? Offensichtlich handelt sich hier Ablaufprobleme der Fluglinien, warum werden für dertige Dinge Ausnahmegenehmigungen erteilt?

      Vielen Dank für eine zeitnahe Rückantwort.

      Mit freundlichen Grüßen

      Dr. Markus Ficzko

  2. Ich wohne seit 30 Jahren in der Nähe der Residenzstrasse. Stets lagen wir in der einfachen Wohnlage. Im März gab`s vom neuen Eigentümer die fast alljährliche Mieterhöhung…und finde mich plötzlich in der mittleren Wohnlage wieder! Wie kann das sein? Der Fluglärm ist nicht weniger geworden und die Anzahl der Flüge auch nicht. Der Vermieter richtete sich nach dem Mietspiegel-alles richtig. Gibt es eine Möglichkeit den Irrsinn der Wohnlageneinstufung anzufechten?
    Eine positive Antwort wäre schön…Chris.P.

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